Inhalt

KWF-Programm "Investitionsförderungen"

Leistungsgegenstand

Förderbare Projekte
Projekte, die von einer Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU nach den entsprechenden Regeln gefördert werden beziehungsweise für die speziell gewidmete Mittel des Bundes, der Bundesländer oder der EU zur Verfügung stehen:

  • Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) | erp-Fonds
  • Andere Förderungseinrichtungen des Bundes, der Bundesländer oder der EU

Grundsätzlich fördert der KWF im Zuge einer »Kofinanzierung« an die Förderungsprogramme der oben genannten Förderungseinrichtungen und erkennt dahingehend die Förderungsentscheidung der jeweiligen Bundesförderstelle an. Eine abweichende Förderungsentscheidung (z. B. förderbare Kosten, Branchen, etc.) seitens des KWF ist möglich.

Stärkung der investiven Schwerpunktbereiche im Rahmen von Ausschreibungen des Bundes, der Bundesländer oder der EU, die den Zielsetzungen dieses KWF-Programms entsprechen:

Förderung von Gründung, Übernahme, Investition und Innovation

Zusätzlich zur Basisförderung kann bei förderbaren Projektkosten über EUR 300.000,- und Erfüllung spezieller Voraussetzungen|Schwerpunkte ein höherer Zuschuss gewährt werden.

Förderungswerber
Förderungswerber können natürliche oder nicht natürliche Personen sein, die im Rahmen eines von der EU beihilferechtlich genehmigten Programms oder einer Ausschreibung durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) oder eine andere Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU aufgrund einer bereits abgeschlossenen Förderungsvereinbarung gefördert werden. Das gesamte Projekt oder ein relevanter Anteil des Projekts muss in Kärnten realisiert werden.

Leistungsgeber

  • Land Kärnten, Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF)
  • Austria Wirtschaftsservice GmbH, ERP-Fonds, EU

Zuständigkeit

Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds
www.kwf.at
T (+43-463) 55 800-0

Voraussetzungen

Mindestvoraussetzungen

  • Der Förderungsantrag ist vor Projektbeginn entweder beim KWF oder bei der zuständigen Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU einzubringen. Als Projektbeginn gelten der Beginn der Bauarbeiten oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition bzw. Leistungserbringung unumkehrbar macht.
  • Die Förderungsanträge sind jedenfalls separat beim KWF und bei der zuständigen Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU einzubringen.
  • Der Projektdurchführungszeitraum soll 2 Jahre nicht überschreiten.

Für Unternehmen außerhalb der Bereiche Gewerbe, Industrie oder produktionsnahe Dienstleistungen kann die KWF-Basisförderung ab förderbaren Projektkosten von EUR 300.000,- ausschließlich unter folgenden Voraussetzungen in Anspruch genommen werden:

  • Zuwachs der Personalaufwendungen (ohne Aufwendungen für Geschäftsführung und Leasingpersonal) von mindestens 15 % auf Basis des Durchschnitts der letzten beiden Geschäftsjahre vor Projektbeginn (= Antragsstellung).
  • Der Zuwachs der Personalaufwendungen ist für die Dauer von 2 aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren nachzuweisen, jedoch spätestens mit den ersten beiden vollen Geschäftsjahren nach Abschluss des Projekts.
  • Die Verhältnismäßigkeit zwischen dem Zuwachs in den Personalaufwendungen zum geplanten Investitionsvolumen muss plausibel und nachvollziehbar für das jeweilige Geschäftsmodell des Förderungswerbers sein.


Voraussetzungen Schwerpunktförderung
Die KWF-Schwerpunktförderung kann ab förderbaren Projektkosten von EUR 300.000,- unter folgenden Voraussetzungen in Anspruch genommen werden:

  • Projekte von Unternehmen aus den Bereichen Gewerbe, Industrie oder produktionsnahe Dienstleistungen,
  • für Investitionen in neue Wirtschaftsgüter,
  • mit förderbaren Projektkosten mindestens in Höhe der durchschnittlichen 2-fachen Afa der letzten beiden Geschäftsjahre (einschließlich Leasing- und Mietaufwendungen für Gebäude und Produktionsmittel) vor Projektbeginn (=Antragsstellung).

Bei Erfüllung einer der folgenden Schwerpunkte oder bei Erfüllung von zwei Schwerpunkten (im Rahmen einer möglichen Kombination) kann ein höherer Zuschuss gewährt werden:

  • Forschung und Entwicklung
  • Ausweitung Absatzmarkt | Internationalisierung
  • Geschäftsfelderweiterung
  • Betriebsansiedlung
Zu beachten

Förderbare Kosten
Erfolgt die Förderung im Anschluss an eine Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU, werden grundsätzlich jene Kosten gefördert, die in der Förderungsvereinbarung der Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU als förderungswürdig anerkannt werden.

Art der Förderung

  • Beratung und Unterstützung bei der Projektentwicklung
  • Gewährung von nicht rückzahlbaren Zuschüssen
  • Gewährung von Zinsenzuschüssen

Ausmaß der Förderung
Die Höhe der Förderung orientiert sich an der durch die aws, oder die jeweilige Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU gewährte Förderung.
Die Gewährung von Förderungen im Rahmen des gegenständlichen KWF-Programms erfolgt nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Budgetmittel. Aufgrund von budgetären Einschränkungen kann es zu einer Reduktion der KWF-Förderung kommen.

Der Zuschuss des KWF beträgt wie folgt:

Basisförderung:

  • Der KWF-Zuschuss zur Abdeckung der Kreditkosten beträgt maximal 7,5 % der Kreditfinanzierung der Bundesförderstelle. 
  • Bei JungunternehmerInnen ist ein KWF-Zuschuss in Höhe von maximal 10 % bezogen auf die Kreditfinanzierung beziehungsweise die förderbaren Projektkosten möglich.
  • Für Unternehmen außerhalb der Bereiche Gewerbe, Industrie oder produktionsnahe Dienstleistungen kann die KWF-Basisförderung ab förderbaren Projektkosten von EUR 300.000,- ausschließlich unterfolgenden Voraussetzungen in Anspruch genommen werden:
    • Zuwachs der Personalaufwendungen (ohne Aufwendungen für Geschäftsführung und Leasingpersonal) von mindestens 15 % auf Basis des Durchschnitts der letzten beiden Geschäftsjahre vor Projektbeginn (= Antragsstellung).
    • Der Zuwachs der Personalaufwendungen ist für die Dauer von 2 aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren nachzuweisen, jedoch spätestens mit den ersten beiden vollen Geschäftsjahren nach Abschluss des Projekts.
    • Die Verhältnismäßigkeit zwischen dem Zuwachs in den Personalaufwendungen zum geplanten Investitionsvolumen muss plausibel und nachvollziehbar für das jeweilige Geschäftsmodell des Förderungswerbers sein.

Schwerpunktförderung:
Die KWF-Schwerpunktförderung kann ab förderbaren Projektkosten von EUR 300.000,- unter folgenden Voraussetzungen in Anspruch genommen werden:

  • Projekte von Unternehmen aus den Bereichen Gewerbe, Industrie oder produktionsnahe Dienstleistungen,
  • für Investitionen in neue Wirtschaftsgüter, mit förderbaren Projektkosten mindestens in Höhe der durchschnittlichen 2-fachen Afa der letzten beiden Geschäftsjahre (einschließlich Leasing- und Mietaufwendungen für Gebäude und Produktionsmittel) vor Projektbeginn (= Antragsstellung).

Bei Erfüllung einer der folgenden Schwerpunkte kann ein Zuschuss in Höhe von maximal 5 %, bei zwei Schwerpunkten (im Rahmen einer möglichen Kombination) kann ein Zuschuss in Höhe von maximal 10 % der förderbaren Projektkosten gewährt werden:

  • Forschung und Entwicklung
  • Ausweitung Absatzmarkt | Internationalisierung
  • Geschäftsfelderweiterung
  • Betriebsansiedlung

Im Rahmen von zeitlich limitierten und themenspezifischen Ausschreibungen|Programme und bei Erfüllung bestimmter Schwerpunkte kann eine Förderung von max. 30 % gewährt werden.

Benötigte Unterlagen

Förderungsantrag
Der Förderungsantrag ist unter Verwendung des elektronisch zur Verfügung gestellten Antragsformulars vor Projektbeginn entweder beim KWF oder bei der jeweiligen Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU einzubringen. Als Projektbeginn gelten der Beginn der Bauarbeiten oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition beziehungsweise die Leistungserbringung unumkehrbar macht.

Folgende Unterlagen sind beizubringen:

  • Kopie des Förderansuchens an die jeweilige Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU
  • Kopie der Fördervereinbarung der jeweiligen Förderungseinrichtung des Bundes, der Bundesländer oder der EU
  • Sonstige Unterlagen, die für die Projektbeurteilung durch den KWF als notwendig erachtet werden
Formulare

siehe Link

Zusätzliche Informationen

Rechtsgrundlage
K-WFG LGBl Nr. 6/1993 idgF; KWF-Rahmenrichtlinie; KWF-Programm "Investitionsförderungen" (KWF-Rahmenrichtlinie bzw. De-minimis-Regel)
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Kosten, die vor Antragstellung beim Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds oder einer Bundesförderstelle beziehungsweise EU-Stelle angefallen sind, sind nicht förderbar.

Leistungskontrolle

Förderungsprüfung
Der KWF prüft die Förderungswürdigkeit nach den vorliegenden KWF-Richtlinien | KWF-Programmen beziehungsweise schließt sich dem Ergebnis der Förderungseinrichtungen des Bundes, der Bundesländer oder der EU an, wobei allerdings auf diese Förderung kein Rechtsanspruch besteht. Die Entscheidung über die Beihilfengewährung trifft der KWF nach Maßgabe der bestehenden Förderrichtlinien sowie des jeweils verfügbaren Förderbudgets.
Zur technischen und wirtschaftlichen Prüfung der einzelnen Förderungsanträge können bei Bedarf externe Sachverständige herangezogen werden.

Förderungsentscheidung
Die Entscheidung über die Förderung wird dem Förderungswerber schriftlich mitgeteilt. Er erhält im Falle einer Zusage ein Förderungsanbot oder im Falle einer Ablehnung ein begründetes Ablehnungsschreiben.
Das Förderungsanbot muss vom Förderungswerber binnen 6 Wochen (gerechnet ab Absendung durch den KWF) angenommen werden, das heißt, ein Exemplar muss innerhalb der Frist firmenmäßig unterfertigt beim KWF einlangen (das Datum des Posteingangs beim KWF ist ausschlaggebend). Langt das Förderungsanbot nicht rechtzeitig beim KWF ein, gilt es unwiderruflich als zurückgenommen.
Zusätzlich zu den Auflagen, Bedingungen und Maßnahmen, die im KWF-Programm bereits enthalten sind, können weitere Förderungsvoraussetzungen im Förderungsanbot vereinbart werden.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
31.12.2020

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1037332

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