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Hausstandsgründung von Jungfamilien und gleichgestellten Personen

Leistungsgegenstand

Die Förderung besteht in der Gewährung eines 5%-igen Zinsenzuschusses für ein Darlehen oder einen Abstattungskredit. Der Zuschuss kann für folgende Darlehenshöhen gewährt werden:

  1. Bis € 22.500,- (Gesamtzinsenzuschuss € 6.366,-) mit einer Laufzeit von höchstens 10 Jahren, wenn die Hausstandsgründung im Kauf eines nicht geförderten familiengerechten Eigenheimes besteht.
  2. Bis € 15.000,- (Gesamtzinsenzuschuss € 4.244,-) mit einer Laufzeit von höchstens 10 Jahren, wenn die Hausstandsgründung im Ersterwerb einer gem. §10 des Stmk. WFG 1993 geförderten Neubauwohnung bzw. gem. §21 des Stmk. WFG 1993 geförderten Wohnbauscheckwohnung besteht.
  3. Bis € 7.500,- (Gesamtzinsenzuschuss € 1.069,-) mit einer Laufzeit von höchstens 5 Jahren für sonstige Formen der Hausstandsgründung (Wohnungserwerb, Eigenheimbau und Sanierungsmaßnahmen)

Leistungsgeber

  • Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 15 Energie, Wohnbau, Technik

Zuständigkeit

Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 15, Energie, Wohnbau, Technik; Fachabteilung Energie und Wohnbau, Informationsstelle Landhausgasse 7, 8010 Graz

Telefonnummer: 0316/877-3713 oder -3769

http://www.wohnbau.steiermark.at/cms/beitrag/12117815/113383920

Voraussetzungen

  • Österreichische Staatsbürgerschaft oder Gleichstellung (das sind Angehörige aller EU-Länder samt den aufenthaltsberechtigten Familienmitgliedern, sowie Staatsangehörige der Länder Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz oder Personen mit behördlich festgestellter Flüchtlingseigenschaft)
  • Vorliegen einer Jungfamilie: Als Jungfamilie gelten ein Ehepaar mit oder ohne Kinder, wenn beide Ehegatten das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben; Lebensgefährten, wenn beide das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und zumindest einer ein oder mehrere eigene oder adoptierte haushaltszugehörige Kinder, für die Familienbeihilfe bezogen wird, aufweist; Alleinstehende, wenn sie das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ein oder mehrere eigene oder adoptierte haushaltszugehörige Kinder, für die Familienbeihilfe bezogen wird, aufweisen; ebenso Schwerbehinderte (mind. 80 % Erwerbsminderung), wenn sie das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Familien mit drei oder mehr Kindern und Familien mit einem behinderten Kind im Sinne des FLAG 1967 sind Jungfamilien gleichgestellt.
  • Vorliegen eines Wohnungserwerbes im Rahmen der Hausstandsgründung: Als Wohnungserwerb gilt der erstmalige Erwerb der für die Familie erforderlichen Räume und der für die Haushaltsführung notwendigen Einrichtungsgegenstände. Wenn eine Jungfamilie eine solche familiengerechte Wohnung bezogen hat, wird dies als Hausstandsgründung angesehen. Wenn diese Hausstandsgründung länger als ein Jahr zurückliegt, ist eine Förderung nicht mehr möglich.
  • Vorliegen von nachweisbaren Kosten des Wohnungserwerbes: Eine Förderung ist nur möglich, wenn im Zusammenhang mit dem Wohnungserwerb Kosten entstehen, die binnen sechs Monaten nach Bewilligung der Förderung in Form von Rechnungen EWR-zugehöriger Firmen nachgewiesen werden müssen. Es können nur Rechnungen anerkannt werden, deren Bezahlung vor weniger als einem Jahr vor dem Ansuchen erfolgt ist. Bei Errichtung bzw. Kauf eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung bzw. Erwerb einer Mietkaufwohnung ist die Vorlage von Rechnungen nicht erforderlich, wenn beim Ansuchen bereits entsprechende Nachweise vorgelegt wurden (z. B. Baubewilligungsbescheid, Baufreistellung oder Bestätigung der Baubehörde [Gemeinde], dass das Bauvorhaben nicht untersagt worden ist, Anwartschaftsvertrag, Nachweis der "Wohnbauscheck"-Förderung oder Kaufvertrag bzw. Mietvertrag oder Bestätigung des Bauträgers). Bei Erwerb einer Mietkaufwohnung (WFG 1993) kann die volle Förderung (€ 15.000,--) nur dann gewährt werden, wenn eine entsprechende Anzahlung nachgewiesen wird (verbesserte Ausstattung bzw. Einrichtungsgegenstände können zusätzlich zur Anzahlung anerkannt werden).

Bei Erwerb einer Mietwohnung (WFG 1993) werden die nachweisbaren Kosten für Grundanteil, Baukostenzuschuss und verbesserte Ausstattung bzw. Einrichtungsgegenstände (maximal € 15.000,--) gefördert.

Weitere Informationen, siehe Link

Zu beachten

Da die Förderung in der Gewährung eines Zuschusses für die Rückzahlung eines Darlehens oder Abstattungskredites besteht, ist mit einem Geldinstitut wegen der Aufnahme eines entsprechenden Darlehens (Abstattungskredites) Verbindung aufzunehmen. Das Geldinstitut hat die "Bestätigung des Geldinstitutes" des Ansuchens vollständig auszufüllen.

Wenn die Förderung gewährt wird, können die Förderungsbeträge ausschließlich auf das vom Geldinstitut angeführte Darlehenskonto überwiesen werden. Es ist daher bei Abgabe des Ansuchens unbedingt diese Darlehenskontonummer bekannt zu geben.

Benötigte Unterlagen

  • Staatsbürgerschaftsnachweis oder Nachweis über Gleichstellung (in Kopie)
  • Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe
  • Meldezettel beider Ehegatten bzw. Lebensgefährten und der Kinder (in Kopie)
  • Heiratsurkunde (in Kopie)
  • Geburtsurkunde der Kinder
  • Bei einer Behinderung von mindestens 80%: Behindertenpass (in Kopie)
  • Eigenheimbau: Baubewilligungsbescheid, Baufreistellung (in Kopie)
  • Kauf einer geförderten Eigentumswohnung: Anwartschaftsvertrag oder beglaubigter Kaufvertrag (in Kopie)
  • Erwerb einer Genossenschaftswohnung: Nutzungsvertrag
  • Erwerb einer Miet(kauf)wohnung: Mietvertrag bzw. Bestätigung des Bauträgers (in Kopie)
  • Kauf einer Wohnbauscheckwohnung: Nachweis der Wohnbauscheckförderung (in Kopie)
  • Kauf eines bestehenden Eigenheimes/Eigentumswohnung: Beglaubigter Kaufvertrag (in Kopie)
  • Kostenvoranschläge bzw. bereits bezahlte Rechnungen für Sanierungsmaßnahmen, Baumaterial bzw. Anzahlung der Wohnung, verbesserte Ausstattung, Einrichtungsgegenstände inkl. Auflistung.
Formulare

Siehe Link

Termine und Fristen

Ein Verwendungsnachweis in Form von Zahlungsbestätigungen und Rechnungen, die auf den Namen des Förderungswerbers/der Förderungswerberin oder des Ehegatten/der Ehegattin ausgestellt sein müssen, ist binnen 6 Monaten nach Erhalt der schriftlichen Förderungszusicherung dem Amt der Steiermärkischen Landesregierung; Abteilung 15, Energie, Wohnbau, Technik;  FA Energie und Wohnbau, 8010 Graz, Landhausgasse 7 vorzulegen.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

Wohnbauserver des Landes Steiermark, siehe Link

Rechtsgrundlage
Steiermärkisches Wohnbauförderungsgesetz 1993 sowie Durchführungsverordnung zum Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetz 1993
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Leistungskontrolle
  • Bedienstete des Landes Steiermark können das geförderte Objekt zwecks Prüfung betreten und Einsicht in erforderliche Unterlagen nehmen.
  • Der Förderungswerber/die Förderungswerberin muss die vorgelegten Rechnungsnachweise für die Dauer von 7 Jahren ab dem Zeitpunkt der Durchführung der geförderten Maßnahme gesichert aufbewahren.
Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1030154

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