Inhalt

Betreutes Wohnen

Leistungsgegenstand

Die mobile Wohnbetreuung durch professionelles pädagogisches Personal beinhaltet die Begleitung der/des Jugendlichen in allen Lebenslagen. Es geht dabei um Haushaltsführung, Strukturierung des Tages, berufliche Orientierung und Integration, Schaffung von Zukunftsperspektiven, Wahrnehmen der Verantwortung für sich, Erlernen und Stärken von individuellen Bewältigungsstrategien.

Ziele:

  • erwerben soziale Kompetenz, werden in ihrer Konflikt- und Beziehungsfähigkeit gefördert
  • können den unübersichtlichen und multioptionalen Alltag strukturieren
  • werden durch sozialpädagogische Betreuung und Begleitung selbstständig und entwickeln ihre Persönlichkeit
  • erlangen berufliche Orientierung und Integration in die Wohnumgebung
  • bilden individuelle Freizeit- und Konsumkompetenz

 

Leistungsgeber

  • Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 11 Soziales

Voraussetzungen

Bescheidmäßig bewilligte private Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, welche einen aufrechten schriftlichen Leistungsvertrag mit der Steiermärkischen Landesregierung haben, werden zur Erbringung der Leistung beauftragt.

Unter folgenden Voraussetzungen können Jugendliche mit einer gültigen Betreuungsvereinbarung die Leistung in Anspruch nehmen:

Ältere sozial benachteiligte und emotional verhaltensauffällige Jugendliche im Alter von 16-18 Jahren. In begründeten Ausnahmefällen kann der Aufenthalt bis zum 21. Lebensjahr verlängert werden. Ebenso kann es in begründeten Ausnahmefällen unterschritten werden, wenn die/der Jugendliche aus der Erziehungshilfe Betreutes Wohnen in Krisensituationen übernommen wird.

  • Gefährdung des Wohls der/des Jugendlichen umfasst Formen riskanter Lebensbedingungen, die eine Gefahr der Desintegration nach sich ziehen bzw. eine gelungene Entwicklung gefährden und die Entfaltung lebensbewältigender Handlungsfähigkeit nicht erwarten lassen
  • Jugendliche in einer schwierigen Familiensituation, deren Weiterverbleib in der Familie für die Persönlichkeitsentwicklung nicht vertretbar ist
  • Jugendliche aus anderen privaten Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, die entweder nach der Schulpflicht dort ausscheiden oder deren Verbleib in dieser Einrichtung nicht mehr sinnvoll erscheint
  • Jugendliche, die sich bereits vom Elternhaus entfernt haben, sich aber weder materiell noch sozial etablieren konnten
  • Jugendliche aus anderen Institutionen (Heilpädagogische Station, Psychosomatische Stationen, nach Strafvollzug), die nicht mehr in die Familie zurückkehren können und noch nicht in der Lage sind alleine zu wohnen

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

www.soziales.steiermark.at

Rechtsgrundlage
Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz 2013 – B-KJHG 2013 Steiermärkisches Kinder- und Jugendhilfegesetz – StKJHG Stmk. Kinder- und Jugendhilfegesetz-Durchführungsverordnung –StKJHG-DVO
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Hinweis
Leistung richtet sich an Organisationen, kann jedoch auch für Privatpersonen oder Unternehmen wichtige Informationen enthalten.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1030543

Bewerten Sie diese Leistung/Förderung

Stichwörter: