Inhalt

KWF-Programm "Forschung, Entwicklung und Innovation"

Leistungsgegenstand

Förderbare Projekte

  • F&E in Unternehmen und | oder Forschungseinrichtungen (KWF-Anschlussförderung):
    Projekte, die von einer Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU nach den entsprechenden Regeln gefördert werden bzw für die speziell gewidmete Mittel des Bundes, der Bundesländer oder der EU zur Verfügung stehen.

  • Stärkung der technologischen Schwerpunktbereiche (KWF -Ausschreibungen):
    Projekte im Rahmen von KWF-Ausschreibungen, die den Zielsetzungen dieses KWF-Programms entsprechen.
    Überbetriebliche und kooperative Maßnahmen:
    a) Strategische, impulsgebende Projekte mit überregionaler Ausstrahlung in Bezug auf Investitionen und Arbeitsplätze
    b) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich der Grundlagenforschung, der industriellen Forschung, der experimentellen Entwicklung
    c) Durchführbarkeitsstudien
    d) Forschungsinfrastrukturen, die mehreren Nutzern zugänglich sind
    e Zusammenarbeit von Unternehmen mit Forschungseinrichtungen
    f) Ausbildungs-, Qualifizierungs- und Informationsmaßnahmen inklusive Bildungs- | Infrastrukturinvestitionen
    g) Maßnahmen für einen Kompetenzaufbau entlang der Schnittstellen zwischen Unternehmen, Forschung und Bildung

  • Maßnahmen im Rahmen des gemeinsamen österreichischen EFRE-Länderprogramms »Investitionen in Wachstum und Beschäftigung 2014–2020«, im Rahmen der ETZ-Programme »Italien–Österreich« und »Slowenien–Österreich« sowie anderer EU-Rahmenprogramme.

Leistungsempfänger

  • F&E in Unternehmen und | oder Forschungseinrichtungen (KWF-Anschlussförderungen):
    Natürliche oder nicht natürliche Personen, die im Rahmen eines von der EU beihilfenrechtlich genehmigten Programms durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) oder durch eine andere Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU aufgrund einer bereits abgeschlossenen Förderungsvereinbarung gefördert werden beziehungsweise für deren F&E-Vorhaben speziell gewidmete Mittel des Bundes, der Bundesländer oder der EU zur Verfügung stehen.

  • Stärkung der technologischen Schwerpunktbereiche (KWF-Ausschreibungen):
    Natürliche oder nicht natürliche Personen, die im Rahmen dieses KWF-Programms an KWF-Ausschreibungen zur Intensivierung der regionalen Stärkefelder und zur Unterstützung von Unternehmen in Richtung systematischer F&E teilnehmen.

  • Überbetriebliche und kooperative Maßnahmen:
    Natürliche oder nicht natürliche Personen, die Technologie- bzw. Qualifizierungsthemen aufgreifen, die im gemeinsamen Interesse mehrerer Unternehmen oder einer oder mehrerer Branchen liegen. Die Maßnahmen sollen auf die regionalen Stärkefelder Informations- und Kommunikationstechnologien, nachhaltige Prozess-, Produkt- und Produktionstechnologien sowie wissensintensive Dienstleistungen bezogen sein. Zudem stehen Betriebe mit hoher Wertschöpfungs-, Wachstums-, Export- und Umweltorientierung im Fokus der Unterstützungsleistungen. Zur Präzisierung des Projekts wird empfohlen mit dem KWF vor Antragstellung ein Vorgespräch zu führen.

Leistungsgeber

  • Land Kärnten, Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF)
  • EU, Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG), weiters zB auch AWS, FWF etc.

Zuständigkeit

Voraussetzungen

Mindestvoraussetzungen

a) Der Förderungsantrag ist vor Projektbeginn beim KWF einzubringen. Als Projektbeginn gilt der Beginn der Arbeiten für das Vorhaben oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition beziehungsweise Leistungserbringung unumkehrbar macht. Erfolgt die Förderung im Anschluss an eine Förderungseinrichtung des Bundes oder der EU, kann der Antragsstichtag der betreffenden Förderungseinrichtung vom KWF anerkannt werden.

b) Es muss sich um ein förderbares Projekt handeln - unter "Leistungsgegenstand" sind die Details zu den förderbaren Projekten ersichtlich.

c) Der Projektdurchführungszeitraum soll 2 Jahre nicht überschreiten.

Zu beachten

Förderbare Kosten
a) Personalkosten
b) Erstinvestitionen in das Sachanlagevermögen
c) Kosten für Instrumente, Ausrüstungen und Gebäude, soweit und solange sie für das Forschungsvorhaben genützt werden
d) Gemeinkosten und sonstige Betriebskosten (unter anderem für Material, Bedarfsartikel und dergleichen), die unmittelbar durch das Vorhaben entstehen
e) Immaterielle Kosten für Technologie- und Know-how-Transfer, Beratung und gleichwertige Dienstleistungen
f) Ausbildungs-, Qualifizierungskosten
g) Sonstige Kosten, die gemäß den jeweiligen entsprechenden Beihilfentatbeständen als förderbare Kosten gelten
h) Erfolgt die Förderung im Anschluss an eine mit der FFG oder einer anderen Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU
abgeschlossenen Förderungsvereinbarung, werden maximal jene Kosten gefördert, die in dieser Förderungsvereinbarung als förderungswürdig anerkannt werden.

Art der Förderung
Die Förderung erfolgt durch
a) Beratung und Unterstützung bei der Projektentwicklung
b) Gewährung von nicht rückzahlbaren Zuschüssen

Ausmaß der Förderung
F&E in Unternehmen und | oder Forschungseinrichtungen (KWF-Anschlussförderung):
Erfolgt die Förderung im Anschluss an eine mit der FFG oder einer anderen Förderungseinrichtung des Bundes oder der EU abgeschlossenen Förderungsvereinbarung, so orientiert sich die vom KWF gewährte Förderung an der Höhe der Förderung dieser Förderungseinrichtungen.
Die Gesamtförderung (einschließlich der Förderung durch die EU sowie durch Bundes- und andere Stellen) darf die entsprechenden Höchstgrenzen des EU-Beihilfenrechts bzw die in der entsprechenden Bundes- oder EU-Richtlinie angeführten Obergrenzen nicht überschreiten.
a) Die maximale Förderungshöhe ist pro Kalenderjahr mit EUR 500.000,– pro Förderungswerber begrenzt.
b) Bei F&E-Vorhaben, durch die beim Förderungswerber mind. 10, bei großen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit förderbaren Kosten von mind. EUR 10 Mio. mind. 20 (Ganzjahresvollzeitäquivalent) neue, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden und die darüber hinaus durch ihre Impulse die wirtschaftliche Entwicklung der Region positiv beeinflussen, beträgt die Förderung max. 20 % der förderbaren Kosten, wobei die Beschränkung auf EUR 500.000,– pro Kalenderjahr und Förderungswerber gemäß Punkt a) nicht gilt.

Stärkung der technologischen Schwerpunktbereiche (KWF-Ausschreibungen):
Erfolgt die Förderung in diesem KWF-Programm im Rahmen von KWF-Ausschreibungen, sind die Förderungshöhen im jeweiligen Ausschreibungsleitfaden festgelegt.

Überbetriebliche und kooperative Maßnahmen:
Die Förderungshöhe richtet sich nach dem Forschungs- | Schwierigkeitsgrad bzw dem Innovationsgehalt des Projekts, der Zahl an Unternehmen bzw Branchen, die aus dem Projekt Nutzen ziehen, bzw dem Gesamtnutzen, den dieses Projekt für den Standort Kärnten erwarten lässt.

Förderungszusagen, die eine Förderungshöhe von zumindest EUR 5.000,– nicht überschreiten, werden nicht ausgestellt.
Die Höchstgrenzen laut EU-Beihilfenrecht dürfen auch im Kumulierungsfall nicht überschritten werden.

Benötigte Unterlagen

Der Förderungsantrag für die KWF-Förderung ist unter Verwendung des elektronisch zur Verfügung gestellten Antragsformulars vor Projektbeginn beim KWF einzubringen. Als Projektbeginn gilt der Beginn der Arbeiten für das Vorhaben oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition beziehungsweise Leistungserbringung unumkehrbar macht.
Erfolgt die KWF-Förderung im Anschluss, ist zu beachten, dass ein entsprechender Antrag vor Projektbeginn bei einer Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU eingebracht werden muss. Für die Anschlussförderung durch den KWF ist ein eigener KWF-Antrag zu stellen. Der Antragsstichtag der betreffenden Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU wird in der Folge vom KWF anerkannt.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

https://www.kwf.at/wp-content/uploads/2017/05/KWF-Programm_Forschung_Entwicklung_Innovation-min.pdf

https://www.kwf.at/foerderungen/kwf-programm-forschung-entwicklung-und-innovation/

Rechtsgrundlage
K-WFG LGBl Nr. 6/1993 idgF; KWF-Rahmenrichtlinie; KWF-Programm "Forschung, Entwicklung und Innovation" (KWF-Rahmenrichtlinie bzw. De-minimis-Regel)
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Kosten, die vor Antragstellung beim Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds oder einer Bundesförderstelle beziehungsweise EU-Stelle angefallen sind, sind nicht förderbar.

Leistungskontrolle

Förderungsprüfung
Der KWF prüft die Förderungswürdigkeit nach den vorliegenden KWF-Richtlinien | KWF-Programmen beziehungsweise schließt sich dem Ergebnis der Bundesförderstellen und Förderstellen der EU an.
Zur technischen und wirtschaftlichen Prüfung der einzelnen Förderungsanträge können bei Bedarf externe Sachverständige herangezogen werden.

Förderungsentscheidung
Die Entscheidung über die Förderung wird dem Förderungswerber schriftlich mitgeteilt. Er erhält im Falle einer Zusage ein Förderungsanbot oder im Falle einer Ablehnung ein begründetes Ablehnungsschreiben. Auf die Gewährung einer Förderung besteht kein Rechtsanspruch.
Das Förderungsanbot muss vom Förderungswerber binnen 6 Wochen (gerechnet ab Absendung durch den KWF) angenommen werden, das heißt, das Förderungsanbot muss innerhalb der Frist firmenmäßig unterfertigt beim KWF einlangen (das Datum des Posteingangs beim KWF ist ausschlaggebend). Langt das Förderungsanbot nicht rechtzeitig beim KWF ein, gilt es unwiderruflich als zurückgenommen.
Zusätzlich zu den Auflagen, Bedingungen und Maßnahmen, die im KWF-Programm bereits enthalten sind, können weitere Förderungsvoraussetzungen im Förderungsanbot vereinbart werden.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
31.12.2020

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1037381

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