Inhalt

Forstliche Aktivitäten zur Verbesserung des Waldzustandes

Leistungsgegenstand

Leistungsempfänger können natürliche und juristische Personen (Waldpflegegemeinschaften, forstliche Bringungsgenossenschaften) sein.

Leistungsgegenstände:

1. Waldbau und Forstschutz:

  • Wiederaufforstungen nach Katastrophen mit standortsgemäßen Baumarten. Die Baumartenmischung ist dabei jeweils der natürlichen Waldgesellschaft anzugleichen.
  • Umbau, Ergänzung von Naturverjüngung und Unterbau von gefährdeten Waldbeständen mit dafür geeigneten Baumarten zur Sicherung eines kontinuierlichen und widerstandsfähigen Waldbestandes und /oder zur Verhinderung des Entstehens von Großkahlflächen.
  • Kultur-, Jungwuchspflege- und Sicherungsmaßnahmen in den Aufforstungsflächen zur Sicherstellung einer entsprechenden Waldbestandsentwicklung inkl. Kontrollzaunerrichtung und Querfällungen im Schutzwald)
  • Waldverbesserungsmaßnahmen insbesondere zur Erhaltung der Waldfunktionen im Schutzwald (S2, S3, W2,W3 nach WEP; Pflegemaßnahmen, Pferderückung und Logline)
  • Monitoring, Vorbeugende Forstschutz- und Bekämpfungsmaßnahmen bei gefahrdrohender Massenvermehrung von Sekundärschädlingen (Insekten, Pilzen, etc.).

2.  Forsttechnische Maßnahmen:

  • Schutz der Kulturen gegen Wild- und Weidevieh durch Einzelschutzmaßnahmen - nur in begründeten Sonderfällen (De-minimis-Beihilfe; Standardkosten)
  • Pflegesteige zur Erschließung von min. 10ha Schutzwaldfläche De-minimis-Beihilfe; Standardkosten)
  • Schaffung von Einrichtungen zur mittel- und langfristigen Sicherung des Vermehrungs- und Genpotentials der heimischen Wälder (Erhaltungsbestände, Samenplantagen, vegetative Vermehrung)
  • Verdichtung der Forstaufschließung als arbeitstechnische Voraussetzung für Wald Verbesserungs- und Pflegemaßnahmen. Umbau von Forststraßen auf den Stand der Technik (De-minimis-Beihilfe)

3.  Forschungsaufträge und Untersuchungen:

  • Fortführung des forstlichen Bioindikatoren-Netzes und der Waldzustandsinventur sowie anderer Waldschadens- und Immissionserhebungen, soweit diese nicht von der Forstlichen Bundesversuchsanstalt durchgeführt bzw. deren Kosten nicht vom Bund oder von einem Verursacher getragen werden.
  • Waldbodenuntersuchungen, soweit diese nicht von der Forstlichen Bundesversuchsanstalt durchgeführt werden oder einem anderen Kostenträger zugeordnet werden können.
  • Weitere Untersuchungen wie Fernerkundungen, Luftschadstoffmessungen, chemische Untersuchungen und dergleichen.
  • Die Unterstützung wissenschaftlicher Einrichtungen und Institutionen, die der Erforschung von Waldschäden und Waldkrankheiten sowie deren Ursachen und Wirkungen dienen, sowie Unterstützung von Projekten zur Erhaltung und Sicherung forstgenetischer Ressourcen.

4.  Forstliche Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit:

  • Beschaffung, Produktion, Herausgabe und Verteilung von Druckschriften, Broschüren, Prospekten, Flugblättern, etc. durch Dritte.
  • Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen, Waldbesitzerversammlungen, Waldbegehungen, Seminaren, Vorträgen, Symposien, Lehrfahrten u.ä. durch Dritte.
  • Organisation und Durchführung von Projekten, die der Bewusstseinsbildung für den Wald und seiner Wirkungen dienen. (ua: Wald kulturelle Veranstaltungen, Preise und Prämien für besondere Leistungen etc.).

5.  Sonstige Aktivitäten

Leistungsgeber

  • Amt der Salzburger Landesregierung

Zuständigkeit

Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 20402

Fanny-von-Lehnertstraße 1

5020 Salzburg

Mail: forstdirektion@salzburg.gv.at

Telefon: 0662/8042-3686

Die Projektbegleitung erfolgt durch die Forstorgane des Landes Salzburg, welche gleichzeitig auch die Fördereinreichstellen sind:

Pinzgau: BH Zell am See, Gruppe Umwelt und Forst, Stadtplatz 1, 5700 Zell am See, Mail: bh-zell@salzburg.gv.at, Telefon: 06542/7600

Pongau: BH St. Johann/Pg., Gruppe Umwelt und Forst, Hauptstraße 1, 5600 St.Johann/Pg., Mail: bh-st-johann@salzburg.gv.at, Telefon: 06412/6101

Tennengau: BH Hallein, Gruppe Umwelt und Forst, Schwarzstraße 14, 5400 Hallein, Mail: bh-hallein@salzburg.gv.at, Telefon: 06245/7960

Lungau: BH Tamsweg, Gruppe Umwelt und Forst, Kapuzinerplatz 1, 5580 Tamsweg, Mail: bh-tamsweg@salzburg.gv.at, Telefon: 06474/65410

Stadt Salzburg, Flachgau: Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 20402, Fanny-von-Lehnertstraße 1, 5020 Salzburg, Mail: forstdirektion@salzburg.gv.at, Telefon: 0662/8042-3686

Voraussetzungen

1. Anmeldung bzw. Antragstellung vor Beginn des Vorhabens/der Aktivitäten

2. Das Vorhaben/Projekt muss mind. € 500,- anrechenbare Kosten aufweisen

3. Der Zuwendungsempfänger muss angeben, ob er oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen bereits früher De-minimis-Beihilfen beantragt/erhalten hat, wenn ja, wann und in welcher Höhe (nur bei Fördergegenständen die unter die De-minimis-Regelung fallen).

4. Forststraßen sind auf deren Zweckmäßigkeit zu prüfen und werden nur dann gefördert, wenn sie unter besonderer Berücksichtigung der vorhandenen Erschließungsdichte, des Geländes, der Besitzstruktur und sonstiger Bringungsmöglichkeiten, von einer befugten Fachkraft nach dem § 61 Forstgesetz 1975 idgF. geplant und deren Bau von einer forstgesetzlich befugten Fachkraft auch beaufsichtigt wird.

5. Vorhaben, die trotz gegebener technischer Anschlussmöglichkeit an ein bestehendes Forststraßennetz oder der Möglichkeit der Errichtung als Gemeinschaftsprojekt, als Einzelprojekte geplant sind, werden nicht gefördert.

6. Der Förderungswerber ist verpflichtet, die Anschlussmöglichkeit für die Fortsetzung weiterer Erschließungen nach Maßgabe der Bestimmungen des Abschnittes V B Forstgesetz 1975 (Bringung über fremden Boden) zu gewähren. Die Bestimmungen des Abschnittes V C Forstgesetz 1975 (Bringungsgenossenschaften) bleiben davon unberührt.

7. Markierte Wege, die von einer neu errichteten oder auf den Stand der Technik umgebauten Forststraße gekreuzt werden, sind in diese einzubinden.

8. Bei allen waldbaulichen Maßnahmen darf kein Verfahren nach §16 Forstgesetz 1975 dgF. anhängig sein.

9. Vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen sind nicht förderbar.

10. Bei den Waldpflegenutzungen ist die anfallende Biomasse am Schlagort verteilt zu belassen! (Abzopfen der Baumwipfel und Grobentastung). Bei Forstschutzerfordernis (Bestätigung der Landesforstdirektion) sind Ausnahmen möglich!

11. Bei geförderten Aufforstungen muss der Anteil an natürlichen Mischbaumarten mindestens 30% betragen. Die Baumarten haben sich nach der natürlichen Waldgesellschaft zu orientieren und es dürfen nur gesetzlich zugelassene Pflanzenherkünfte verwendet werden. Diese sind fachgerecht zu setzen, lfd. zu pflegen und bei Erfordernis bis zur Kultursicherung gegen Wildverbiss zu schützen (Einzelschutz oder Zaun).

12. Fangbaumförderungen setzen die Führung eines Fangbaumprotokolls vom zuständigen Forstorgan voraus, mit dem die lfd. Überprüfung und rechtzeitige Abfuhr der besetzten Bäume nachweislich dokumentiert wird. Maximal sind 100 Bäume pro Betrieb und Jahr förderbar.

Benötigte Unterlagen

Unterlagen sind bei den oben genannten Fördereinreichstellen erhältlich.

Zudem ist ein Lageplan zur Antragstellung mitzubringen.

Formulare

Die Antragstellung bzw. Anmeldung erfolgt direkt bei den Fördereinreichstellen.

Termine und Fristen

Eine Antragstellung/Anmeldung ist vor Beginn der Tätigkeit erforderlich.

Das Förderprogramm läuft bis 31.12.2020. 

Zusätzliche Informationen

Rechtsgrundlage
Richtlinie für die Förderung von forstlichen Aktivitäten zur Verbesserung des Waldzustandes, Zahl 20402-2/313/166-2017
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Die Termine und Fristen im Bewilligungsschreiben der Landesforstdirektion sind genauestens einzuhalten.

Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Leistungskontrolle

Laufende Kontrolle durch das zuständige Forstorgan, stichprobenartig auch durch die Landesforstdirektion.

Förderungen mit Standardkosten: Mengennachweise oder Rechnungen inkl. Zahlungsnachweise

Förderungen nach tatsächlichen Kosten: Rechnungs- und Eigenleistungsbelege inkl. Zahlungsnachweise

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
31.12.2020

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1040062

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