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Entschädigung von Schäden durch Wildtiere

Leistungsgegenstand

  • Werden durch Wildtiere landwirtschaftliche Nutztiere, die im Eigentum von Einzelpersonen stehen, getötet oder andere Schäden unmittelbar verursacht (z.B. Zerstörung von Bienenstöcken), so kann ein Teil des dadurch entstandenen Schadens durch das Land Tirol im Rahmen einer Förderung entschädigt werden. Entschädigt werden kann nur der Wert des unmittelbar verursachten Schadens (des Tieres, des Bienenstandes), nicht jedoch allenfalls entstandener mittelbarer oder folgender Schaden.
  • Wird in speziellen Situationen seitens des Landes als Herdenschutzmaßnahme ein vorzeitiger Almabtrieb oder die Einstallung gefährdeter Tiere empfohlen, so kann um eine Förderung der Futterkosten angesucht werden.

Leistungsgeber

  • Land Tirol

Zuständigkeit

Abt. Landwirtschaft. Schulwesen und Landwirtschaftsrecht
https://www.tirol.gv.at/landwirtschaftliches-schulwesen-landwirtschaftsrecht

Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Landwirtschaftliches Schulwesen, Jagd und Fischerei, Heiliggeiststraße 7-9, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/508-2542, E-Mail: landw.schulwesen@tirol.gv.at

Voraussetzungen

  • Voraussetzung ist, dass der entsprechende Schaden nachgewiesen bzw. durch Dritte bestätigt wird. Weiters muss es sich um ein gekennzeichnetes Tier mit eindeutiger Rückverfolgbarkeit zum Tierbesitzer handeln bzw. muss der konkrete Schaden in sonstiger Art und Weise nachgewiesen werden (DNA-Analyse, Sachverständigengutachten).
  • Für die Anerkennung der Futterkosten braucht es eine Empfehlung des Landes für den vorzeitigen Almabtrieb bzw. die Einstallung als erforderliche Herdenschutzmaßnahme.

Benötigte Unterlagen

Formloses Ansuchen mit folgendem Inhalt:

  • Art des Beutegreifers
  • Ort bzw. genauere Bezeichnung, wo sich der Schadenfall ereignete
  • Art des getöteten Tieres oder des sonstigen Schadens
  • Nutzung des Tieres (z.B. Zucht oder Mast)
  • Kennzeichen des Tieres
  • Geschätzter Wert des Tieres
  • Aufstellung der Tiere, die vorzeitig abgetrieben bzw. eingestallt wurden
  • Bankverbindung
Formulare

Siehe Link

Termine und Fristen

Die Anträge können laufend durch ein formloses Gesuch eingebracht werden.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

https://www.tirol.gv.at/baer-wolf-luchs

Rechtsgrundlage
Regierungsbeschluss vom 09. Juli 2019 - Richtlinie für die Abwicklung von Schäden durch Große Beutegreifer (LR-1950/7-2019)
Leistungskontrolle
  • Rückfragen beim Ortsbauernobmann bzw. Almpersonal, beim Jagdschutzorgan des betreffenden Jagdgebietes (Jagdteilgebietes), Einsichtnahme in polizeiliche Protokolle.
  • Einschätzung durch Amtstierarzt, DNA-Analyse (wenn möglich), Beurteilung durch Sachverständige.
  • Wertschätzung anhand Standardkostensätzen bzw. offizieller Versteigerungspreise und Sachverständigengutachten.
Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1045947

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