Inhalt

KWF-Programm "Stabilisierung von Unternehmen"

Leistungsgegenstand

Förderbare Projekte
Unterstützt werden Stabilisierungsmaßnahmen von Unternehmen, die nicht in der Lage sind, sich am Kapitalmarkt ausreichend zu finanzieren, aber ein ertragsfähiges Geschäftsmodell etabliert haben.

Leistungsempfänger
Natürliche oder nicht natürliche Personen, die in den Bereichen Gewerbe oder Industrie tätig sind.

Leistungsgeber

  • Land Kärnten, Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF)

Zuständigkeit

Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds
www.kwf.at
T (+43-463) 55 800-0

Voraussetzungen

Mindestvoraussetzungen
a) Wesentliche Voraussetzung ist die Bereitschaft und Möglichkeit von Eigentümern und|oder Gläubigern, im angemessenen Ausmaß an der Stabilisierung finanziell mitzuwirken. Der Beitrag des Unternehmens muss bei kleinen Unternehmen mindestens 25% und bei mittleren Unternehmen mindestens 40% betragen.
b) Die Erstellung eines detaillierten Stabilisierungsplans, der den Maßnahmenkatalog zur Wiederherstellung einer langfristigen Stabilisierung des Unternehmens enthält, ist unbedingt erforderlich.
c) Die wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens müssen im Falle der Gewährung eines Darlehens eine Rückführung desselben erwarten lassen. Dies ist anhand einer langfristigen Unternehmensplanung darzustellen.

Maßnahmen können eingeleitet werden, wenn das zu fördernde Unternehmen mindestens 15 Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Ganzjahresvollzeitäquivalent) beschäftigt.
Bei eindeutigen Alleinstellungsmerkmalen am relevanten Markt kann die Grenze unterschritten werden, jedoch müssen mindestens 10 Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter in jedem Fall beschäftigt sein. Als Alleinstellungsmerkmal gilt beispielsweise eine überdurchschnittlich hohe direkte bzw. indirekte Exportquote (> 50%), der Einsatz von technologisch interessanten Fertigungsverfahren, die Herstellung von Produkten oder Leistungen für eindeutig definierte Nischenmärkte mit positiver Marktentwicklung, der Einsatz von Know-how, welches sich maßgeblich von relevanten Konkurrenzunternehmen unterscheidet u.ä.


Ausnahmeregelungen
Ist ein kleines Unternehmen gemäß KMU-Definition, welches die angeführte Untergrenze (Anzahl der Beschäftigten) nicht erfüllt, aufgrund von besonderen wirtschaftlichen Ereignissen nicht in der Lage, sich am Kapitalmarkt zu finanzieren, kann eine Beihilfe im Rahmen dieses Programms trotzdem gewährt werden. Als besondere wirtschaftliche Ereignisse gelten insbesondere:
a) unerwartbare und unverschuldete Einnahmenausfälle bezogen auf die Betriebsleistung des Unternehmens (beispielsweise durch die Insolvenz eines Kunden bzw. Auftraggebers) oder mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen und sonstigen wichtigen Einsatzfaktoren für die Betriebsleistung (beispielsweise durch die Insolvenz eines wichtigen Lieferanten)
b) besondere familiäre Notlagen
c) regionale Ereignisse (beispielsweise Naturkatastrophen)

Zu beachten

Art der Förderung
Die Förderung erfolgt durch Gewährung von nicht rückzahlbaren Zuschüssen

Ausmaß der Förderung
Übernahme von in der Regel 50% der Kosten für temporäre Begleitmaßnahmen für KMU, wie z.B. Management auf Zeit
Die maximal zulässige Risikoübernahme ist abhängig von der Unternehmensgröße und beträgt pro Arbeitsplatz:
1. – 15. Arbeitsplatz EUR 15.000,—
16. – 49. Arbeitsplatz EUR 10.000,—
ab 50. Arbeitsplatz EUR   7.500,—
Beihilfen, deren Betrag unter EUR 2.000,– liegt, werden nicht ausbezahlt.

Benötigte Unterlagen

Förderungsantrag
Der Förderungsantrag ist unter Verwendung des elektronisch zur Verfügung gestellten Antragsformulars vor Projektbeginn beim KWF vollständig ausgefüllt einzubringen.
Für eine endgültige Förderungsentscheidung sollen folgende Unterlagen möglichst in elektronischer Form beigebracht werden:
a) Unternehmensbeschreibung inklusive Firmenbuchauszug
b) Unterlagen über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens
c) Unterfertigte Jahresabschlüsse der letzten 3 Jahre
d) Detaillierte Darstellung des Stabilisierungsprojekts
e) Nachvollziehbare und kommentierte Plan-Gewinn- und Verlustrechnung und Planbilanz für mindestens 3 Jahre
f) Organigramm und Anzahl der Beschäftigten auf Vollzeitbasis (Ganzjahresvollzeitäquivalent)
g) Gewerbeberechtigung
h) Sonstige Unterlagen, die für die Projektbeurteilung durch den KWF als notwendig erachtet werden
Es können noch weitere Unterlagen, die für die Projektbeurteilung durch den KWF als notwendig erachtet werden, angefordert werden.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

https://www.kwf.at/wp-content/uploads/2017/05/KWF-Programm_Stabilisierung-min.pdf

http://kwf.at/?inhalt=Stabilisierung_von_Unternehmen&id=3-2-6-2

Rechtsgrundlage
K-WFG LGBl Nr. 6/1993 idgF; KWF-Richtlinie "Stabilisierung von Unternehmen"; KWF-Programm "Stabilisierung von Unternehmen" (KWF-Richtlinie "Stabilisierung von Unternehmen" bzw. De-minimis-Regel)
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Leistungskontrolle

Förderungsprüfung
Der KWF prüft die Förderungswürdigkeit nach den vorliegenden KWF-Richtlinien | KWF-Programmen. Zur technischen und wirtschaftlichen Prüfung der einzelnen Förderungsanträge wird seitens des KWF der Vorschlag der KSG Kärntner Stabilisierungsgesellschaft mbH herangezogen. Außerdem können bei Bedarf externe Sachverständige hinzugezogen werden.

Förderungsentscheidung
Die Entscheidung über die Förderung trifft das zuständige Organ des KWF unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Begutachtung durch die KSG. Eine Förderung von Projekten, die von der KSG nicht positiv beurteilt worden sind, ist demnach nicht möglich. Die Entscheidung wird dem Förderungswerber schriftlich mitgeteilt. Er erhält im Falle einer Zusage ein Förderungsanbot oder im Falle einer Ablehnung ein begründetes Ablehnungsschreiben.
Das Förderungsanbot muss vom Förderungswerber binnen 6 Wochen (gerechnet ab Absendung durch den KWF) angenommen werden, das heißt, das Exemplar muss innerhalb der Frist firmenmäßig unterfertigt beim KWF einlangen (das Datum des Posteingangs beim KWF ist ausschlaggebend). Langt das Förderungsanbot nicht rechtzeitig beim KWF ein, gilt es unwiderruflich als zurückgenommen.
Zusätzlich zu den Auflagen, Bedingungen und Maßnahmen, die im KWF-Programm bereits enthalten sind, können weitere Förderungsvoraussetzungen im Förderungsanbot vereinbart werden.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
31.12.2020

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1037423

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