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Katastrophenfonds: Beihilfe Land Salzburg zur Absicherung von Existenzen bei Katastrophenschäden

Leistungsgegenstand

Der Katastrophenfonds wurde eingerichtet, um nach Naturkatastrophen rasch finanzielle Hilfe leisten zu können.

Finanzielle Beihilfen zur Behebung von Katastrophenschäden im Vermögen natürlicher und juristischer Personen - mit Ausnahme von Gebietskörperschaften - können nach Antragstellung vergeben werden.

Zu Naturkatastrophen zählen Ereignisse wie Hochwasser, Erdrutsch, Vermurung, Lawine, Erdbeben, Schneedruck, Orkan, Bergsturz oder Hagel.

Leistungsgeber

  • Amt der Salzburger Landesregierung
  • Kofinanzierung durch das Bundesministerium für Finanzen mit 60%

Zuständigkeit

Die Antragstellung erfolgt beim Land Salzburg im Wege der Schadensgemeinde, das ist jene Gemeinde in deren Gebiet sich der Schaden ereignet hat.

Bearbeitende Stelle: Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 20407 - Agrarwirtschaft, Bodenschutz und Almen (Fanny-von-Lehnertstraße 1, 5020 Salzburg, agrarwirtschaft@salzburg.gv.at)

Bewilligende Stelle: Salzburger Landesregierung

Voraussetzungen

Es werden nur nicht versicherbare Schäden, die für die Geschädigten eine spürbare materielle Belastung verursacht haben berücksichtigt. Grundsätzlich gilt eine Schadensuntergrenze von 1.000 Euro.

Die Schadensschätzung erfolgt durch Amtssachverständige oder gerichtlich beeidete Sachverständige. Für Schäden an so genannten Luxusgegenständen (z.B. Zweitwohnsitz, Schwimmbäder, Ziergärten, Schmuck etc.) ist keine Beihilfenvergabe möglich. Auch Umsatz- bzw. Einkommensausfälle können nicht berücksichtigt werden.

Über die Zuerkennung einer Beihilfe entscheidet die Landesregierung aufgrund der Empfehlung einer Kommission. Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Beihilfe. Die Beihilfe wird über die Schadensgemeinde angewiesen.

Die Höhe der Beihilfe beträgt im Allgemeinen 30 Prozent der Schadenssumme. Bei geringem Familieneinkommen, verhältnismäßig hohem Schadensausmaß oder sonstiger außerordentlicher Belastung ist eine Erhöhung des Beihilfenprozentsatzes möglich.

Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen:

Benötigte Unterlagen

Die Schadensgemeinde überprüft die Angaben des Geschädigten und sendet den Antrag mit den erforderlichen Unterlagen (Einkommensnachweis, Schadensfotos, etc.) weiter an das Land Salzburg.

Termine und Fristen

Der Beihilfenantrag ist innerhalb eines halben Jahres nach dem Schadenseintritt einzureichen.

Schäden sind innerhalb zweieinhalb Jahren ab Schadenseintritt abzurechnen.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

https://www.salzburg.gv.at/themen/sicherheit/katastrophenfonds

Rechtsgrundlage
Katastrophenfondsgesetz 1996 - KatFG 1996, idF BGBl. Nr. 201/1996 Richtlinien für die Gewährung einer finanziellen Beihilfe des Landes zur Behebung von Katastrophenschäden im Vermögen natürlicher und juristischer Personen mit Ausnahme von Gebietskörperschaften, Zahl: 204-32/38/42-2002
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Die Höhe der Beihilfe beträgt im Allgemeinen 30 Prozent der Schadenssumme. Bei geringem Familieneinkommen, verhältnismäßig hohem Schadensausmaß oder sonstiger außerordentlicher Belastung ist eine Erhöhung des Beihilfenprozentsatzes möglich.

Leistungskontrolle

Die Schadensschätzungen, Vor-Ort-Kontrollen und stichprobenartige Wiederherstellungskontrollen erfolgen durch Amtssachverständige oder gerichtlich beeidete Sachverständige.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1040914

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