Inhalt

Wohnunterstützung

Leistungsgegenstand

Wohnen ist ein wesentliches Grundbedürfnis des Menschen. Die Wohnunterstützung soll dabei helfen, den Zugang zu Wohnraum für alle Menschen in der Steiermark möglich zu machen.

Leistungsgeber

  • Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 11 Soziales, Arbeit und Integration

Zuständigkeit

Abteilung 11 Soziales, Arbeit und Integration

Referat Beihilfen und Sozialservice

Burggasse 7 - 9, 8010 Graz

beihilfenundsozialservice@stmk.gv.at

0316/877-3748

Voraussetzungen

  • Wohnunterstützung kann nur bei Mietwohnungen gewährt werden (nicht Eigentumswohnungen!)
  • Kein Anspruch bei
    • MieterInnen, die selbst (Mit)EigentümerInnen der Liegenschaft sind
    • MieterInnen, die in einem Naheverhältnis zum/zur VermieterIn der Wohnung stehen, haben auch keinen Anspruch.

(1) Förderungswerberinnen/Förderungswerber sind Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und zu einer der folgenden Personengruppen zählen:

1. österreichische Staatsbürgerinnen/Staatsbürger;

2. Angehörige österreichischer Staatsbürgerinnen/Staatsbürger, die über einen Aufenthaltstitel „Familienangehöriger“ gemäß § 47 Abs. 2 des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes (NAG) verfügen;

3. Personen, die über ein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht gemäß §§ 51 bis 54a und 57 NAG verfügen;

4. Asylberechtigte gemäß § 3 Asylgesetz 2005;

5. subsidiär Schutzberechtigte gemäß § 8 Asylgesetz 2005;

6. Personen

a) mit einem Aufenthaltstitel „Daueraufenthalt – EU“ gemäß § 45 NAG oder

b) deren vor dem 1. Jänner 2014 ausgestellter Aufenthaltstitel „Daueraufenthalt – EG“ oder „Daueraufenthalt – Familienangehöriger“ gemäß § 81 Abs. 29 NAG als „Daueraufenthalt – EU“ weiter gilt oder

c) deren vor Inkrafttreten des NAG erteilte Aufenthalts- und Niederlassungsberechtigung gemäß § 81 Abs. 2 NAG in Verbindung mit der Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz-Durchführungsverordnung weiter gilt;

7. Personen mit einem Aufenthaltstitel gemäß § 49 Abs. 2 bis 4 NAG.

(2) Förderungen können nur folgenden Personen gemäß Abs. 1 gewährt werden:

1. Mieterinnen/Mietern gemäß § 1 des Mietrechtsgesetzes, ausgenommen

a) Mieterinnen/Mieter, die selbst (Mit)Eigentümerinnen/(Mit)Eigentümer der Liegenschaft sind und

b) Mieterinnen/Mieter, die Angehörige gemäß § 36a AVG der Vermieterin/des Vermieters sind,

2. Untermieterinnen/Untermietern einer von einer Gemeinde, einem Gemeindeverband oder einer Einrichtung gemäß § 7 Abs. 1 Z 4 lit. c des Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetzes 1993 gemieteten geförderten Wohnung;

3. Benutzerinnen/Benutzern von Dienst-, Natural- oder Werkswohnungen ohne Mietvertrag.

(3) Als Förderungswerberinnen/Förderungswerber kommen Personen, die die Voraussetzungen für die Gewährung einer Mietzinsbeihilfe gemäß § 20 des Steiermärkischen Behindertengesetzes erfüllen, nicht in Betracht.

Benötigte Unterlagen

Einkommensnachweise (von allen im Haushalt lebenden Personen):

  • bei unselbstständig Erwerbstätigen oder Pensionisten: Lohnzettel (L16) für das vergangene volle Kalenderjahr oder eine Arbeitnehmerveranlagung; (auch nicht-österreichische Einkünfte und Pensionen)

  • bei Personen, die zur Einkommenssteuer veranlagt werden: die letzten drei Einkommensteuerbescheide

  • bei Kindern ab dem vollendeten 15. Lebensjahr: eine Schulbesuchs- oder Inskriptionsbestätigung bzw. die relevanten Einkommensnachweise

  • bei Bezug steuerfreier Einkünfte sind folgende Bestätigungen vorzulegen:

    • Leistungsbezug vom AMS (wie z.B. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, etc.),

    • mögliches zusätzliches Einkommen oder Einkommen aus geringfügiger Beschäftigung,

    • Sozialhilfebescheid, Mindestsicherungsbescheid, etc.

  • bei geschiedenen Personen: gerichtliche Vergleichsausfertigung

  • bei getrennt lebenden Personen: Nachweis über die gerichtlich oder vertraglich festgesetzten Unterhaltsleistungen für geschiedene Ehegattinnen bzw. Ehegatten, die von der nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Person an die Förderungswerberin bzw. den Förderungswerber zu erbringen sind

  • bei Studenten: Inskriptionsbestätigung und Studienbeihilfenbescheid (bei regelmäßigem Einkommen Lohnzettel/Honorarnoten)

  • Nachweis über den Bezug von Kinderbetreuungsgeld oder Wochengeld

  • Bescheid über den Bezug der Bedarfsorientierten Mindestsicherung

  • Familienbeihilfenbescheid

  • Bei Aufnahme jeder weiteren Erwerbstätigkeit im laufenden Kalenderjahr von allen im Haushalt lebenden Personen: Lohnzettel mit Datum des Arbeitsbeginns

  • Hauptmietvertrag (Wenn das Mietverhältnis vor 11.11.2017 begonnen hat, mit Bestätigung der Vergebührung)

  • Mieteinzahlungsbelege der letzten 12 Monate bzw. ab Mietbeginn (Bei Barzahlung Bestätigung der Vermieterin/des Vermieters)

  • Staatsbürgerschaftsnachweis, bei Nicht-EWR-BürgerInnen eine Kopie des gültigen Reisepasses oder Konventionspasses bzw. der Aufenthaltsgenehmigung/Beschäftigungsbewilligung

  • Meldebestätigung (Hauptwohnsitz) aus dem Zentralen Melderegister von allen in der Wohnung lebenden Personen

  • Vermögensnachweise (z.B. Kontoauszüge, Sparbücher, Bausparvertrag, Lebensversicherung, Wertpapiere), Typenscheine und Zulassungsscheine sämtlicher KFZ, Grundbuchsauszug aller Liegenschaften/Immobilien

  • Bescheid über den Grad der Behinderung (wenn vorhanden)

  • Bestätigung über den Bezug von erhöhter Familienbeihilfe (wenn vorhanden)

Dem Antrag sind die erforderlichen Unterlagen in Kopie beizulegen!

Termine und Fristen

Die Förderung wird gewährt:

  • ab dem 1. des Monats der Antragstellung, wenn zu diesem Zeitpunkt bereits ein aufrechtes Mietverhältnis besteht und die vollständigen Unterlagen des Förderungsansuchens bis spätestens am 15. des laufenden Monats (Werktag) eingelangt sind
  • in allen anderen Fällen mit dem der Vorlage der vollständigen Unterlagen des Förderungsansuchens folgende Monatsersten

Als Bezieherin bzw. Bezieher von Wohnunterstützung sind Sie verpflichtet, sämtliche Tatsachen, die eine Änderung der Höhe der Förderung oder den Verlust des Anspruchs zur Folge haben können, spätestens innerhalb eines Monats nach deren Bekanntwerden der zuständigen Stelle zu melden.

Dazu zählen vor allem:

  • Aufgabe der Wohnung (z.B. Auflösung des Mietvertrags)
  • Änderung der Anzahl der in der Wohnung lebenden Personen
  • jede Änderung des Einkommens

Zusätzliche Informationen

Rechtsgrundlage
Steiermärkisches Wohnunterstützungsgesetz; Wohnunterstützungsverordnung
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1025154

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