Inhalt

Pflegekarenzgeld

Leistungsgegenstand

Bei Vereinbarung einer Pflegekarenz oder einer Pflegeteilzeit bzw. bei Inanspruchnahme einer Familienhospizkarenz besteht ab 01.01.2014 ein Rechtsanspruch auf ein Pflegekarenzgeld zzgl. allfälliger Kinderzuschläge für unterhaltsberechtigte Kinder. Das Pflegekarenzgeld gebührt grundsätzlich für die Dauer der jeweiligen Maßnahme, wobei im Falle einer Pflegekarenz oder einer Pflegeteilzeit die Höchstdauer mit 6 Monaten (bei nicht zeitgleich in Anspruch genommener Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit von zumindest zwei nahen Angehörigen) pro pflegebedürftiger Person begrenzt ist. Im Falle einer Erhöhung des Pflegebedarfs um zumindest eine Pflegegeldstufe ist ein neuerlicher Pflegekarenzgeldbezug von bis zu 6 Monaten für dieselbe pflegebedürftige Person möglich. Darüber hinaus haben Personen, die sich zur Pflege und/oder Betreuung einer/eines nahen Angehörigen oder zum Zwecke einer Familienhospizkarenz vom Bezug eines Arbeitslosengeldes oder einer Notstandshilfe gem. § 32 Abs. 1 AlVG abmelden Anspruch auf ein Pflegekarenzgeld.

Leistungsgeber

  • Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion IV

Zuständigkeit

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Sektion IV
https://www.sozialministerium.at/
Sozialministeriumservice
https://www.sozialministeriumservice.at//

Voraussetzungen

Im Falle einer Pflegekarenz sowie einer Pflegeteilzeit

  • Vereinbarung einer Pflegekarenz bzw. einer Pflegeteilzeit mit der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber oder
  • Abmeldung vom Bezug von Arbeitslosengeld oder der Notstandshilfe gem. § 32 Abs. 1 Z 3 AlVG zur Pflege einer/eines nahen Angehörigen
  • Pflegebedürftigkeit einer/eines nahen Angehörigen zumindest der Pflegegeldstufe 3 (bei Minderjährigen oder an Demenz erkrankten Personen ab der Pflegegeldstufe 1)
  • Erklärung, dass die Pflege und Betreuung während der Pflegekarenz bzw. Pflegeteilzeit  überwiegend erbracht wird
  • 3 Monate ununterbrochene vollversicherungspflichtige Beschäftigung aus dem nunmehr karenzierten Arbeitsverhältnis

Im Falle einer Familienhospizkarenz:

  • Nachweis der Inanspruchnahme einer Familienhospizkarenz (z.B. Bestätigung durch die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber oder Abmeldung vom Bezug des Arbeitslosengeldes oder der Notstandshilfe gem. § 32 Abs. 1 Z 2 oder 3 AlVG)

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

https://www.sozialministerium.at/Themen/Pflege.html (Homepage Sozialministerium)

https://www.sozialministeriumservice.at/Finanzielles/Pflegeunterstuetzungen/Pflegeunterstuetzungen.de.html (Homepage Sozialministeriumservice)

Rechtsgrundlage
Bundespflegegeldgesetz (BPGG) BGBl. Nr. 110/1993 idgF
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1027473

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