Inhalt

Unterbringung in sozialpädagogischen Einrichtungen im Rahmen der Vollen Erziehung

Leistungsgegenstand

  • Ist das Kindeswohl gefährdet und ist zu erwarten, dass die Gefährdung nur durch eine Betreuung außerhalb der Familie oder des sonstigen bisherigen Wohnumfeldes abgewendet werden kann, ist Kindern und Jugendlichen volle Erziehung in sozialpädagogischen Einrichtungen zu gewähren, sofern der Kinder- und Jugendhilfeträger zur Gänze mit der Pflege und Erziehung betraut ist. Eine Übertragung der Pflege und Erziehung erfolgt im Regelfall im Rahmen einer freiwilligen Vereinbarung zwischen Obsorgeberechtigten und Kinder- und Jugendhilfeträger, wobei die Behörde auch von Amts wegen tätig werden kann.
  • Sozialpädagogische Einrichtungen sind Einrichtungen im Rahmen der Vollen Erziehung und können sowohl als stationäre wie auch als teilstationäre Dienste angeboten werden.  

Leistungsgeber

  • Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 4 - Soziale Sicherheit
  • Gemeinden

Zuständigkeit

  • Die jeweilig örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden werden von Amts wegen tätig und entscheiden über die Art der Erziehungshilfe.
  • Abwicklung der Kostentragung über Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 4 - Soziale Sicherheit, Mießtaler Straße 1, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Ansprechpartner: Frau Geraldine Friz, Telefon: 050 536 14604; Frau Sonja Kielmeier, Telefon: 050 536 14603; Herr Helmut Koren, Telefon: 050 536 14608.

Voraussetzungen

  • Gefährdung des Kindeswohls.
  • Betrauung/Übertragung von Pflege und Erziehung an den Kinder- und Jugendhilfeträger
  • Behörde wird von Amts wegen tätig bzw. Vertrag zwischen Obsorgeberechtigten und Kinder- und Jugendhilfeträger
  • Aufgrund der Hilfeplanung gemäß § 40 K-KJHG (LGBL. 83/2013 idgF) vorgeschlagene Maßnahmen.
  • Gewährung der Vollen Erziehung durch sozialpädagogische Einrichtungen, die eine Bewilligung durch das Land Kärnten vorweisen.

Sozialpädagogische Einrichtungen sind Einrichtungen im Rahmen der Vollen Erziehung und können sowohl als stationäre wie auch als teilstationäre Dienste angeboten werden. Nach der Erfüllung sämtlicher Voraussetzungen gem. § 15 K-KJHG (LGBl. 83/2013 idgF) wird der sozialpädagogischen Einrichtung von der Kärntner Landesregierung eine Bewilligung erteilt.

Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen:
Zu beachten

Amtswegiges Verfahren - keine Antragstellung.

Benötigte Unterlagen

Einkommensnachweise der Unterhaltsverpflichteten ( im Regelfall die Eltern)

Zusätzliche Informationen

Rechtsgrundlage
§ 45 in Zusammenhang mit § 36 und § 15 Kärntner Kinder- und Jugendhilfegesetz - K- KJHG, LGBl. 83/2013 idgF, Leistungsverträge mit den sozialpädagogischen Einrichtungen
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Die Kosten der vollen Erziehung und der Hilfen für junge Erwachsene sind, soweit durch diese Leistungen der Unterhalt tatsächlich gewährt wurde, von den zivilrechtlich zum Unterhalt Verpflichteten zu ersetzen, soweit diese nach ihren Lebensverhältnissen dazu imstande sind oder zum Zeitpunkt der Gewährung der Erziehungshilfe imstande waren. Forderungen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf wiederkehrende Leistungen, die der Deckung des Unterhaltsbedarfs dienen, gehen bis zur Höhe der Ersatzforderung auf das die volle Erziehung oder die Hilfen für junge Erwachsene gewährende Land über. Der Übergang der Forderung ist dem zur Leistung Verpflichteten anzuzeigen.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Hinweis
Leistung richtet sich an Organisationen, kann jedoch auch für Privatpersonen oder Unternehmen wichtige Informationen enthalten.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1030014

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