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Ladeinfrastruktur im großvolumigen Bestands-Wohnbau

Leistungsgegenstand

Gegenstand der Förderung ist die Errichtung von Ladeinfrastruktur inklusive erforderlicher Abgaben und Nebenkosten (Elektroinstallationsarbeiten, Tiefbauarbeiten, Zählerverteiler, Lademanagement, Netzzutritt, Netzbereitstellung etc.)

Leistungsgeber

  • Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Finanzen, F1

Voraussetzungen

  • Erstellung eines schlüssigen Konzepts für die Ausrüstung der Wohnhausanlage mit Ladeinfrastruktur mit der Zielsetzung möglichst günstiger Errichtungskosten und möglichster Vermeidung von Stranded Costs. Für die Erstellung des Konzepts können seitens der Förderwerber Beraterinnen der Energieberatung NÖ kostenlos in Anspruch genommen werden.
  • Das Wohnobjekt muss vor 2018 errichtet worden sein und zumindest über acht Stellplätze verfügen.
  • Die Versorgung der Stellplätze über die Zähler der einzelnen Wohnungen ist nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Mehraufwand möglich.
  • Mindestens ein/e Mieterin oder WohnungseigentümerIn muss den Bedarf einer Lademöglichkeit schriftlich angemeldet haben.
  • Allen Hausbewohnerinnen mit eigenem Stellplatz muss bei Bedarf zu gleichen Konditionen eine Lademöglichkeit zur Verfügung gestellt werden. Die dafür erforderlichen baulichen und elektrischen Maßnahmen sind daher bei erstmaliger Errichtung der Anlage zu berücksichtigen.
  • Für jeden Stellplatz ist Vorsorge für eine intelligente Wallbox oder Ladesäule mit zumindest 11kW Leistung zu treffen.
  • Jede/r Mieterin, WohnungseigentümerIn oder ParkplatznutzerIn muss sich, sobald eine Ladestation für ihn/sie an seinem/ihrem Parkplatz errichtet wird, an der Errichtung der Ladeinfrastruktur mit zumindest € 2.200,- (wertgesichert) beteiligen.
  • Die Verrechnung des Strombezugs muss arbeitspreisbasiert erfolgen und sich an den Tarifen für den Haushaltsstrompreis orientieren. Zusätzlich können Monatspauschalen für den Betrieb und die Finanzierung der Infrastruktur in Rechnung gestellt werden. Zu Testzwecken können in den ersten fünf Betriebsjahren auch Pauschaltarife verrechnet werden.
  • Allen Nutzerinnen der Ladestationen müssen die gleichen Konditionen verrechnet werden.
  • Der an die Nutzer bereitgestellte Strom muss zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen stammen.
Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen:

Benötigte Unterlagen

Notwendige Unterlagen für die Antragstellung sind:

  • Vorlage des Konzepts, bestehend aus einer Lageskizze der Parkplätze, des Zählerverteilers und der Verkabelung, zur Ausrüstung der Wohnhausanlage mit Ladeinfrastruktur
  • Absichtserklärung von zumindest einem Interessenten

Notwendige Unterlagen für die Auszahlung sind:

  • Vorlage einer Fertigstellungsmeldung durch den/die FörderwerberIn
  • Vorlage der Verträge zwischen Nutzer und Betreiber
  • Einfache fotografische Dokumentation der Anlage
  • Nachweise über bereits geleistete Anschlussbeiträge der NutzerIn

Termine und Fristen

Bitte beachten Sie, dass Investitionskosten erst nach dem Datum des Antragseinganges bzw. der Eingangsbestätigung durch die Förderstelle anerkennbar sind.

Zusätzliche Informationen

Rechtsgrundlage
Richtlinie zur Förderung von Investitionen und Maßnahmen im Bereich Umwelt, Energie und Klimaschutz; Informationsblatt "Ladeinfrastruktur im großvolumigen Bestands-Wohnbau
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Die Förderung setzt sich aus einem zinslosen Darlehen und einem nicht rückzahlbaren Zuschuss zusammen.

  • Je Parkplatz, der über eine Wallbox versorgt werden kann, können € 2.500,- an Förderung beansprucht werden. Die Förderung wird als zinsloses Darlehen in Höhe von max. € 15.000,- je Objekt, max. jedoch 100 % der erforderlichen Investitionskosten, gewährt.
  • Doppelförderungen mit dem Bund sind ausgeschlossen.
  • Das Darlehen wird auf die Dauer von max. 15 Jahre gewährt. Sobald für eine/n MieterIn, WohnungseigentümerIn oder ParkplatznutzerIn eine Ladestation zur Verfügung gestellt wird und ein entsprechender Beitrag (€ 2.200,- wertgesichert) eingehoben wurde, ist das Darlehen mit jeweils einem Betrag in Höhe von € 1.500,- zu tilgen. Das Darlehen ist bis maximal 70 % der gewährten Darlehenssumme zu tilgen.
Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
31.12.2020

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1045145

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