Inhalt

KWF-Programm "EFRE-Investitionsförderungen" gemäß IWB|EFRE 2014-2020

Leistungsgegenstand

Förderbare Projekte

  • Projekte, die von einer Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU nach den entsprechenden Regeln gefördert werden bzw. für die speziell gewidmete Mittel des Bundes, der Bundesländer oder der EU zur Verfügung stehen.
    Grundsätzlich fördert der KWF im Zuge einer »Kofinanzierung« an die Förderungsprogramme der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) | erp-Fonds oder anderen Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU und erkennt dahingehend die Förderungsentscheidung der jeweiligen Bundesförderstelle an.
    Bei »Kofinanzierungen« zu den Bundesförderstellen kann eine abweichende Förderungsentscheidung (z. B. förderbare Kosten, Branchen) seitens KWF erfolgen.
    Projekte, welche durch Bundesförderstellen nicht unterstützt werden, jedoch eine hohe Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Kärnten aufweisen, können im Zuge des gegenständlichen KWF-Programms allein durch KWF- und|oder EFRE-Mittel gefördert werden.
  • Stärkung der investiven Schwerpunktbereiche im Rahmen von Ausschreibungen des Bundes, der Bundesländer oder der EU, die den Zielsetzungen dieses KWF-Programms entsprechen.
  • Maßnahmen im Rahmen des gemeinsamen österreichischen EFRE - Länderprogramms »Investitionen in Wachstum und Beschäftigung 2014–2020«, im Rahmen der ETZ -Programme »Italien–Österreich« und »Slowenien–Österreich« sowie anderer EU-Rahmenprogramme.

Gefördert wird Investition und Innovation für Unternehmen aus den Bereichen Gewerbe, Industrie oder produktionsnahe Dienstleistungen.

Zusätzlich zur Basisförderung kann bei Erfüllung einer der folgenden Schwerpunkte ein höherer Zuschuss gewährt werden:

  • Forschung und Entwicklung
  • Ausweitung Absatzmarkt, Internationalisierung
  • Geschäftsfelderweiterung
  • Betriebsansiedlung

Leistungsempfänger
Natürliche oder nicht natürliche Personen aus den Bereichen Gewerbe, Industrie oder produktionsnahe Dienstleistungen (Unternehmen, die technisches Know-how und neue Technologien zur wesentlichen Produkt- und Verfahrensverbesserung [Stand der Technik] ins Unternehmen transferieren).
Grundsätzlich werden die Förderungswerber im Rahmen eines von der EU beihilferechtlich genehmigten Programms oder einer Ausschreibung durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) oder eine andere Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU aufgrund einer bereits abgeschlossenen Förderungsvereinbarung gefördert.
Das gesamte Projekt oder ein relevanter Anteil des Projekts muss in Kärnten realisiert werden.

Leistungsgeber

  • Land Kärnten, Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF)
  • Austria Wirtschaftsservice GmbH, ERP-Fonds, EU

Zuständigkeit

Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds
www.kwf.at
T (+43-463) 55 800-0

Voraussetzungen

Mindestvoraussetzungen

  • Der Förderungsantrag ist vor Projektbeginn beim KWF und|oder bei der zuständigen Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU einzubringen. Als Projektbeginn gilt der Beginn der Arbeiten für das Vorhaben oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition beziehungsweise Leistungserbringung unumkehrbar macht.
  • Der Projektdurchführungszeitraum soll 2 Jahre nicht überschreiten.
  • Das förderbare Projekt muss mindestens die Höhe der durchschnittlichen 2-fachen AfA der letzten beiden Geschäftsjahre (einschließlich Leasing- und Mietaufwendungen für Gebäude und Produktionsmittel) vor Projektbeginn (=Antragsstellung) erreichen, sollte jedoch mindestens EUR 3 Mio. betragen.


Voraussetzungen Schwerpunktförderung

  • Gewerblich-industrielle Investitionsprojekte müssen eine außergewöhnliche Entwicklung für das Unternehmen zum Inhalt haben und durch die Höhe der Investitionen eine wirtschaftliche Herausforderung für das Unternehmen darstellen.
  • Schwerpunkt Forschung und Entwicklung: Nachweis von zusätzlichen Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung durch ein vorgelagertes Projekt bei der Forschungsförderungsgesellschaft, durch die Inanspruchnahme der Forschungsprämie oder durch klar definierte Forschungsaktivitäten.
  • Schwerpunkt Ausweitung Absatzmarkt, Internationalisierung: Nachweis einer maßgeblichen Ausweitung des Absatzmarktes bzw. maßgebliche Aktivitäten im Bereich Internationalisierung durch den Aufbau von neuen Märkten, Vertriebstöchtern bzw. Vertriebspersonal.
  • Schwerpunkt Geschäftsfelderweiterung: Nachweis von wesentlichen Erstinvestitionen zugunsten neuer Wirtschaftstätigkeiten, die einen relevanten Zuwachs zur Gesamtbetriebsleistung darstellen. Das geplante Projektvorhaben hat entsprechend positive Beschäftigungseffekte zur Folge. Darunter werden Investitionen in materielle und immaterielle Vermögenswerte verstanden, die zur Errichtung einer neuen Betriebsstätte oder zur Diversifizierung der Tätigkeit einer Betriebsstätte führen, sofern die neue Tätigkeit nicht dieselbe oder eine ähnliche Tätigkeit wie die früher in der Betriebsstätte ausgeübte Tätigkeit ist. Die bestehenden Wirtschaftstätigkeiten am Betriebsstandort dürfen hierbei nicht substituiert werden (keine Ersatzinvestitionen aufgrund des technologischen Fortschrittes). Im Zuge der neuen Wirtschaftstätigkeit wird für das Unternehmen am Betriebsstandort eine neue ÖNACE-Codierung ausgestellt.
  •  Schwerpunkt Betriebsansiedlung: Nachweis eines Mindestumsatzes in Höhe von 2 Mio. Euro und eines Aufbaus von mindestens 15 Beschäftigten auf Basis Vollzeitäquivalent nach Abschluss des Projekts.
Zu beachten

Förderbare Kosten

  • Erfolgt die Förderung als Kofinanzierung an eine Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU, werden maximal jene Kosten gefördert, die in der Förderungsvereinbarung der Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU als förderungswürdig anerkannt werden.
  • Erstinvestitionen in das Sachanlagevermögen, die aktiviert werden und mindestens 3 Jahre (bei Großunternehmen gemäß EU-Wettbewerbsrecht mindestens 5 Jahre) in der Betriebsstätte des Förderungswerbers verbleiben.
  • Immaterielle Investitionen in Form von Technologietransfer (z.B. Erwerb von Patentrechten, Lizenzen, Know-how, Überlassung nicht patentierter technischer Kenntnisse), die von Dritten zu Marktbedingungen erworben wurden, aktiviert werden und mindestens 3 Jahre (bei Großunternehmen gemäß EU-Wettbewerbsrecht mindestens 5 Jahre) in der Betriebsstätte des Förderungswerbers verbleiben.

Art der Förderung

  • Beratung und Unterstützung bei der Projektentwicklung
  • Gewährung von nicht rückzahlbaren Zuschüssen
  • Gewährung von Zinsenzuschüssen

Ausmaß der Förderung
Die Höhe der Förderung orientiert sich grundsätzlich an der durch die aws oder die jeweilige Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU gewährten Förderung. Aufgrund der wesentlich erhöhten Anforderungen für die Förderungswerber bei der Durchführung von Projekten innerhalb des gegenständlichen KWF-Programms, beträgt die KWF|EFRE-Förderung maximal 20% der förderbaren Kosten. Für die Inanspruchnahme von EFRE-Mitteln ist unter anderem die Erfüllung der formalen und inhaltlichen Projektselektionskriterien gemäß IWB|EFRE OP Österreich 2014-2020 erforderlich.

Die KWF|EFRE-Förderung setzt sich wie folgt zusammen:
Basisförderung max. 10%
Schwerpunktförderung 5% oder 10%
KWF|EFRE-Förderung gesamt max. 20%

Die Gewährung von Förderungen im Rahmen des gegenständlichen KWF-Programms erfolgt nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Budgetmittel. Aufgrund von budgetären Einschränkungen kann es zu einer Reduktion der KWF-Förderung kommen.

Förderung von Investition und Innovation für Unternehmen aus den Bereichen Gewerbe, Industrie oder produktionsnahe Dienstleistungen
Basisförderung: Zuschuss von maximal 10 % der förderbaren Projektkosten
Schwerpunktförderung: Gewerblich-industrielle Investitionsprojekte müssen eine außergewöhnliche Entwicklung für das Unternehmen zum Inhalt haben und durch die Höhe der Investition eine wirtschaftliche Herausforderung für das Unternehmen darstellen. Zusätzlich zur »Basisförderung – Investitionspriorität« kann bei Erfüllung eines Schwerpunktes aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Ausweitung Absatzmarkt | Internationalisierung, Geschäftsfelderweiterung oder Betriebsansiedlung ein Zuschuss in Höhe von max. 5%, bei zwei Schwerpunkten (im Rahmen einer möglichen Kombination) ein Zuschuss von max. 10% der förderbaren Projektkosten gewährt werden.

Für Projekte im Rahmen von zeitlich limitierten und themenspezifischen Ausschreibungen|Programmen oder bei Projekten mit überbetrieblichem Charakter mit wirtschaftspolitischer Bedeutung für den Standort Kärnten können Förderungen von maximal 30 % gewährt werden.

Benötigte Unterlagen

Förderungsantrag
Der Förderungsantrag ist unter Verwendung des elektronisch zur Verfügung gestellten Antragsformulars vor Projektbeginn beim KWF und|oder bei der jeweiligen Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU einzubringen. Als Projektbeginn gilt der Beginn der Arbeiten für das Vorhaben oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition beziehungsweise Leistungserbringung unumkehrbar macht.

Für eine endgültige Förderungsentscheidung sind nach Aufforderung durch den KWF folgende Unterlagen - möglichst in elektronischer Form - beizubringen:

  • Kopie des Förderungsansuchens an die jeweilige Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU
  • Kopie der Förderungsvereinbarung der jeweiligen Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU
  • Sonstige Unterlagen, die für die Projektbeurteilung durch den KWF als notwendig erachtet werden

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

siehe Link

Rechtsgrundlage
K-WFG LGBl Nr. 6/1993 idgF; KWF-Rahmenrichtlinie; KWF-Programm "EFRE-Investitionsförderungen" (KWF-Rahmenrichtlinie bzw. De-minimis-Regel)
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Kosten, die vor Antragstellung beim Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds oder einer Bundesförderstelle beziehungsweise EU-Stelle angefallen sind, sind nicht förderbar.

Leistungskontrolle

Förderungsprüfung
Der KWF prüft die Förderungswürdigkeit nach den vorliegenden KWF-Richtlinien | KWF-Programmen beziehungsweise schließt sich grundsätzlich dem Ergebnis der Förderungseinrichtungen des Bundes, der Bundesländer oder der EU an, wobei allerdings auf diese Förderung kein Rechtsanspruch besteht.
Zur technischen und wirtschaftlichen Prüfung der einzelnen Förderungsanträge können bei Bedarf externe Sachverständige herangezogen werden.

Förderungsentscheidung
Die Entscheidung über die Förderung wird dem Förderungswerber schriftlich mitgeteilt. Er erhält im Falle einer Zusage ein Förderungsanbot oder im Falle einer Ablehnung ein begründetes Ablehnungsschreiben. Auf die Gewährung einer Förderung besteht kein Rechtsanspruch.

Das Förderungsanbot muss vom Förderungswerber binnen 6 Wochen (gerechnet ab Absendung durch den KWF) angenommen werden, das heißt, das Förderungsanbot muss innerhalb der Frist firmenmäßig unterfertigt beim KWF einlangen (das Datum des Posteingangs beim KWF ist ausschlaggebend). Langt das Förderungsanbot nicht rechtzeitig beim KWF ein, gilt es unwiderruflich als zurückgenommen.

Zusätzlich zu den Auflagen, Bedingungen und Maßnahmen, die im KWF-Programm bereits enthalten sind, können weitere Förderungsvoraussetzungen im Förderungsanbot vereinbart werden.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
31.12.2020

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1037449

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