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Zuschüsse an DienstgeberInnen zur Entgeltfortzahlung bei Großschadens-/Bergrettungseinsätzen - TIR

Leistungsgegenstand

  • Dienstgeberinnen und Dienstgeber bekommen jenen Verlust, der ihnen durch den Wegfall einer Arbeitskraft, die als Mitglied einer freiwilligen Einsatzorganisation wegen eines Einsatzes bei einem sogenannten Großschadenereignis bzw. Bergrettungseinsätzen von der Diensterfüllung verhindert sind, entstanden ist, refundiert.
  • Die Refundierung wurde mit einem Pauschalbetrag von € 200,- pro Tag festgesetzt und wird dem Land vom Bund refundiert. 

Leistungsgeber

  • Land Tirol
  • Bund, Katastrophenfonds

Zuständigkeit

Die Antragstellung erfolgt durch die Dienstgeberin bzw. den Dienstgeber an jenes Bundesland, in dem der Einsatz stattgefunden hat.

Kontakt für Rückfragen:

Land Tirol, Gruppe Agrar
Telefon +43 512 508 3902
Fax +43 512 508 743905
E-Mail gr.agrar@tirol.gv.at

Voraussetzungen

Die Dienstnehmerin bzw. der Dienstnehmer muss

  • dem Angestelltengesetz, dem Gutsangestelltengesetz, dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch sowie dem Landarbeitsgesetz sowie dem Österreichischen Arbeitsrecht unterliegen.
  • für den abzugeltenden Tag im Ausmaß des ganzen Arbeitstages nach der vorgesehenen Normalarbeitszeit unter Fortzahlung des Entgelts freigestellt sein.
  • zumindest 8 Stunden durchgehend eingesetzt gewesen sein.
  • freiwilliges Mitglied einer anerkannten Einsatzorganisation sein. Anerkannte Einsatzorganisationen sind:
    • Nach § 1 Abs. 2 des Tiroler Feuerwehrgesetz 2001 – LFG 2001 eingerichtete Einsatzorganisationen:
      • Die Freiwilligen Feuerwehren,
      • die Pflichtfeuerwehren und
      • die Betriebsfeuerwehren welche im Landesfeuerwehrverband Tirol organisiert sind.
    • Anerkannte Rettungsorganisationen nach dem Tiroler Rettungsdienstgesetz 2009 und/oder mittels Vertrag nach dem Tiroler Katastrophenmanagementgesetz zur Mitwirkung im Katastrophenschutz verpflichtete Organisationen:
      • Rotes Kreuz - Landesverband Tirol,
      • Bergrettung Tirol - Landesleitung,
      • Landesverband Höhlenrettung,
      • Grubenwehr Tirol,
      • Landesverband Wasserrettung,
      • Samariterbund Tirol,
      • Malteser Hospitaldienst Austria,
      • Johanniter Unfallhilfe,
      • Österreichischer Rettungsdienst.
      • Weiters gelten als anerkannte Einsatzorganisationen alle aus anderen Bundesländern beigezogene Rettungs- und Katstrophenhilfsorganisationen, die im Bundesland ihres Sitzes als Einsatzorganisationen gemäß § 3 Z 3 lit. b Katastrophenfondsgesetz anerkannt sind.
  • Die Dienstnehmerin bzw. der Dienstnehmer darf nicht in einem Dienstverhältnis zu einer Gebietskörperschaft (Bund, Land, Gemeinde) oder einem Unternehmen im überwiegenden Eigentum einer Gebietskörperschaft stehen.
  • Der Einsatz muss infolge eines Großschadensereignisses oder eines Bergrettungseinsatzes von mindestens 8 Stunden im Sinne des § 3 Z 3 lit. b Katastrophenfondsgesetzes erfolgt sein. Ein Großschadensereignis ist eine Schadenslage, bei der während eines durchgehenden Zeitraumes von zumindest 8 Stunden mehr als 100 Personen notwendig in Einsatz sind.

Benötigte Unterlagen

Der Antrag hat mittels des dafür vorgesehenen Formulars zu erfolgen und alle für die Beurteilung erforderlichen Unterlagen (Beilagen) zu beinhalten

Formulare

Formulare finden Sie unter folgendem Link

Termine und Fristen

Der Antrag muss spätestens bis zum Ende des nachfolgenden Quartals ab Ende des Ereignisses einlangen.

Zusätzliche Informationen

Rechtsgrundlage
Richtlinie des Landes Tirol für die Abgeltung von Entgeltfortzahlungen an Dienstgeberinnen und Dienstgeber (auf Basis des Beschlusses des Nationalrates vom 2.7.2019), Katastrophenfondsgesetz 1996 gemäß § 3 Z 3 lit. b Katastrophenfondsgesetz 1996
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Die Abgeltung beträgt pauschal € 200,- pro im Einsatz befindlicher(m) Dienstnehmerin bzw. Dienstnehmer und Tag.

Leistungskontrolle
  • Das Amt der Tiroler Landesregierung behält sich vor, jederzeit stichprobenweise Überprüfungen der Antragsvoraussetzungen durchzuführen bzw. durchführen zu lassen.
  • Aufgrund unvollständiger oder unrichtiger Angaben erfolgte Auszahlungen werden rückgefordert.
Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1046192

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