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Inhalt

Arbeit und fähigkeitsorientierte Aktivität - "Trainingsmaßnahmen"

Leistungsgegenstand

Trainingsmaßnahmen werden angeboten als

  1. Trainingsmaßnahme durch Individualförderung
  2. Trainingsmaßnahme durch Rehabilitation und Integration Sehbehinderter und Späterblindeter
  3. Trainingsmaßnahme durch Individualförderung durch Rehabilitation und Integration Sehbehinderter und Späterblindeter

Ergänzung: Deutsch als Fremdsprache für blinde und hochgradig sehbehinderte Personen mit Migrationshintergrund

Die Förderung:

  • Trainingsmaßnahme "Individualförderung“ ist ein Angebot für Menschen mit Beeinträchtigungen, die einen individuellen Förderbedarf in den Bereichen Bildung-, Lebens- und Berufsalltag haben. Ziel dieser Förderung ist es, dem Menschen in vielfältigen Bereichen (motorische Fähigkeiten, Kulturtechniken, Kommunikationsfähigkeit, usw.) Kompetenzen zu vermitteln.
  •  Trainingsmaßnahmen

-      „Rehabilitation und Integration Sehbehinderter und Späterblindeter (RISS)" ist ein Angebot für vollblinde und hochgradig sehbehinderte Menschen für ein systematisches Training in lebenspraktischen Fertigkeiten, in Orientierung und Mobilität sowie in Kommunikationsfertigkeiten.

-      „Individualförderung durch Rehabilitation und Integration Sehbehinderter und Späterblindeter“ ist ein Angebot für vollblinde und hochgradig sehbehinderte Menschen, die nach Absolvierung der Trainingsmaßnahmen RISS in den Bereichen „Lebenspraktische Fertigkeiten", "Kommunikationsfertigkeiten" oder "Orientierung und Mobilität" einen (ergänzenden) individuellen Förderbedarf/Nachholbedarf oder bestimmte Defizite in einzelnen Bereichen haben.

Ergänzend zu den beiden Trainingsmaßnahmen für vollblinde und hochgradig sehbehinderte Menschen wird „Deutsch als Fremdsprache für blinde und hochgradig sehbehinderte Personen mit Migrationshintergrund“ angeboten. Diese Förderung ist ein Angebot an hochgradig sehbehinderte Personen, mit Unterstützung der entsprechenden Hilfsmittel, auch die schriftliche Kommunikation in deutscher Sprache zu erlernen.

Direkte Leistungen (Jene Leistungen, welche in direkter Interaktion mit den Menschen mit Beeinträchtigungen erbracht werden).

Indirekte Leistungen (Pädagogisch-planerische, organisatorische Leistungen und konzeptionelle Leistungen).

Nähere Informationen zu den direkten und indirekten Leistungen entnehmen Sie bitte den weiterführenden Informationen zu den Voraussetzungen.

Voraussetzungen für die Leistungszuerkennung

Voraussetzungen für Trägerorganisationen:

Die Leistungsempfänger (Träger=Erbringer der Sachleistung) müssen mit Bescheid gemäß § 27 Oö. ChG idgF anerkannt werden bzw. sind anzeigepflichtige Sachverhalte gemäß § 28 Oö. ChG idgF mit Bescheid zu untersagen.
Gemäß § 30 Oö. ChG idgF ist ein Leistungsvertrag zu errichten. Inhalt dieses Vertrages sind auch die geltenden Rahmenrichtlinien.

Voraussetzungen für die Empfänger der Sachleistung:

  1. Antragstellung bei zuständiger Bezirksverwaltungsbehörde
  2. Es muss sich um Menschen mit Beeinträchtigungen gemäß § 2 des Oberösterreichischen Chancengleichheitsgesetztes handeln
  3. Leistungen nach diesem Landesgesetz können nur an Menschen mit Beeinträchtigungen erbracht werden, die

3.1. ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich haben oder sich dauernd in Oberösterreich aufhalten,

3.2. nicht auf Grund anderer Rechtsvorschriften - ausgenommen nach dem Oö. Sozialhilfegesetz 1998 und dem Oö. Mindestsicherungsgesetz - Leistungen erhalten oder einen Anspruch auf Leistungen geltend machen können, die mit den im § 3 Abs. 1 Oö. Chancengleichheitsgesetz genannten Leistungen vergleichbar sind und

3.3.1. UnionsbürgerInnen sind sowie deren Familienangehörige, oder

3.3.2. Staatsangehörige eines Staates sind, dessen Angehörigen Österreich dieselben Rechte zu gewähren hat wie Staatsangehörigen Österreichs, oder

3.3.3. über einen Daueraufenthaltstitel verfügen.

Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen:
Verantwortliche Stelle(n) / Leistungsgeber
  • Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Soziales
Details zum Leistungsangebot
  • Leistungsart: Förderungen/Transferzahlungen
  • Angebot ist abrufbar bis: unbegrenzt
Rechtsgrundlage
§§ 11, 27, 28 und 30 Oö. Chancengleichheitsgesetz 2008 idgF
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Informationen über Zuständigkeiten

Für die Geldleistung an die Träger (=Erbringer der Sachleistung) ist das Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Soziales zuständig.

Für die Sachleistungsbezieher sind die örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaften und Magistrate zuständig.

Der Antrag der Sachleistungsbezieher für Maßnahmen der fähigkeitsorientieren Aktivität kann bei der Oö. Landesregierung, der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat), der Gemeinde, der Sozialberatungsstelle, in deren Bereich sich die antragstellende Person aufhält, oder bei der Einrichtung, in der oder durch die die anspruchsberechtigte Person Leistungen nach diesem Landesgesetz in Anspruch nimmt oder nehmen will, eingebracht werden. (§ 21 Oö. ChG 2008 idgF)

Informationen zu (online) Formularen

Antragsformular für Menschen mit Beeinträchtigungen siehe Link

Informationen über benötigte Unterlagen

Folgende Unterlagen sind für Antragsteller (=Empfänger der Sachleistung) in Kopie anzuschließen:

  1. Nachweis über rechtmäßigen Daueraufenthalt
  2. Nachweis der Beeinträchtigung (ärztliches Attest)
  3. Einkommensnachweise (z.B. Lohnbestätigung der letzten drei Monate, AMS-Bestätigung, Einkommenssteuerbescheid, Pensionsmitteilung, Rentennachweis, Unfallrente, Nachweis über Unterhaltsanspruch, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Krankengeld, Abfertigung, Mieteinnahmen, Pflegegeldbezüge, Wohnbeihilfe [Bezug oder Antragstellung])
  4. Vermögensnachweise (Kontoauszüge der letzten 6 Monate, Sparbücher, Bausparvertrag, Lebensversicherung, Wertpapierdepot usw. ...)
    Im Rahmen der Mitwirkungspflicht sind diese Unterlagen vorzulegen.
Informationen über Kosten und Zahlungen

Die Sachleistungsempfänger und sonstige beitrags- und kostenersatzpflichtige Personen haben gemäß § 20 Oö. ChG 2008 idgF in Verbindung mit der Oö. ChG Beitrags- und Richtsatzverordnung Beiträge sowie gemäß §§ 39 bis 45 Oö. ChG 2008 idgF Kostenersatz zu den Sachleistungen zu zahlen.

Informationen wie die Leistungskontrolle durchgeführt wird

Kontrolle und Qualitätssicherung gemäß § 29 Oö. ChG idgF in wirtschaftlicher und fachlicher Hinsicht.
Die Kontrolle der Landesregierung ist unter Einbindung der Interessenvertretung dahingehend auszuüben, dass
1. die Einrichtungen nach ihrer Führung und Ausstattung den Erfordernissen einer fachgerechten Leistungserbringung entsprechen
2. die Entgelte sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig verwendet werden.

Link zu externen Informationsseiten

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/ooe/hs.xsl/18373_DEU_HTML.htm

Hinweis
Leistung richtet sich an Organisationen, kann jedoch auch für Privatpersonen oder Unternehmen wichtige Informationen enthalten.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1034651

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