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Förderungen zum Thema Arbeitsplatzsicherung, -schaffung

COVID-19 - Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen
Tirol
Die Coronavirus-Krise (COVID-19) zeigt massive negative Auswirkungen auf den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Tirol. Die Tiroler Landesregierung hat als unmittelbare Reaktion darauf am 16.03.2020 das „COVID-19 Maßnahmenpaket für den Lebensraum Tirol“ verabschiedet. Mit dem Maßnahmenpaket sollen Anreize geschaffen werden, um der krisenbedingten Rezession entgegenzuwirken und im Speziellen für Tiroler Unternehmen eine rasche, unbürokratische Hilfe zur Verfügung zu stellen, um die finanziellen Auswirkungen der Krise bewältigen zu können. Ziel der gegenständlichen Maßnahme ist, kleine und mittlere Tiroler Unternehmen (KMU) dahingehend zu unterstützen, Homeoffice-Arbeitsplätze einzurichten, um eine professionelle Kommunikation zwischen Unternehmensstandort bzw. -standorten und den zwischenzeitlich dislozierten Arbeitsplätzen der Belegschaft zu schaffen sowie damit gleichzeitig einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Produktivität und Sicherung der Arbeitsplätze zu leisten. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft, die entweder im Besitz einer aufrechten Gewerbeberechtigung nach der Gewerbeordnung oder in nachstehender Liste angeführt sind: erwerbswirtschaftliche Betreiber von touristisch bzw. freizeitwirtschaftlich relevanten Infrastruktureinrichtungen (z.B. Bäder, Campingplätze, Bootsvermietung, Minigolfplätze, Freizeitparks, Kinos, Tanzschulen, Tennis und Tischtennisplätze inkl. Tennishallen, Ballonfahr- und Hänge- bzw. Gleitschirmunternehmen, Raftingunternehmen, etc.) Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen mit der Berechtigung der RTR GmbH Sprengmittelhändler Buchhalter/Bilanzbuchhalter/Personalverrechner Mitglieder der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer mit Standort in Tirol Mitglieder der Kammer der Architekten und Ingenieurskonsulenten für Tirol und Vorarlberg mit Standort in Tirol Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Einmalzuschuss gewährt und beträgt max. 50 % der förderbaren Kosten für die Beratungsleistungen zur Konzeption sowie zur hard- und softwaremäßigen Ausstattung des Homeoffice-Arbeitsplatzes wie auch die Anschaffung von Software zur IT-technischen Einrichtung des Homeoffice-Arbeitsplatzes und max. 30 % der förderbaren Kosten für die Anschaffung von damit in Verbindung stehender zu installierender IT-Hardware, wobei der nicht rückzahlbare Einmalzuschuss pro Laptop, Desktop oder Tablet max. € 300,- beträgt Die Summe der förderbaren Kosten muss mindestens € 500,- betragen. Die Förderungsbemessungsgrundlage ist mit € 5.000,- begrenzt.
COVID-19 Härtefallfonds
Österreich
Ziel ist es, die existenzbedrohende Situation für Ein-Personen- und Kleinstunternehmer/innen sowie freie Dienstnehmer/innen abzuwenden, die massive Einkommenseinbußen im Zuge der Ausbreitung des Erregers SARS-CoV-2 (COVID-19) haben. Mit der Einrichtung des Härtefallfonds sollen Liquiditätsschwierigkeiten überbrückt werden, sodass diese Personengruppen auch nach der Krise weiterhin zur österreichischen Wertschöpfung beitragen können. Der Härtefallfonds dient somit als Sicherheitsnetz für entstandene Härtefälle durch die Ausbreitung von COVID-19 und soll diese für folgende Zielgruppen abfedern: Phase 1: Ein-Personen-Unternehmer (EPU) - darunter auch neue Selbständige wie Vortragende, Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten freie Dienstnehmer (nach § 4 Abs. 4 ASVG) - wie EDV-Spezialisten und Nachhilfelehrer Kleinstunternehmer (siehe Definition Kleinstunternehmen laut Empfehlung 2003/361/EG vom 6. Mai 2003, Amtsblatt Nr. L 124 vom 20/05/2003) Phase 2 – Zielgruppe aus Phase 1 inkl.: Gründer/innen (Unternehmensgründungen ab 1.1.2018) Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt in 2 Auszahlungsphasen. Auszahlungsphase 1 als rasche Soforthilfe für Förderungswerber/innen in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses; Antragstellung war ab dem 27.3. bis zum Start der Auszahlungsphase 2 möglich. Auszahlungsphase 2 als Ausweitung der Maßnahme, um länger andauernde finanzielle Notlagen durch die Corona-Krise abzufedern; es soll der Nettoeinkommensentgang aus Einkünften aus selbständiger Arbeit (§ 22 EStG 1988) und/oder Gewerbebetrieb (§ 23 EStG 1988) durch nicht rückzahlbare Zuschüsse weitestgehend ausgeglichen werden; Antragstellung frühestens ab 16.4.2020 möglich.
COVID-19-Steirischer Härtefallfonds
Steiermark
Ziel dieses Härtefallfonds ist die Unterstützung von Unternehmen, die einer wirtschaftlichen Bedrohung durch COVID-19 ausgesetzt sind, aber die (formellen) Voraussetzungen für die Unterstützungsmaßnahmen des Bundes - konkret des Härtefallfonds, des Fixkostenzuschusses des Corona Hilfsfonds oder des Covid-Start-up-Hilfsfonds - nicht erfüllen und somit aus diesem Sicherheitsnetz fallen. Einkommensersatz: Unterstützt wird die/der UnternehmerIn mit einem teilweisen Ersatz von entgangenem Nettoeinkommen im Zeitraum 16.3.2020 bis 31.12.2020, wenn lediglich aufgrund des Bezuges von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (dazu zählen etwa Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Weiterbildungsgeld oder Umschulungsgeld) oder der Mitversicherung beim Ehepartner kein Anspruch auf Unterstützung aus dem Härtefallfonds des Bundes besteht. Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt und beträgt € 500,- pro Monat für max. 3 Monate, d. h. max. € 1.500,-. Im Übrigen gilt die Richtlinie für den Härtefallfonds des Bundes analog. Fixkosten: Unterstützt wird das antragstellende Unternehmen bei der Deckung seiner Fixkosten, wenn aufgrund von Einmaleffekten bzw. strukturellen Veränderungen (z. B. vorrübergehende Stilllegung des Betriebes, Ausbau von Filialen etc.) in 2019 kein Nachweis eines ausreichend hohen Umsatzausfalls durch einen Vergleich der Umsätze 2020 mit den Umsätzen des Vergleichszeitraums in 2019 gem. der Richtlinie für den Fixkostenzuschuss des Corona Hilfsfonds dargestellt werden kann. In diesen Fällen kann der Umsatzausfall, der mindestens 40 % betragen muss, durch einen Vergleich mit einem alternativen Zeitraum oder durch eine um Einmaleffekte bereinigte Umsatzdarstellung erfolgen. Die entsprechende Berechnung hat durch eine/einen SteuerberaterIn, Wirtschaftsprüferin oder BilanzbuchhalterIn zu erfolgen. Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt und beträgt 25 % der Fixkosten für den gewählten max. dreimonatigen Betrachtungszeitraum bei einem Umsatzausfall von 40–60 %, 50 % bei einem Umsatzausfall von 60–80 % und 75% bei einem Umsatzausfall von 80–100 %. Die Förderung ist bei Kleinst- und Kleinunternehmen mit max. € 15.000,-, bei Mittelunternehmen mit max. € 50.000,- beschränkt. Für eine Beantragung muss der Fixkostenzuschuss insgesamt mindestens € 500,- betragen. Im Übrigen gilt die Fixkostenzuschussrichtlinie des Bundes analog. Die Auszahlung der Förderung erfolgt nach Förderungszusage und Vorlage des unterfertigten Förderungsvertrages in Form einer Einmalzahlung.
Einarbeitungsbeihilfe (Förderung von gewerbl. Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen)
Österreich
Sollte nach einer absolvierten Ausbildung gemäß § 4 der Leistungsordnung des Sozial- und Weiterbildungsfonds (Fachkräfteausbildung) im Einvernehmen zwischen dem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen und dem Beschäftiger ein Mangel an Berufserfahrung und somit eine notwendige Einarbeitungszeit festgestellt werden, wonach das Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen für die Arbeitskraft zwar den Fachkräfte-Lohn/Gehalt zu zahlen hat, jedoch diesen nicht in vollem Umfang verrechnen kann, so wird dem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen vom SWF für diese Arbeitskraft eine Einarbeitungsbeihilfe gewährt. Die Höhe der Beihilfe richtet sich nach der betraglichen Differenz zwischen dem Bruttostundenlohn/-monatsgehalt der Fachkraft und der unmittelbar darunter liegenden Verwendungsgruppe des zur Anwendung kommenden Kollektivvertrages. Dieser Bruttostundenlohn/-monatsgehalt-Differenzbetrag wird auf 154 % erhöht, wodurch auch die Lohn-/Gehaltsnebenkosten (Bruttolohn/-gehalt samt schnittfähiger Zulagen und anteiliger Sonderzahlungen) abgegolten werden. Lohn-/Gehaltskosten werden, wie unter § 3 (Allgemeine Bildungsmaßnahmen) bis zur Höhe der gemäß § 45 ASVG festgelegten Höchstbeitragsgrundlage berücksichtigt. Die Einarbeitungsbeihilfe kann für maximal drei Monate gewährt werden, unter der Voraussetzung, dass sich die Zeitarbeitskraft ab dem letzten Tag der Beihilfengewährung noch mindestens ein Monat (Behaltemonat) lang in einem aufrechten Arbeitsverhältnis befunden hat.
Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung der Armut und jeglicher Diskriminierung
Oberösterreich
Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Finanzinstrument der Europäischen Union (EU) für Sozialpolitik und Investitionen in Menschen. Der ESF fördert Maßnahmen zur Vermeidung und Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, zur Erweiterung des Ausbildungsangebots und für eine verbesserte Funktionsweise des Arbeitsmarktes. Er zielt darauf ab, die Beschäftigungs- und Bildungschancen in der EU sowie den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der Europäischen Union zu verbessern. Gefördert werden Maßnahmen zur aktiven Inklusion und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit sowie Maßnahmen für am Arbeitsmarkt benachteiligte und/oder ausgeschlossene Personen. Dabei werden Projekte durch Calls bzw. nach dem Bundesvergabegesetz ausgeschrieben. Förderbar in Oberösterreich sind Maßnahmen der Investitionspriorität 2 des operationellen Programms, wie beispielsweise: Stabilisierung marginalisierter Gruppen durch Beratung, Betreuung, Qualifizierung und Beschäftigung Zielgruppenangepasste Beschäftigungsprojekte Angebote für ausgegrenzte Jugendliche und junge Erwachsene Sensibilisierung und Unterstützung formal gering qualifizierter Erwerbstätiger bei berufsbezogener Weiterbildung Gem. Sonderrichtlinie des BMASGK kommen als Förderungswerber Einzelunternehmen, Personengesellschaften, juristische Personen des privaten und des öffentlichen Rechts (ausgenommen Bund und Länder) in Betracht.
Innovationsförderung
Tirol
Im Rahmen der Innovationsförderung werden Initiativprojekte, Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte (einzelbetrieblich oder in kooperativer Form) sowie Begleitmaßnahmen zur Förderung betrieblichen Innovationsmanagements (InnovationsassistenIn) unterstützt. Im Rahmen eines Initiativprojektes werden Kosten gefördert, welche im Zusammenhang mit der Sondierung der technischen Machbarkeit sowie des wirtschaftlichen Potentials von Produkt-, Verfahrens- und Dienstleistungsentwicklung stehen sowie die Entwicklung und Anbahnung von konkreten Innovations- und Technologieprojekten zum Ziel haben. Im Rahmen des Förderschwerpunktes Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte werden Projekte gefördert, welche zur Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen, zur wesentlichen Verbesserung bestehender Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen, zur Anwendung neuer Technologien durch Technologietransfer sowie in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen im Zuge von Machbarkeitsstudien zum Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten für Ideen in wirtschaftlicher und technischer Hinsicht führen. Beim Programm InnovationsassistentIn werden Personal- und Qualifizierungskosten eines/einer neu einzustellenden InnovationsassistentenIn gefördert. Als InnovationsassistentIn können Universitäts- und Fachhochschulabsolventen beschäftigt werden. Hierbei wird eine maximale Berufspraxis von zwei Jahren nach Abschluss des Studiums als Toleranzgrenze anerkannt. In begründeten Fällen können auch AbsolventenInnen einer berufsbildenden höheren Schule als InnovationsassistentIn beschäftigt werden, wobei eine Berufspraxis von max. drei Jahren toleriert wird. Im Rahmen dieser Förderung können Zusatzprämien für die Umsetzung von gendersensiblen Maßnahmen (max. 5 % der Förderbemessungsgrundlage) und den Einsatz von Arbeitnehmerinnen (max. 5 % der Förderbemessungsgrundlage) für die Schwerpunkte Initiativprojekte und Forschungs- Entwicklungs- und Innovationsprojekte gewährt werden.
KWF-Richtlinie "Unternehmenserhaltende Maßnahmen"
Kärnten
Förderbare Projekte Unterstützt werden Sanierungs- und Restrukturierungsprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen, die es dem Unternehmen ermöglichen, organisatorische, wirtschaftliche, finanzielle und bilanzielle Schwächen zu beheben, um wieder langfristig rentabel wirtschaften zu können und ihre Wettbewerbsfähigkeit wieder zu erlangen. Leistungsempfänger können physische oder juristische Personen sein. Neu gegründete Unternehmen können in den ersten drei Jahren nach Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit nicht unterstützt werden. Maßnahmen können eingeleitet werden, wenn das zu fördernde Unternehmen mindestens 15 Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Ganzjahresvollzeitäquivalent) beschäftigt. In den Gemeinden Klagenfurt Stadt und Villach Stadt müssen mindestens 25 Mitarbeiter auf Vollzeitbasis beschäftigt werden (Ganzjahresvollzeitäquivalent). Bei eindeutigen Alleinstellungsmerkmalen am relevanten Markt kann die Mitarbeitergrenze unterschritten werden, jedoch müssen mindestens 10 Mitarbeiter in jedem Fall beschäftigt sein. Als Alleinstellungsmerkmal gilt beispielsweise eine überdurchschnittlich hohe direkte bzw. indirekte Exportquote (> 50%), der Einsatz von technologisch interessanten Fertigungsverfahren, die Herstellung von Produkten oder Leistungen für eindeutig definierte Nischenmärkte mit positiver Marktentwicklung, der Einsatz von Know-how, welches sich maßgeblich von relevanten Konkurrenzunternehmen unterscheidet u.ä. Ausnahmeregelungen bei Unterschreitung von Mindestgrenzen: Ist ein kleines Unternehmen gemäß KMU-Definition, welches die angeführten Untergrenzen (Anzahl der Mitarbeiter bzw. Umsatz) nicht erfüllt, aufgrund von besonderen wirtschaftlichen Ereignissen als Unternehmen in Schwierigkeiten einzustufen, kann eine Restrukturierungsbeihilfe trotzdem gewährt werden. Als besondere wirtschaftliche Ereignisse gelten insbesondere: • unerwartbare und unverschuldete Einnahmenausfälle bezogen auf die Betriebsleistung des Unternehmens (beispielsweise durch die Insolvenz eines Kunden bzw. Auftraggebers) oder mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen und sonstigen wichtigen Einsatzfaktoren für die Betriebsleistung (beispielsweise durch die Insolvenz eines wichtigen Lieferanten) • besondere familiäre Notlagen • regionale Ereignisse (beispielsweise Naturkatastrophen)
KWF-Richtlinie "Unternehmenserhaltende Maßnahmen" für den Bereich Tourismus
Kärnten
Förderbare Projekte Unterstützt werden Sanierungs- und Restrukturierungsprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen, die es dem Unternehmen ermöglichen, organisatorische, wirtschaftliche, finanzielle und bilanzielle Schwächen zu beheben, um wieder langfristig rentabel wirtschaften zu können und ihre Wettbewerbsfähigkeit wieder zu erlangen. Leistungsempfänger können physische oder juristische Personen sein. Neu gegründete Unternehmen können in den ersten drei Jahren nach Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit nicht unterstützt werden. Mindestvoraussetzungen: Maßnahmen können eingeleitet werden, wenn das zu fördernde Unternehmen einen Jahresumsatz von mindestens EUR 360.000,– erreicht. Wenn der Umsatz der letzten 2 Jahre zwischen EUR 220.000,– und EUR 360.000,– liegt und es sich um einen Leitbetrieb (mindestens 3-Stern-Betrieb bzw. qualitativ hochwertiger Gastronomiebetrieb) handelt, ist in einer touristisch schwach entwickelten Gemeinde die Gewährung einer Förderung ebenfalls möglich. Ausnahmeregelungen bei Unterschreitung von Mindestgrenzen: Ist ein kleines Unternehmen gemäß KMU-Definition, welches die angeführten Umsatzgrenzen nicht erfüllt, aufgrund von besonderen wirtschaftlichen Ereignissen als Unternehmen in Schwierigkeiten einzustufen, kann eine Restrukturierungsbeihilfe trotzdem gewährt werden. Als besondere wirtschaftliche Ereignisse gelten insbesondere: • unerwartbare und unverschuldete Einnahmenausfälle bezogen auf die Betriebsleistung des Unternehmens (beispielsweise durch die Insolvenz eines Kunden bzw. Auftraggebers) oder mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen und sonstigen wichtigen Einsatzfaktoren für die Betriebsleistung (beispielsweise durch die Insolvenz eines wichtigen Lieferanten) • besondere familiäre Notlagen • regionale Ereignisse (beispielsweise Naturkatastrophen)
Outplacementstiftung
Österreich
Förderung von Dienstleistungen im Rahmen von Outplacementstiftungen. Die Maßnahmen der Arbeitsstiftung sind ein sozialpartnerschaftliches Instrument, die infolge des Strukturwandels notwendige Anpassungsprozesse arbeitsmarktpolitisch unterstützen. Das Arbeitsmarktservice kann über die Option einer Arbeitsstiftung als Instrument für einen sozialverträglichen Personalabbau bzw. als Instrument zur Behebung des Fachkräftemangels informieren (und allenfalls unter bestimmten Bedingungen beschränkt fördern). Ob Maßnahmen der Arbeitsstiftung bereitgestellt werden oder nicht, hängt von der Initiative und Finanzierung der betroffenen Unternehmen und von der Mitwirkung der überbetrieblichen bzw. betrieblichen Sozialpartner ab. Die Mitfinanzierung des Arbeitsmarktservice ist grundsätzlich auf die Gewährung von finanziellen Leistungen an die TeilnehmerInnen beschränkt (Leistungsfortbezug mit DLU-Mindestsicherung oder DLU-Beihilfe; allenfalls Beihilfe für Kursnebenkosten und für Kinderbetreuung). Die Kosten für die Errichtung und für den laufenden Betrieb der Stiftungseinrichtung (Stiftungsmanagement) sowie die Maßnahmenkosten für die TeilnehmerInnen (einschließlich der notwendigen Zuwendung zur Abdeckung schulungsbedingter Mehraufwendungen) sind grundsätzlich von den Unternehmen, durch Beteiligungen anderer Stellen oder aus sonstigen Beiträgen zu finanzieren. Ist der Stiftungseinrichtung – trotz ernstlicher Bemühungen – die Ausfinanzierung des Stiftungsprojektes nicht möglich, kann das Arbeitsmarktservice in beschränktem Ausmaß eine Projektförderung gewähren.
Überbrückungsgeld (Förderung von gewerbl. Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen)
Österreich
Während überlassungsfreier Zeiten (Stehzeiten) fördert der SWF gegenüber dem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen während der ersten fünf Arbeitstage 130 % und vom sechsten bis zum zehnten Arbeitstag 120 % des dafür aufgewendeten Bruttolohns/-gehalts bis zur Höhe der gemäß § 45 ASVG festgelegten Höchstbeitragsgrundlage (Bruttolohn/-gehalt samt schnittfähiger Zulagen und anteiliger Sonderzahlungen). Zeiten, in denen die Arbeitskraft Entgeltfortzahlung erhält (z.B. Urlaub, Krankenstand) oder Zeitausgleich konsumiert, werden nicht gefördert. Voraussetzung für diese Förderung ist es, dass das Arbeitsverhältnis der Zeitarbeitskraft vor Beginn der Stehzeit zumindest ein Monat (Beschäftigungsmonat) und nach Beendigung der Stehzeit zumindest ein weiteres Monat (Behaltemonat) unaufgelöst aufrecht war. Wurde der beantragte „Stehzeitenblock" durch eine kurze Überlassung von nicht mehr als einem Arbeitstag unterbrochen, so ist dies für eine Förderung unschädlich. Das Überbrückungsgeld gebührt auch in jenen Fällen, in denen das Arbeitsverhältnis vor Ablauf des Behaltemonats durch berechtigte Entlassung, unberechtigten vorzeitigen Austritt oder Arbeitnehmerkündigung beendet wird. Für einen neuerlichen Antrag auf Überbrückungsgeld darf sich der vorhergehende Behaltemonat nicht mit dem Beschäftigungsmonat vor einer neuerlichen Stehzeit überlappen. Das Überbrückungsgeld kann vom Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen pro Zeitarbeitskraft mehrmals pro Kalenderjahr beantragt werden.