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Leistungsangebote/Förderungen zum Thema Leistungen aus der Krankenversicherung

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Auszahlung an bezugs- bzw. fortsetzungsberechtigte Personen aus der Krankenversicherung

Ist zum Zeitpunkt des Todes des Anspruchsberechtigten eine fällige Geldleistung (Erstattung von Kosten an Stelle von Sachleistungen) noch nicht ausgezahlt, so erfolgt die Auszahlung an die Familienangehörigen.

Leistungsgeber:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Kleidermehrverschleißpauschale aus der Krankenversicherung

Prothesenträger/innen, Querschnittgelähmte mit Inkontinenz der Blase und des Darmes, Benützer/innen von Selbstfahrern und Träger/innen von Stützmiedern erhalten nach Maßgabe der Richtlinien der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter zur Durchführung der Rehabilitation eine jährliche Kleidermehrverschleißpauschale, entsprechend den zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Sätzen.

Leistungsgeber:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Kostenersatz bei Vorladung durch einen Krankenversicherungsträger

Ersatz der notwendigen Barauslagen und des nachgewiesenen Verdienstentgangs bei Vorladung eines Versicherungsträgers zur Vernehmung oder ärztlichen Untersuchung.

Leistungsgeber:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Krankengeld

  • Krankengeld ist eine Geldleistung für den Versicherungsfall der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit. Es ist zwischen unselbständig Erwerbstätigen und Selbständigen zu unterscheiden:
    • Bei den unselbständig Erwerbstätigen haben grundsätzlich nur die pflichtversicherten Dienstnehmer/innen einen Anspruch auf Krankengeld. Anspruch auf Krankengeld besteht ab dem vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit. Die Höchstdauer des Krankengeldanspruchs beträgt zumindest 26 Wochen, bei entsprechenden Vorversicherungszeiten maximal 52 Wochen. Durch die Satzung des Versicherungsträgers kann die Höchstdauer des Krankengeldanspruches bis auf 78 Wochen erhöht werden. Die Grundleistung des Krankengelds beträgt 50 % der Bemessungsgrundlage (bisheriger Bruttoverdienst bis zur Höchstbeitragsgrundlage). Ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit erhöht sich das Krankengeld auf 60 % der Bemessungsgrundlage. Bei unterhaltsberechtigten Familienangehörigen kann die Satzung Erhöhungsbeträge vorsehen, wobei das Gesamtausmaß des erhöhten Krankengeldes 75 % der Bemessungsgrundlage nicht übersteigen darf. Solange der/die Versicherte einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung des Dienstgebers hat, ruht der Krankengeldanspruch im Ausmaß dieser Entgeltfortzahlung.
    • Selbständig Erwerbstätige können durch eine freiwillige Zusatzversicherung einen Krankengeldanspruch erlangen. Dazu ist ein Antrag zu stellen und die jeweilige Beitragsleistung zu erbringen. Der Beitrag für diese Zusatzversicherung wird durch die Satzung in einem bestimmten Prozentsatz der Beitragsgrundlage festgelegt (derzeit 2,5 %). Die Höhe des Krankengeldes wird durch die Satzung festgesetzt und darf 80 % der vorläufigen Beitragsgrundlage nicht überschreiten (derzeit mit 60 % der Beitragsgrundlage festgelegt). Die Höchstdauer des Krankengeldbezugs beträgt 26 Wochen. Eine Verlängerung auf 52 Wochen durch die Satzung ist möglich.
  • In der Krankenversicherung der Bauern gibt es keinen Krankengeldanspruch. Hier kann allerdings im Krankheitsfall als Sachleistung eine Betriebshilfe beigestellt werden.
Leistungsgeber:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Rehabilitationsgeld

  • Personen, für die auf deren Antrag vom Pensionsversicherungsträger vorübergehende Invalidität (Berufsunfähigkeit) festgestellt wurde, haben für die Dauer dieser Invalidität (Berufsunfähigkeit) Anspruch auf Rehabilitationsgeld.
  • Das Rehabilitationsgeld gebührt im Ausmaß des Krankengeldes, das aus der letzten Erwerbstätigkeit gebührt hätte. 
  • Jedenfalls gebührt das Rehabilitationsgeld aber in Höhe des Ausgleichszulagenrichtsatzes für Alleinstehende, wobei dieser Mindestanspruch nur dann gewährt wird, wenn und solange der/die Bezieher/in den rechtmäßigen, gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat.
  • Die Zuerkennung sowie die Entziehung des Rehabilitationsgeldes erfolgt durch Bescheid des Pensionsversicherungsträgers. Die Auszahlung des Rehabilitationsgeldes obliegt dem Krankenversicherungsträger, der auch das Case Management für die Bezieher/innen durchführt.
  • Die Kosten für das Rehabilitationsgeld werden den auszahlenden Krankenversicherungsträgern von den Pensionsversicherungsträgern ersetzt.
Leistungsgeber:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Unterstützungsfonds der Krankenversicherungsträger

  • Die Krankenversicherungsträger können einen Unterstützungsfonds anlegen.
  • Die Mittel des Unterstützungsfonds können in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen, insbesondere unter Berücksichtigung der Familien-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse des/der zu Unterstützenden, für Unterstützungen als freiwillige Leistungen nach Maßgabe der hiefür vom Vorstand zu erlassenden Richtlinien verwendet werden.
  • Auf eine solche Leistung besteht kein Rechtsanspruch.
Leistungsgeber:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Unterstützungsleistung für Gewerbetreibende bei lang andauernder Krankheit

  • Selbständig Erwerbstätige, bei denen die Aufrechterhaltung ihres Betriebes von ihrer persönlichen Arbeitsleistung abhängt und die in ihrem Unternehmen regelmäßig entweder keinen oder weniger als 25 Dienstnehmer/innen beschäftigen, haben einen Anspruch auf Unterstützungsleistung bei lang andauernder Krankheit.
  • Anspruch auf diese Leistung besteht ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit – rückwirkend ab dem vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit ‑ bis zu einer Höchstdauer von 20 Wochen für ein und dieselbe Krankheit.
  • Die Unterstützungsleistung gebührt im Ausmaß eines täglichen Fixbetrags, der jährlich valorisiert wird.
Leistungsgeber:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Wiedereingliederungsgeld

  • Personen, die nach längerem Krankenstand ihre Arbeit wieder antreten, können mit ihrem Dienstgeber eine Herabsetzung der Arbeitszeit um mindestens 25 % und höchstens 50 % vereinbaren.
  • Diese Herabsetzung der Arbeitszeit kann für die Dauer von mindestens einem Monat bis zu sechs Monaten vereinbart werden; eine einmalige Verlängerung der Herabsetzung um bis zu drei Monate ist möglich.
  • Als Ausgleich für das entsprechend der herabgesetzten Arbeitszeit verminderte Arbeitsentgelt leistet der Krankenversicherungsträger ein Wiedereingliederungsgeld.
  • Das Wiedereingliederungsgeld bemisst sich nach der Höhe des Krankengeldes und zwar in Höhe jenes Prozentsatzes, um den die Arbeitszeit jeweils aliquot herabgesetzt ist (also bei Herabsetzung der Arbeitszeit um 50 % mit 50 % des Krankengeldes, bei Herabsetzung der Arbeitszeit um 25 % mit 25 % des Krankengeldes).
  • Die maximale Dauer des Bezugs von Wiedereingliederungsgeld beträgt neun Monate.
Leistungsgeber:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

Wochengeld aus der Krankenversicherung

  • Weiblichen Versicherten gebührt grundsätzlich für die letzten acht Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung, für den Tag der Entbindung und für die ersten acht Wochen - nach Frühgeburten, Mehrlingsgeburten oder Kaiserschnittentbindungen durch zwölf Wochen - nach der Entbindung ein tägliches Wochengeld.
  • Darüber hinaus gebührt das Wochengeld ferner für jenen Zeitraum, während dessen Dienstnehmerinnen und Bezieherinnen einer Leistung nach dem AlVG oder KBGG im Einzelfall aufgrund eines fachärztlichen arbeitsinspektions- oder amtsärztlichen Zeugnisses nachgewiesen wird, dass das Leben oder die Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung oder Aufnahme einer Beschäftigung gefährdet wäre.
  • Das Wochengeld gebührt in der Höhe des auf den Kalendertag entfallenden Teiles des durchschnittlichen in den letzten 13 Wochen (bei Versicherten, deren Arbeitsverdienst nach Kalendermonaten bemessen oder abgerechnet wird, in den letzten drei Kalendermonaten) vor dem Eintritt des Versicherungsfalles der Mutterschaft gebührenden Arbeitsverdienstes, vermindert um die gesetzlichen Abzüge; die auf diesen Zeitraum entfallenden Sonderzahlungen sind zu berücksichtigen.
  • Für Gewerbetreibende und Bäuerinnen gebührt Wochengeld anstelle von Betriebshilfe, wenn diese nicht möglich ist, in Höhe eines täglichen Fixbetrages.
Leistungsgeber:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion II
Gültig bis:
unbegrenzt

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