Inhalt

Wohnen

Leistungsgegenstand

Die Förderungen

  • Wohnen in einer Wohnung oder Wohngemeinschaft, mit der je nach Eigenart der Beeinträchtigung erforderlichen Betreuung und Hilfe
  • Wohnen in einem Wohnheim mit der je nach Eigenart der Beeinträchtigung erforderlichen Betreuung und Hilfe
  • das Kurzzeitwohnen
  • das Übergangswohnen (als Sonderform)

sollen Menschen mit Beeinträchtigungen jeden Alters, die in ihrem bisherigen Umfeld vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr leben können oder wollen und Unterstützung benötigen eine Wohn- und Betreuungsmöglichkeit bieten.

  • Spezielle Wohnangebote für Menschen mit Suchterkrankungen ab dem Erreichen der Volljährigkeit als:
    • Vollbetreute Nachsorge (§ 12 Abs.2 Ziff.2 Oö. Chancengleichheitsgesetz idgF) als unbefristetes Wohnangebot (Aufgrund der schwerwiegenden und zum Teil bereits chronifizierten Krankheitsbilder). Dieses Angebot entspricht der Leistungsform: Wohnen (vollbetreut) in einem Wohnheim.
    • Teilbetreute Nachsorge (§ 12 Abs.2 Ziff.1 Oö. Chancengleichheitsgesetz idgF) als un-/befristetes Wohnangebot mit verpflichtender Beschäftigung (im Rahmen des Wohnkonzepts) für Personen, die Motivation zur Abstinenz aufweisen. Dieses Angebot entspricht der Leistungsform Wohnen (teilbetreut) in Wohnungen oder Wohngemeinschaften.

Förderempfänger sind die Trägerorganisationen, die Sachleistungen im Bereich Wohnen für beeinträchtigte Personen erbringen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den weiterführenden Informationen zu den Voraussetzungen bzw. den Links zu externen Informationsseiten.

Leistungsgeber

  • Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Soziales

Zuständigkeit

Für die Geldleistung an die Träger (=Erbringer der Sachleistung) ist das Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Soziales zuständig.

 

Für die Sachleistungsbezieher sind die örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaften und Magistrate zuständig.

Der Antrag der Sachleistungsbezieher kann bei der Oö. Landesregierung, der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat), der Gemeinde, der Sozialberatungsstelle, in deren Bereich sich die antragstellende Person aufhält, oder bei der Einrichtung, in der oder durch die die anspruchsberechtigte Person Leistungen nach diesem Landesgesetz in Anspruch nimmt oder nehmen will, eingebracht werden. (§ 21 Oö. ChG 2008 idgF)

Voraussetzungen

Voraussetzungen für Trägerorganisationen:

Die Leistungsempfänger (Träger=Erbringer der Sachleistung) müssen mit Bescheid gemäß § 27 Oö Chancengleichheitsgesetz idgF anerkannt werden bzw. sind anzeigepflichtige Sachverhalte gemäß § 28 Oö Chancengleichheitsgesetz idgF mit Bescheid zu untersagen.
Gemäß § 30 Oö Chancengleichheitsgesetz idgF ist ein Leistungsvertrag zu errichten. Inhalt dieses Vertrages sind auch die geltenden Rahmenrichtlinien.

Voraussetzungen für die Empfänger der Sachleistung:

a) Antragstellung bei zuständiger Bezirksverwaltungsbehörde

b) Es muss sich um Menschen mit Beeinträchtigungen gemäß § 2 des Oberösterreichischen Chancengleichheitsgesetztes handeln

c) Leistungen nach diesem Landesgesetz können nur an Menschen mit Beeinträchtigungen erbracht werden,

(1)

    • die UnionsbürgerInnen sind sowie deren Familienangehörige, oder
    • die Staatsangehörige eines Staates sind, dessen Angehörigen Österreich dieselben Rechte zu gewähren hat wie Staatsangehörigen Österreichs, oder
    • die über einen Daueraufenthaltstitel verfügen,

(2)

    • die ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich haben oder sich dauernd in Oberösterreich aufhalten und

(3)

    • die nicht auf Grund anderer Rechtsvorschriften - ausgenommen nach dem Oö. Sozialhilfegesetz 1998 und dem Oö Mindestsicherungsgesetz - Leistungen erhalten oder einen Anspruch auf Leistungen geltend machen können, die mit den im § 3 Abs. 1 Oö. Chancengleichheitsgesetz genannten Leistungen vergleichbar sind.
Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen:

Benötigte Unterlagen

Folgende Unterlagen sind für Antragsteller (=Empfänger der Sachleistung) in Kopie anzuschließen:

1. Nachweis über rechtmäßigen Daueraufenthalt

2. Nachweis der Beeinträchtigung (ärztliches Attest)

3. Einkommensnachweise (z.B. Lohnbestätigung der letzten drei Monate, AMS-Bestätigung, Einkommenssteuerbescheid, Pensionsmitteilung, Rentennachweis, Unfallrente, Nachweis über Unterhaltsanspruch, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Krankengeld, Abfertigung, Mieteinnahmen, Pflegegeldbezüge, Wohnbeihilfe [Bezug oder Antragstellung])

4. Vermögensnachweise (Kontoauszüge der letzten 6 Monate, Sparbücher, Bausparvertrag, Lebensversicherung, Wertpapierdepot usw. .....)

Im Rahmen der Mitwirkungspflicht sind diese Unterlagen vorzulegen

Formulare

Antragsformular für Menschen mit Beeinträchtigungen siehe Link

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/ooe/hs.xsl/18374_DEU_HTML.htm

Rechtsgrundlage
§§ 12, 17, 27, 28 und 30 Oö. Chancengleichheitsgesetz 2008 idgF. § 10 Oö. ChG-Hauptleistungsverordnung idgF.
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Die Sachleistungsempfänger und sonstige beitrags- und kostenersatzpflichtige Personen haben gem. § 20 Oö Chancengleichheitsgesetz 2008 idgF in Verbindung mit der Oö Chancengleichheitsgesetz Beitrags- und Richtsatzverordnung Beiträge sowie gemäß §§ 39 bis 45 Oö Chancengleichheitsgesetz 2008 idgF Kostenersatz zu den Sachleistung zu zahlen.

Leistungskontrolle

Kontrolle und Qualitätssicherung gem. § 29 Oö Chancengleichheitsgesetz idgF in wirtschaftlicher und fachlicher Hinsicht.
Die Kontrolle der Landesregierung ist unter Einbindung der Interessenvertretung dahingehend auszuüben, dass
1. die Einrichtungen nach ihrer Führung und Ausstattung den Erfordernissen einer fachgerechten Leistungserbringung entsprechen
2. die Entgelte sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig verwendet werden.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Hinweis
Leistung richtet sich an Organisationen, kann jedoch auch für Privatpersonen oder Unternehmen wichtige Informationen enthalten.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1023126

Bewerten Sie diese Leistung/Förderung