Inhalt

Förderung der Behebung von Katastrophenschäden

Leistungsgegenstand

Gefördert wird die Behebung von Elementarschäden an privatem Gut. Elementarschäden im Sinne dieser Förderung sind Schäden, die durch Schneedruck, Orkan, Bergstürze, Hochwasser, Erdrutsch, Vermurung, Lawinen, Erdbeben und Hagel verursacht wurden.

Förderwerber sind natürliche und juristische Personen, mit Ausnahme der Gebietskörperschaften. Anträge können demnach Landwirtschaften, Gewerbebetriebe, Industriebetriebe, Selbständig Beschäftigte, Abeitnehmer, Rentner, Pensionisten, Wegerhaltungsgenossenschaften, Vereine, Religionsgemeinschaften, usw., welche in ihrem Vermögen einen Schaden durch ein Elementarereignis erlitten haben, stellen.

Leistungsgeber

  • Amt der oö. Landesregierung - Direktion LWLD - Abteilung Land- und Forstwirtschaft
  • Bundesministerium für Finanzen

Zuständigkeit

Amt der oö. Landesregierung-Direktion LWLD-Abteilung Land- und Forstwirschaft

Tel.:(+43 732) 77 20-118 08

Fax: (+43 732) 77 20-211 798

e-Mail: lfw.post@ooe.gv.at

Voraussetzungen

Es muss eine besondere Notlage vorliegen. Diese liegt vor, wenn aufgrund der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse die Behebung des Schadens unmöglich oder ohne schwere Beeinträchtigung seiner weiteren Existenz nicht zumutbar ist.

Die persönliche Würdigkeit muss gegeben sein - z.B. diese liegt nicht vor, wenn die Betroffenen die Abwendung des Schadens sorglos unterlassen hat.

Die Existenz der Geschädigten muss mit wirtschaftlich vertretbarem Mitteleinsatz wieder hergestellt oder gesichert werden können.

Die eingesetzten Eigenmittel der FörderwerberInnen müssen in einer angemessenen Relation zur angestrebten Förderung stehen.

Die im Punkt 8 der Richtlinie angeführten Ausschließungsgründe dürfen nicht vorliegen:

  • Schaden unter Bagatellgrenze
  • Schaden an Neben- bzw. Zweitwohnsitzen sowie Sachwerten des gehobenen Standards
  • Elementarereignisse, die dem Unternehmerrisiko zuzuordnen sind
  • Umsatzverluste in Unternehmungen, die durch Elementarereignisse oder auch durch ungünstige Witterung verursacht wurden
  • Brand-, Viehunglücke oder durch Baumängel bzw. Baualter bedingte Gebäudeeinstürze gelten nicht als Elementarschäden
  • Mehrkosten, die während der Bauzeit infolge von Elementarereignissen wie Orkan, Schneedruck, Rutschungen, Abschwemmungen usw. anfallen
  • Vermögensverluste, die in Folge von Elementarereignissen entstehen - Kosten von vorbeugenden Maßnahmen - Die Behebung von Elementarschäden an Fahrzeugen.
 

Benötigte Unterlagen

Unterlagen, die dem Antrag beizulegen sind:

  • Land- und Forstwirtschaft: Einheitswertbescheid, Jahresabschluss, Einnahmen-Ausgabenrechnung, bei Zu- und Nebenerwerb den Lohnzettel bzw. Einkommenssteuerbescheid der/des Miteigentümer/s.
  • Gewerbe, Industrie: Jahresabschluss, Einnahmen-Ausgabenrechnung - Arbeitnehmer
  • Rentner: Lohnzettel, Pensionsbestätigung, Einkommenssteuerbescheid - Vereine: Vereinsregisterauszug, Einnahmen-Ausgabenrechnung
  • Erhaltungsgemeinschaften: Bescheid über den Bau und Erhaltung der Anlage, Verzeichnis über alle Mitglieder bzw. Betriebe mit Namen, Anschrift, Beruf und Beitragsanteil sowie Liste (inkl. Erhaltungsprozentsatz) jender Mitglieder, deren erschlossene Grundstücke als Wochenendsitze, Zweitwohnsitze oder Kapitalanlage dienen.

Um für die Geschädigten eine Hilfsaktion rasch und effizient organisieren zu können, sind die Anträge vollständig auszufüllen und dem Antrag zusätzlich zu den geforderten Unterlagen noch Fotos (keine CDs) über das Schadensereignis beizulegen. Die Förderstelle behält sich vor, wenn notwendig weitere Unterlagen von den Antragstellern anzufordern.

Formulare

 Antrag, siehe Link.

Termine und Fristen

Die Antragstellung hat im Wege der Gemeinde/Magistrat in der sich der Schaden ereignet hat, zu erfolgen. Die Anträge bedürfen einer gemeindeamtlichen Bestätigung und müssen innerhalb von 30 Tagen nach Schadenseintritt bzw. Kenntniserhalt bei der Abteilung Land- und Forstwirtschaft einlangen.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/ooe/hs.xsl/123152_DEU_HTML.htm

https://www.land-oberoesterreich.gv.at/147.htm

Rechtsgrundlage
Katastrophenfondsgesetz 1996 i.d.g.F.; Richtlinien für die Förderung von Elementarschadensbeihilfen in der Fassung vom 1.3.2011
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1024231

Bewerten Sie diese Leistung/Förderung

Stichwörter: