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Leistungsangebote/Förderungen zum Thema Leistungen aus der Unfallversicherung

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Abfertigung einer Witwenrente oder Witwerrente aus der Unfallversicherung

Bei Wiederverheiratung erlischt die Witwen- bzw. Witwerrente. Dafür gebührt eine Abfertigung in der Höhe des 35-fachen Monatsbetrages der Rente.

Wird die neue Ehe durch den Tod der Ehegattin bzw. des Ehegatten, durch Scheidung oder durch Aufhebung aufgelöst, lebt der Anspruch auf die Witwen- bzw. Witwerrente auf Antrag wieder auf, wenn

  • die Ehe nicht aus dem alleinigen oder überwiegenden Verschulden der Witwe bzw. des Witwers aufgelöst worden ist oder
  • bei Nichtigerklärung der Ehe die Witwe bzw. der Witwer als schuldlos anzusehen ist.

Hinweis: Aufgrund der Abfertigung lebt der Anspruch auf Witwen bzw. Witwerrente allerdings frühestens nach zweieinhalb Jahren nach dem seinerzeitigen Erlöschen wieder auf.

Leistungsgeber:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Abfindung von Renten aus der Unfallversicherung

  • Versehrtenrenten können mit Zustimmung des/der Versehrten durch einen einmaligen Kapitalbetrag abgefunden werden.
  • Die Berechnung der Abfindung hat nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zu erfolgen.
  • Bei Renten bis zu 25 % MdE (Minderung der Erwerbsfähigkeit) erfolgt die Abfindung der Rente zur Gänze. Versehrtenrenten mit einer höheren MdE können zur Gänze oder auch nur teilweise abgefunden werden.
  • Die zweckmäßige Verwendung des Abfindungsbetrages muss gesichert sein.
  • Für bäuerliche Betriebsrenten gilt die Sonderregelung, dass sie nur mit der Hälfte des Kapitalwerts der Rente abgefunden werden dürfen, während die halbe Betriebsrente bis zum Pensionsanfall oder der Betriebsaufgabe weitergewährt wird.
Leistungsgeber:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Auszahlung an bezugs- bzw. fortsetzungsberechtigte Personen aus der Unfallversicherung

Ist zum Zeitpunkt des Todes des Anspruchsberechtigten eine fällige Geldleistung (Erstattung von Kosten an Stelle von Sachleistungen) noch nicht ausgezahlt, so erfolgt die Auszahlung an die Familienangehörigen.

Leistungsgeber:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Eltern- und Geschwisterrente aus der Unfallversicherung

Bedürftige Eltern oder Großeltern sowie unversorgte Geschwister von Versicherten, deren Tod durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit verursacht wurde, haben Anspruch auf Eltern-, Großeltern- bzw. Geschwisterrente von jährlich maximal 20 % der Bemessungsgrundlage, wenn ihr Lebensunterhalt überwiegend von der bzw. von dem Versicherten bestritten wurde.

Leistungsgeber:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Familiengeld aus der Unfallversicherung bei Anstaltspflege

  • Während einer längeren Unfallheilbehandlung sollen die Patienten finanziell abgesichert sein. Patienten mit Angehörigen erhalten Familiengeld.
  • Bei Anstaltspflege wegen der Folgen eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit gebührt den Versehrten Familiengeld für ihre anspruchsberechtigten Angehörigen. Das Familiengeld kann unmittelbar den Angehörigen ausgezahlt werden.
  • Das tägliche Familiengeld beträgt den angegebenen Prozentsatz eines Zwölftels der jährlichen Bemessungsgrundlage:

-  für einen Angehörigen 1,6 %
-  für jeden weiteren Angehörigen 0,4 %
-  höchstens jedoch 2,8 %

Hinweis: Besteht wegen Fehlens von in Betracht kommenden Familienangehörigen kein Anspruch auf Familiengeld, so gebührt Taggeld in der Höhe von 1 v. H. eines Zwölftels der Bemessungsgrundlage.
Kindergartenkinder, Schülerinnen bzw. Schüler und Studenten haben keinen Anspruch auf Familiengeld.

Leistungsgeber:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Gesamtvergütung aus der Unfallversicherung

  • Spätestens mit Ablauf von zwei Jahren nach Eintritt des Versicherungsfalles ist die Versehrtenrente als Dauerrente festzustellen.
  • Ist zu erwarten, dass nur eine vorläufige Versehrtenrente zu gewähren ist, so kann der Träger der Unfallversicherung den/die Versehrte/n durch eine Gesamtvergütung in der Höhe des voraussichtlichen Rentenaufwandes abfinden.
  • Besteht zum Zeitpunkt der Aufgabe eines bäuerlichen Betriebes oder des Anfalles einer Pension aus dem Versicherungsfall des Alters oder einer Pension aus dem Versicherungsfall der Erwerbsunfähigkeit nach dem BSVG ein Anspruch auf eine vorläufige Betriebsrente und ist auf Grund der Entwicklung der Unfallfolgen die Zuerkennung einer Dauerrente nicht zu erwarten, so ist die Betriebsrente entsprechend ihres zum Zeitpunkt des Pensionsanfalles bzw. der Betriebsaufgabe gegebenen Ausmaßes und entsprechend der voraussichtlichen weiteren Bezugsdauer mit einer Einmalzahlung abzufinden.
Leistungsgeber:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Integritätsabgeltung aus der Unfallversicherung

  • Wurde der Arbeitsunfall oder die Berufskrankheit durch die grob fahrlässige Außerachtlassung von Arbeitnehmerschutzvorschriften verursacht und hat der/die Versicherte dadurch eine erhebliche und dauernde Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität erlitten, so gebührt, wenn wegen der Folgen dieses Arbeitsunfalls oder dieser Berufskrankheit auch ein Anspruch auf Versehrtenrente bzw. in der bäuerlichen Unfallversicherung auf Betriebsrente besteht, eine angemessene Integritätsabgeltung.
  • Die Integritätsabgeltung wird als einmalige Leistung gewährt. Sie ist entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abzustufen.
Leistungsgeber:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Kleidermehrverschleißpauschale aus der Unfallversicherung

  • Allen Prothesenträger/inne/n bzw. Benützer/inne/n von Selbstfahrern bzw. Träger/inne/n von Stützmiedern war in der Vergangenheit nach den Richtlinien der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt über die Gewährung von Körperersatzstücken, orthopädischen Behelfen und anderen Hilfsmitteln eine jährliche Kleidermehrverschleißpauschale, entsprechend zu den zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Sätzen, zu gewähren.
  • Wurde eine Kleidermehrverschleißpauschale vor dem 31.12.1988 zugesprochen, war diese Leistung (in der bisher geltenden Höhe) zu belassen.
  • Bei der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter versicherte Prothesenträger/innen, Querschnittgelähmte mit Inkontinenz der Blase und des Darmes, Benützer/innen von Selbstfahrern und Träger/innen von Stützmiedern erhalten nach Maßgabe der Richtlinien der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter zur Durchführung der Rehabilitation eine jährliche Kleidermehrverschleißpauschale, entsprechend den zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Sätzen.
Leistungsgeber:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Kostenersatz bei Vorladung durch einen Unfallversicherungsträger

Ersatz der notwendigen Barauslagen und des nachgewiesenen Verdienstentgangs bei Vorladung eines Versicherungsträgers zur Vernehmung oder ärztlichen Untersuchung.

Leistungsgeber:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Lohnkostenzuschuss für Dienstgeber aus der Unfallversicherung

Als berufliche Maßnahme der Rehabilitation (Hilfe zur Erlangung einer Arbeitsstelle) kann der Unfallversicherungsträger dem/der Dienstgeber/in eines/einer Versehrten, der/die eine Arbeitsstelle angenommen hat, in der er/sie seine/ihre volle Leistungsfähigkeit erst nach Erlangung der erforderlichen Fertigkeit erreichen kann, für die Übergangszeit, längstens aber für vier Jahre, wenn er/sie dem/der Versehrten das betriebsübliche Entgelt zahlt, einen Zuschuss gewähren.

Leistungsgeber:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt
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