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Inhalt

Arbeit und fähigkeitsorientierte Aktivität - "Geschützte Arbeit"

Leistungsgegenstand

Die Förderung „Geschützte Arbeit in Werkstätten und in Betrieben“ soll Menschen mit körperlichen, geistigen, psychischen und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen

1)     die Möglichkeit bieten,

  • eine Erwerbsarbeit im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes - in einer geschützten Werkstätte die einem Arbeitsplatz am allgemeinen Arbeitsmarkt möglichst nahe kommt - auszuüben oder
  • eine Erwerbsarbeit in Form eines geschützten Arbeitsplatzes in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes auszuüben
  • zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung.

2)     durch Überlassung an Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes so weit qualifizieren, dass eine dauerhafte Übernahme in ein Dienstverhältnis gelingt bzw. der Übergang in ein Unternehmen am allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht wird.

 Zu den erbrachten und geförderten Leistungen zählen:

Direkte Leistungen (jene Leistungen, welche in direkter Interaktion mit den Menschen mit Beeinträchtigungen erbracht werden)

  • Arbeitsangebot innerhalb der Geschützten Arbeit und/oder Begleitende Personalüberlassung
  • Arbeitsbegleitende Maßnahmen
  • Individualisierte Personalentwicklung

Indirekte Leistungen (jene Leistungen, welche die Schaffung geeigneter organisa­torischer Rahmenbe­dingungen, die Sicherung der Qualität der inhaltlichen Arbeit und Ausbil­dung durch eine bewusste Planung der Abläufe und Refle­xion, die Sicherstellung des Informationsflusses, die Weiterentwicklung der Konzeption und Qualität der Einrichtung, eine geplante Weiterentwicklung des Aufgaben­bereiches und eine Auseinandersetzung mit inhaltlich-methodischen Aspek­ten zum Inhalt haben)

  • Leistungen im Sinne allgemeiner Betriebsführung
  • Organisatorisch-planerische Leistungen

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den weiterführenden Informationen zu den Voraussetzungen

Voraussetzungen für die Leistungszuerkennung

Voraussetzungen für Trägerorganisationen:

Die Leistungsempfänger (Träger=Erbringer der Sachleistung) müssen mit Bescheid gemäß § 27 Oö. ChG idgF anerkannt werden bzw. sind anzeigepflichtige Sachverhalte gemäß § 28 Oö. ChG idgF mit Bescheid zu untersagen.
Gemäß § 30 Oö. ChG idgF ist ein Leistungsvertrag zu errichten. Inhalt dieses Vertrages sind auch die geltenden Rahmenrichtlinien

Voraussetzungen für die Empfänger der Sachleistung:

  1. Antragstellung bei zuständiger Bezirksverwaltungsbehörde
  2. Es muss sich um Menschen mit Beeinträchtigungen gemäß § 2 des Oberösterreichischen Chancengleichheitsgesetztes handeln
  3. Leistungen nach diesem Landesgesetz können nur an Menschen mit Beeinträchtigungen erbracht werden, die

3.1. ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich haben oder sich dauernd in Oberösterreich aufhalten und

3.2. nicht auf Grund anderer Rechtsvorschriften - ausgenommen nach dem Oö. Sozialhilfegesetz 1998 und dem Oö. Mindestsicherungsgesetz - Leistungen erhalten oder einen Anspruch auf Leistungen geltend machen können, die mit den im § 3 Abs. 1 Oö. Chancengleichheitsgesetz genannten Leistungen vergleichbar sind.

3.3.1. UnionsbürgerInnen sind sowie deren Familienangehörige, oder

3.3.2. Staatsangehörige eines Staates sind, dessen Angehörigen Österreich dieselben Rechte zu gewähren hat wie Staatsangehörigen Österreichs, oder

3.3.3. über einen Daueraufenthaltstitel verfügen.

Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen:
Verantwortliche Stelle(n) / Leistungsgeber
  • Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Soziales
Details zum Leistungsangebot
  • Leistungsart: Förderungen/Transferzahlungen
  • Angebot ist abrufbar bis: unbegrenzt
Rechtsgrundlage
§§ 11, 27, 28 und 30 Oö. Chancengleichheitsgesetz 2008 idgF
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Informationen über Zuständigkeiten

Für die Geldleistung an die Träger (=Erbringer der Sachleistung) ist das Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Soziales zuständig.

Für die Sachleistungsbezieher sind die örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaften und Magistraten zuständig.

Der Antrag für Maßnahmen der "Geschützten Arbeit" kann bei der Oö. Landesregierung, der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat), der Gemeinde, der Sozialberatungsstelle, in deren Bereich sich die antragstellende Person aufhält, oder bei der Einrichtung, in der oder durch die die anspruchsberechtigte Person Leistungen nach diesem Landesgesetz in Anspruch nimmt oder nehmen will, eingebracht werden. (§ 21 Oö. ChG 2008 idgF)

Informationen zu (online) Formularen

Antragsformular für Menschen mit Beeinträchtigungen siehe Link

Informationen über benötigte Unterlagen

Folgende Unterlagen sind für Antragsteller (=Empfänger der Sachleistung) in Kopie anzuschließen:

  1. Nachweis über rechtmäßigen Daueraufenthalt
  2. Nachweis der Beeinträchtigung (ärztliches Attest)
  3. Einkommensnachweise (z.B. Lohnbestätigung der letzten drei Monate, AMS-Bestätigung, Einkommenssteuerbescheid, Pensionsmitteilung, Rentennachweis, Unfallrente, Nachweis über Unterhaltsanspruch, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Krankengeld, Abfertigung, Mieteinnahmen, Pflegegeldbezüge, Wohnbeihilfe [Bezug oder Antragstellung])
  4. Vermögensnachweise (Kontoauszüge der letzten 6 Monate, Sparbücher, Bausparvertrag, Lebensversicherung, Wertpapierdepot usw….)

Im Rahmen der Mitwirkungspflicht sind diese Unterlagen vorzulegen.

Informationen über Kosten und Zahlungen

Die Sachleistungsempfänger und sonstige beitrags- und kostenersatzpflichtige Personen haben gemäß § 20 Oö.ChG 2008 idgF in Verbindung mit der Oö. ChG Beitrags- und Richtsatzverordnung Beiträge sowie gemäß §§ 39 bis 45 Oö. ChG 2008 idgF Kostenersatz zu den Sachleistung zu zahlen.

Informationen wie die Leistungskontrolle durchgeführt wird

Kontrolle und Qualitätssicherung gemäß § 29 Oö. ChG IdgF in wirtschaftlicher und fachlicher Hinsicht.
Die Kontrolle der Landesregierung ist unter Einbindung der Interessenvertretung dahingehend auszuüben, dass
1. die Einrichtungen nach ihrer Führung und Ausstattung den Erfordernissen einer fachgerechten Leistungserbringung entsprechen
2. die Entgelte sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig verwendet werden.

Link zu externen Informationsseiten

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/ooe/hs.xsl/18373_DEU_HTML.htm

Hinweis
Leistung richtet sich an Organisationen, kann jedoch auch für Privatpersonen oder Unternehmen wichtige Informationen enthalten.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1034222

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