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Förderung der umfassenden Sanierung

Leistungsgegenstand

Als „umfassende“ Sanierung kann eine in beträchtlichem Ausmaß über die notwendige Erhaltung hinausgehende Sanierung von Gebäuden und Gebäudeteilen mit mindestens drei Wohnungen gefördert werden, wobei die Errichtung von Wohnraum durch Ein- und Umbauten sowie in untergeordnetem Ausmaß auch Erweiterungen der Gebäude zulässig sind.

Die förderbaren Kosten werden pro Quadratmeter Wohnnutzfläche ermittelt. Der Basisförderungssatz beträgt höchstens € 950,-/m², dieser Betrag erhöht sich auf maximal € 1.300,-/m² wenn neuer Wohnraum geschaffen wird, bei Beseitigung von Substandard oder bei nachweislichen Mehrkosten infolge von Auflagen auf Grund des Denkmalschutzgesetzes, Grazer Altstadterhaltungsgesetzes 2008 oder Stmk. Ortsbildgesetzes 1977.

Die Förderung besteht entweder in der Gewährung eines

  • nicht rückzahlbaren Annuitätenzuschusses im Ausmaß von 45% auf die Dauer von 15 Jahren. Die Berechnung erfolgt auf einer jährlichen Verzinsung von 5%.

Oder

  • Förderungsdarlehens für Gemeinden, Gemeindeverbände, Gesellschaften, die mehrheitlich im Eigentum von Gemeinden stehen und Gemeinnützige Bauvereinigungen. Das Darlehen wird mit 0,5% p.a. dekursiv verzinst und hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Die halbjährlichen Annuitäten betragen 2,13% des Darlehensbetrages.

Oder

  • Förderungsdarlehens in Kombination mit Eigenmitteln von Gemeinnützigen Bauvereinigungen (50% Förderdarlehen und 50% Eigenmittel). Gemeinnützige Bauvereinigungen können für die Hälfte der geförderten Baukosten auch Eigenmittel einsetzen. Die Laufzeit der Eigenmittel beträgt 15 Jahre, die Verzinsung (derzeit max. 3,5% p.a. dekursiv) hat entsprechend den Bestimmungen des WGG zu erfolgen. Das Förderungsdarlehen wird mit 0,5% p.a. dekursiv verzinst und hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Bei dieser Förderungsvariante sind in den ersten 15 Jahren die Eigenmittel der gemeinnützigen Bauvereinigungen und die Zinsen des Förderdarlehens zurückzuzahlen. Die Rückzahlung des Förderdarlehens beginnt nach gänzlicher Tilgung der Eigenmittel. Demnach ist das Förderdarlehen vom 16.-25. Jahr zurückzuzahlen. Die halbjährlichen Annuitäten betragen 5,13% des Förderdarlehens.
  • Und zusätzlich kann ein nicht rückzahlbarer Förderbeitrag in Höhe von € 7,-/m² für ökologische und nachhaltige Maßnahmen gewährt werden.

Leistungsgeber

  • Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 15 Energie, Wohnbau, Technik

Zuständigkeit

Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 15, Energie, Wohnbau, Technik; Fachabteilung Energie und Wohnbau, Informationsstelle Landhausgasse 7, 8010 Graz

Telefonnummer: 0316/877-3713 oder -3769

http://www.wohnbau.steiermark.at/cms/beitrag/12118354/117877239/

Voraussetzungen

  • Das Bauvorhaben muss im Förderprogramm des Landes Steiermark enthalten sein; um Aufnahme in dieses Förderprogramm ist mit dem Formblatt „Projektbeschreibung“ rechtzeitig bei der Abteilung 15, Energie, Wohnbau, Technik;  FA Energie und Wohnbau anzusuchen.
  • Die Förderung kann nur dem Eigentümer/der Eigentümerin oder dem/der Bauberechtigten gewährt werden.
  • Die Baubewilligung des Objektes muss zum Zeitpunkt der Einreichung des Förderansuchens mindestens 30 Jahre zurückliegen.
  • Mit den Bauarbeiten darf ohne Zustimmung der Abteilung 15, Energie, Wohnbau, Technik; Fachabteilung Energie und Wohnbau nicht begonnen werden.
  • Die Wohnungen müssen zur ständigen Bewohnung bestimmt sein (Hauptwohnsitz).
  • Die Sanierungskosten sollen je Wohnung mehr als EUR 30.000,- betragen, wobei mehr als die Hälfte der Sanierungskosten auf Verbesserungen zu entfallen hat.
  • Nachweis der Energiekennzahl vor und nach der Durchführung der Sanierungsarbeiten
  • Eine bauphysikalische Eignungsüberprüfung des zu fördernden Objektes ist verpflichtend.

Weitere Informationen, siehe Link

Zu beachten

Die Vermietung der geförderten Wohnungen muss vorrangig an begünstigte Personen in Form von unbefristeten Hauptmietverträgen erfolgen.

Benötigte Unterlagen

  1. Fotos des zu sanierenden Objektes
  2. Ausschnitt aus dem Flächenwidmungsplan
  3. Lageplan mit Kennzeichnung der Grundstücksflächen und Darstellung der Umgebungssituation im Maßstab 1:1000 bis 1:5000
  4. Übersichtsplan betreffend die Zentralitäten und Erreichbarkeiten der Versorgungseinrichtungen
  5. Bestandspläne
  6. Nutzflächenaufstellung
  7. Vorentwurf im Maßstab 1:100 mit färbiger Darstellung
  8. Plan über die Gestaltung von Außenanlagen

Nach Vorprüfung der Unterlagen erfolgt eine Begutachtung vor Ort (sog. „Sanierungswohnbautisch“).

Formulare

Siehe Link

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

Wohnbauserver des Landes Steiermark siehe Link

Rechtsgrundlage
Steiermärkisches Wohnbauförderungsgesetz 1993 sowie Durchführungsverordnung zum Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetz 1993
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Leistungskontrolle
  • Bedienstete des Landes Steiermark können das geförderte Objekt zwecks Prüfung betreten und Einsicht in erforderliche Unterlagen nehmen.
  • Der Förderungswerber/die Förderungswerberin muss die vorgelegten Rechnungsnachweise für die Dauer von 7 Jahren ab dem Zeitpunkt der Durchführung der geförderten Maßnahme gesichert aufbewahren.
Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1030162

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