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OÖ. Gründerfonds - Beteiligung an Oö. Start-ups (01.01.2018 - 31.12.2020)

Leistungsgegenstand

Der „Oö. Gründerfonds“, der sowohl vom Land Oberösterreich eingerichtet wurde als auch vom Land Oberösterreich finanziell ausgestattet wird, verschafft Unternehmensgründer und Betriebsübernehmer in der Startphase durch Beteiligungen günstiges Eigenkapital. Die stille Beteiligung erfolgt entweder durch das Land Oberösterreich oder durch ein Unternehmen (derzeit: OÖ. Unternehmensbeteiligungsgesellschaft m.b.H.), welches vom Land Oberösterreich beauftragt/ermächtigt wurde/wird, sich als echter stiller Gesellschafter treuhändig auf Rechnung des Oö. Gründerfonds mit einer Einlage auf Basis des gegenständlichen Landesförderungsprogrammes zu beteiligen. Im Bedarfsfall wird unter Umständen ein verbürgter Anschlusskredit (Haftung) von der OÖ. Kreditgarantiegesellschaft m.b.H. gewährt, bei welchem der OÖ. Gründerfonds teilweise die Kosten übernimmt. 

Leistungsgeber

  • Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung, Abteilung Wirtschaft und Forschung

Zuständigkeit

Amt der Oö. Landesregierung: Direktion LWLD; Abt. Wirtschaft und Forschung
Bahnhofplatz 1
4021 Linz

Telefon (+43 732) 7720-15121
Fax (+43 732/7720-21 17 85
E-Mail: wi.post@ooe.gv.at

Voraussetzungen

Persönliche Voraussetzungen

FörderungswerberInnen können ausschließlich kleine Unternehmen (lt. KMU    Definition der EU) sein, die die Jungunternehmereigenschaft besitzen und den Firmensitz in Oberösterreich haben. Die Jungunternehmereigenschaft liegt vor, wenn der/die JungunternehmerIn folgende Kriterien erfüllt:

  • Erstmalige wirtschaftlich selbstständige Tätigkeit: Ein kleines Unternehmen (laut KMU-Definition der EU) wird neu gegründet oder übernommen; die Unternehmensgründung/-nachfolge darf längstens fünf Jahre vor Einbringung des Förderungsansuchens liegen.
  • Der/die JungunternehmerIn war in den letzten fünf Jahren vor Gründung/Nachfolge nicht wirtschaftlich selbstständig tätig (d.h. insbesondere bei keinem weiteren Versicherungsträger wie z.B. Sozialversicherung der Bauern (als Betriebsführer) oder der gewerblichen Sozialversicherung versichert gewesen sein oder Beteiligungen ab 25 % gehalten haben).
  • Der/die JungunternehmerIn muss eine allfällige bisherige unselbstständige Tätigkeit zur Gänze aufgeben (keine Nebenbeschäftigung zulässig).
  • Bei Gesellschaften muss eine direkte Beteiligung von mindestens 25 % vorliegen und die unternehmensrechtliche Geschäftsführung durch den/die JungunternehmerIn ausgeübt werden.
  • Bei Unternehmensübernahmen muss die Mehrheit, das heißt mehr als 50 % des Unternehmens, übernommen werden.

Die FörderungswerberIn muss darüber hinaus Mitglied bei der Wirtschaftskammer Oberösterreich sein. Als FörderungswerberInnen können physische und juristische Personen sowie sonstige Gesellschaften des bürgerlichen Rechts und des Unternehmensrechts auftreten. Der Jungunternehmer muss über ausreichende persönliche Qualifikation (zB. entsprechende Ausbildung und/oder berufliche Erfahrung) verfügen. 

Sachliche Voraussetzungen

Sachliche Voraussetzungen für die Förderung sind geordnete wirtschaftliche Verhältnisse und ausreichend positive Zukunftsaussichten des Unternehmens. Darüber hinaus muss Eigenkapital zumindest in Höhe von 30 % der angestrebten Beteiligung nachgewiesen und tatsächlich eingebracht werden. Vorzulegen ist ein schriftliches Unternehmenskonzept.

Die UBG muss eine Mittelanforderung an das Land OÖ übermitteln und den Bedarf nachweisen.

Zu beachten

Mit dem Förderungsansuchen hat der/die FörderungswerberIn die schriftliche Erklärung abzugeben und sich zu verpflichten, dass er/sie dem automationsunterstützten Datenverkehr im Sinne der Bestimmungen des Datenschutzgesetzes 2000 i.d.g.F. zur Abwicklung des Förderungsbegehrens zustimmt; diese Zustimmung schließt ein, dass Name und Adresse des/der FörderungswerbersIn sowie Zweck, Art und Umfang der Förderung im Rahmen von Förderungsberichten, insbesondere im Internet, veröffentlicht werden dürfen.

Benötigte Unterlagen

Förderantrag und Unternehmenskonzept durch den Jungunternehmer an die OÖ. Unternehmensbeteiligungsgesellschaft m.b.H. und Bedarfsmitteilung durch die OÖ. Unternehmensbeteiligungsgesellschaft m.b.H. an das Land OÖ.

Termine und Fristen

  • Das Förderungsansuchen ist unter Verwendung eines dafür aufgelegten Antragsformulars vor Projektbeginn im Wege der Hausbank entweder beim Land Oberösterreich bzw. beim beauftragten Unternehmen (derzeit: OÖ. Unternehmensbeteiligungsgesellschaft m.b.H.), welches vom Land Oberösterreich beauftragt/ermächtigt wurde/wird, die Förderungsanträge im Rahmen dieses gegenständlichen Landesförderungsprogrammes zu prüfen, einzureichen.
  • Die dem Förderantrag anzuschließenden Unterlagen (Kopien) sind im Antragsformular angeführt.
  • Auf Verlangen sind auch die privaten Vermögensverhältnisse der Geschäftsinhaber bzw. der wesentlich beteiligten Gesellschafter offen zu legen.
  • Sofern das Land Oberösterreich nicht selber das gegenständliche Landesförderungsprogramm zur Gänze abwickelt, wird das beauftragte Unternehmen, welches die Förderungsanträge im Rahmen dieses gegenständlichen Landesförderungsprogrammes prüft und/oder sich als echter stiller Gesellschafter treuhändig auf Rechnung des OÖ. Gründerfonds mit einer Einlage auf Basis des gegenständlichen Landesförderungsprogrammes beteiligt, auf der Landeshomepage veröffentlicht.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

https://www.kgg-ubg.at/

Rechtsgrundlage
1) Richtlinien OÖ. Gründerfonds - Beteiligung Oö. Start-ups 01.01.2018 - 31.12.2020 2) Allgemeine Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich idgF
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Ergebnisunabhängige Entgelte

Das Land Oberösterreich bzw. das beauftragte Unternehmen verrechnet für die Antragsprüfung und Vertragsabwicklung einmalig ein Bearbeitungsentgelt von 1,1 % der stillen Beteiligung, mind. € 400,-. Während der Beteiligungsdauer wird ein jährlicher Verwaltungskostenbeitrag von € 85,- verrechnet. Bei vom Beteiligungsnehmer veranlassten Änderungen des Beteiligungsvertrages ist eine pauschale Gebühr von € 85,- zu entrichten. Für den Fall verspäteter Vorlage von vertraglich vereinbarten Unterlagen wird ein Betrag von € 30,- in Rechnung gestellt. Die Entgelte werden jährlich entsprechend der Kollektivvertragsabschlüsse („Banken-Kollektivvertrag“) entweder vom Land Oberösterreich oder vom Unternehmen valorisiert.

Gewinnanteile

Für das 1. – 3. Jahr werden keine Gewinnanteile verrechnet. Ab dem 4. Laufzeitjahr errechnet sich der Gewinnanteil entsprechend dem Verhältnis des Beteiligungs­nominalkapitals zum nachgewiesenen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Diese Beteiligungsrelation wird bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit vereinbart, ein negatives Eigenkapital bleibt außer Ansatz.

Oberbegrenzung:
Kalkulatorische Verzinsung des Beteiligungskapitals
per Zinssatz Euribor 3-Monate + 5,0 %-Punkte

Gewinngrundlage bildet das jeweilige „Ergebnis vor Steuern“ (vormals: "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit") vor Normal-Afa, Gewinnanteilen obiger oder anderer Gesellschafter, Ertragssteuern und Rücklagenbewegungen. Bei unterjähriger Veränderung der Einlage erfolgt eine zeitanteilige Aliquotierung des Ergebnisanspruches, wobei nur volle Kalendermonate gerechnet werden. Für Einnahmen-Ausgabenrechner sind die Bestimmungen sinngemäß anzuwenden. Der Gewinnanteil ist bei Vorlage des Jahresabschlusses, spätestens sechs Monate nach Bilanzstichtag fällig. Eine Verlustbeteiligung bzw. eine Nachschusspflicht werden ausdrücklich ausgeschlossen.

Leistungskontrolle

Prüfung Unternehmenskonzept samt Belegkontrolle (Rechnungen und Zahlungsbelege) 

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
31.12.2020

Hinweis
Leistung richtet sich an Organisationen, kann jedoch auch für Privatpersonen oder Unternehmen wichtige Informationen enthalten.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1042092

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