Inhalt

KWF-Programm "Internationalisierungsförderung für KMU"

Leistungsgegenstand

Förderbare Projekte

a) Verbesserung der betrieblichen und regionalen Wettbewerbsfähigkeit
b) Verbesserung der strategischen und zielgruppenorientierten Ausrichtung der Betriebe im internationalen Kontext
c) Verbesserung des internationalen Marktauftrittes und der Marktbearbeitung
d) Einführung bestehender oder neuer Produkte in einem für das Unternehmen neuen ausländischen Markt

Leistungsempfänger

Natürliche oder nicht natürliche Personen aus den Bereichen Gewerbe, Industrie, produktionsnahe Dienstleistungen (Unternehmen, die ein technisches Know-how und neue Technologien ins Unternehmen transferieren) oder Handel, die ein kleines oder mittleres Unternehmen im Sinne der Kriterien des EU-Beihilfenrechts in Kärnten betreiben oder gründen.

Voraussetzung ist die Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer Kärnten beziehungsweise der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Steiermark und Kärnten.

Leistungsgeber

  • Land Kärnten, Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF)

Zuständigkeit

Voraussetzungen

Mindestvoraussetzungen

  • Der Förderungsantrag ist vor Projektbeginn beim KWF einzubringen. Als Projektbeginn gilt der Beginn der Arbeiten für das Vorhaben oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition beziehungsweise Leistungserbringung unumkehrbar macht.
  • Stabile betriebswirtschaftliche Ausgangssituation oder positive Erfolgsaussichten
  • Der Projektdurchführungszeitraum beträgt 1 Jahr ab Anerkennungsstichtag und wird nicht verlängert.
  • Die förderbaren Kosten müssen mindestens EUR 2.000,– betragen.
Zu beachten

Förderbare Kosten

Kosten für exportorientierte Publikationen und Werbeaufwendungen für internationale Zielmärkte:

  • Fremd- und mehrsprachige Internetauftritte: Der Internetauftritt (Homepage) muss – neben einer Unternehmensbeschreibung – zum überwiegenden Teil der Präsentation der für den ausländischen Markt vorgesehenen Produkte bzw Dienstleistungen dienen.
  • Erstellung fremd- und mehrsprachiger Online-Shops
  • Unternehmensprospekte, Drucksorten und Warenkataloge zur Präsentation des Unternehmens und der Produkte bzw Dienstleistungen am ausländischen Markt: Werbeaufwendungen (zB Drucksorten) müssen den Namen des Förderungswerbers enthalten, ausschließlich zur Absatzwerbung für Produkte und Dienstleistungen außerhalb Österreichs konzipiert sein und hinsichtlich Form und Inhalt eine dem Internat. Standard entsprechende Qualität aufweisen.
  • Audio- oder Videoproduktionen für Internat. Werbezwecke: Kosten für Übersetzungsleistungen werden nur bei der Inanspruchnahme eines gewerblichen Übersetzungsbüros, eines akademischen Übersetzers, eines beeideten Dolmetschers oder einer Person mit vergleichbarer Qualifikation anerkannt.

Kosten für die Teilnahme an internationalen Messen und Ausstellungen im Ausland:

Förderbar sind die Kosten für Miete und Aufbau eines Stands, wenn der Mietvertrag für die Ausstellungsfläche und die Rechnung für die Standmiete auf den Förderungswerber lauten und von diesem bezahlt wurden sowie der Messestand während der gesamten Veranstaltung durch fachkundige Betreuer (Mitarbeiterinnen des Unternehmens) betreut wurde.

Kosten für Internationalisierungsberatungen:
Die Internationalisierungsberatung durch gewerbliche InternationalisierungsberaterInnen umfasst:

a) Marktstudien
b) Machbarkeitsstudien
c) Erarbeitung einer Internationalisierungsstrategie (Internationalisierungskonzept)
d) Marketingkonzepte zur Internationalisierung
e) Rechts- und Steuerberatung, Patentberatung im Zielmarkt
f) Beratung in Fragen der Transport-, Finanzierungs- und Zahlungsformalitäten

Pro Förderungswerber können max. 4 Beratungstage in Anspruch genommen und (teil-)gefördert werden. Kosten für Internationalisierungsberatungen werden nur gefördert, wenn auch Publikationskosten  und | oder Kosten für die Teilnahme an Messen gefördert werden. Im Falle der erstmaligen Orientierung am Auslandsmarkt können auch ausschließlich Kosten für Internationalisierungsberatungen gefördert werden.

Art der Förderung

Die Förderung erfolgt durch

a) Beratung und Unterstützung bei der Projektentwicklung
b) Gewährung von nicht rückzahlbaren Zuschüssen

Ausmaß der Förderung

Die Förderung beträgt max. 50 % der förderbaren Kosten. Die Förderungshöhe bei Kosten für Internationalisierungsberatungen beträgt max. EUR 2.000,– pro Förderungswerber, wobei die Förderung pro Beratungstag mit max. EUR 1.000,- (für max. 2 Beratungstage) begrenzt ist.
Die Förderung in diesem KWF-Programm kann pro Förderungswerber innerhalb von 12 Monaten ab dem letzten Projektbeginn einmal in Anspruch genommen werden und ist mit EUR 7.000,– begrenzt.

Benötigte Unterlagen

Förderungsantrag

Der Förderungsantrag ist unter Verwendung des elektronisch zur Verfügung gestellten Antragsformulars vor Projektbeginn beim KWF vollständig ausgefüllt einzubringen. Als Projektbeginn gilt der Beginn der Arbeiten für das Vorhaben oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition beziehungsweise die Leistungserbringung unumkehrbar macht.

Für eine endgültige Förderentscheidung sollen folgende Unterlagen – möglichst in elektronischer Form – beigebracht werden:

a) Angaben zum Unternehmen (Firmenbuchauszug, Gesellschaftsvertrag, Darstellung der Gesellschafterstruktur, Unternehmensbeschreibung)
b) Schlussabrechnung inklusive Projektangaben, Rechnungszusammenstellung, betrieblichen Kenndaten und Bestätigungen des Förderwerbers
c) Versicherungsdatenauszug der Sozialversicherung
d) Sonstige Unterlagen, die für die Projektbeurteilung und Förderungsprüfung durch den kwf als notwendig erachtet werden

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

http://kwf.at/downloads/deutsch/Programmdetails/KWF-Programm_Internationalisierung.pdf

http://kwf.at/?inhalt=Internationalisierungsfoerderung_fuer_KMU&id=3-2-1-5

Rechtsgrundlage
K-WFG LGBl Nr. 6/1993 idgF; KWF-Rahmenrichtlinie; KWF-Programm "Internationalisierungsförderung für KMU" (KWF-Rahmenrichtlinie bzw. De-minimis-Regel)
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Kosten, die vor Antragstellung beim Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds oder einer Bundesförderstelle beziehungsweise EU-Stelle angefallen sind, sind nicht förderbar.

Leistungskontrolle

Förderungsprüfung

Der KWF prüft die Förderungswürdigkeit nach den vorliegenden KWF-Richtlinien | KWF-Programmen. Zur technischen und wirtschaftlichen Prüfung der einzelnen Förderungsanträge können bei Bedarf externe Sachverständige herangezogen werden.

Förderungsentscheidung

Nach Vorlage der Schlussabrechnung sowie bei Erfüllung sämtlicher Förderungsvoraussetzungen wird die tatsächliche Förderung berechnet. Die Entscheidung über die Förderung wird dem Förderungswerber schriftlich mitgeteilt. Er erhält im Falle einer Zusage ein Förderungsanbot oder im Falle einer Ablehnung ein begründetes Ablehnungsschreiben.
Das Förderungsanbot muss vom Förderungswerber binnen 6 Wochen (gerechnet ab Absendung durch den kwf) angenommen werden, das heißt, das Förderungsanbot muss innerhalb der Frist firmenmäßig unterfertigt beim KWF einlangen (das Datum des Posteingangs beim KWF ist ausschlaggebend). Langt das Förderungsanbot nicht rechtzeitig beim KWF ein, gilt es unwiderruflich als zurückgenommen.
Zusätzlich zu den Auflagen, Bedingungen und Maßnahmen, die im KWF-Programm bereits enthalten sind, können weitere Förderungsvoraussetzungen im Förderungsanbot vereinbart werden.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
30.06.2021

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1037399

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