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Förderung von Biomasseheizanlagen für landwirtschaftliche Betriebe

Leistungsgegenstand

Der Einbau von Hackgutfeuerungs-, Pellets- und Scheitzholzanlagen (einschließlich landwirtschaftlicher Kleinpelletieranlagen und solarer Hackguttrocknungssysteme) wird gefördert. Ziel ist es, dass durch die Schaffung von Einrichtungen und Anlagen erneuerbare Energieträger verstärkt genutzt werden und die Umstellung von fossilen auf biogene Brennstoffe sowie die Erneuerung von zumindest 15 Jahre alten Heizkesseln oder Wärmeerzeugern forciert wird.

Leistungsgeber

  • Amt der oö. Landesregierung - Direktion LWLD - Abteilung Land- und Forstwirtschaft

Zuständigkeit

Amt der oö. Landesregierung - Direktion LWLD - Abteilung Land- und Forstwirtschaft

Tel.:(+43 732) 77 20-115 21

Fax: (+43 732) 77 20-211 798

e-Mail: lfw.post@ooe.gv.at

Voraussetzungen

  • Für Hackgutfeuerungs-, Pellets- und Scheitholzanlagen muss eine Typenprüfung hinsichtlich Leistung, Wirkungsgrad und Emission von einer staatlich autorisierten Prüfstelle vorliegen. Bei den Scheitholzanlagen muss es sich um einen Spezialholzkessel handeln. Universalkessel werden nicht in die Förderung einbezogen.
  • Die Antragstellung muss bis spätestens 18 Monate (Eingangsstempel der Förderstelle) nach Anfall der Kosten (Datum der Hauptrechnung) erfolgen. Die einschlägigen baubehördlichen Bestimmungen und die Bestimmungen des Oö. Luftreinhalte- und Energietechnikgesetzes sind einzuhalten.
  • Förderbar sind generell nur jene Heizsysteme, die ausschließlich auf Biomassebasis betrieben werden. Werden hingegen fossile Energieträger für Zusatzheizungen eingesetzt, so ist keine Förderung möglich. Darüber hinaus können in Wohnräumen befindliche Pellets-bzw. Einzelöfen in die Landesförderung einbezogen werden, wenn Biomasse die einzige Heizquelle darstellt.
  • Gebrauchte Anlagen sowie bauliche Maßnahmen (Heizhaus, Kamin,…) sind nicht förderbar!
  • Es müssen förderbare Kosten in der Höhe von mind. € 4.400,-- netto vorliegen.
  • Bei gemeinschaftlichen Biomasseheizanlagen und zentralen Heizanlagen bei Mietkauf-Reihenhäusern beträgt die Förderintensität 25 % und die Beihilfenobergrenze kann je nach Anzahl der am Projekt beteiligten Wohnobjekte bzw. Förderungswerbern angehoben werden.
Zu beachten

Mit dem Förderansuchen erklärt der/die FörderungswerberIn die Anerkennung der "Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich".

Weiters stimmt der/die FörderwerberIn einer Veröffentlichung des Namen/s und Anschrift, des Zweckes sowie der Art und Höhe der Förderung im Rahmen von Förderberichten zur Information der Öffentlichkeit und der Organe des Landes über die Verwendung von Fördermitteln des Landes Oberösterreich, insbesondere im Internet, zu.

Bei der Durchführung des Vorhabens sind die Grundsätze der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit zu beachten. Ist ein Anschluss an ein bestehendes biogenes Fern- bzw. Nahwärmenetz im Umkreis von 35 Metern möglich, wird für eine Biomasseheizanlage keine Förderung gewährt.

Benötigte Unterlagen

  • vollständig ausgefüllter Förderantrag (Formular A 6)
  • Bestätigung über den ordnungsgemäßen Einbau und die Inbetriebnahme der Anlage durch einen befugten Installateur
  • Bestätigung über die Einholung aller erforderlichen Bewilligungen durch die Baubehörde
  • Originalrechnungen samt Originalzahlungsnachweisen
Formulare

Antragsformular, siehe Link.

Termine und Fristen

Die Antragstellung (mittels Formular A 6) muss bis spätestens 18 Monate (Eingangsstempel der Förderstelle) nach Anfall der Kosten (Datum der Hauptrechnung) erfolgen.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/ooe/hs.xsl/97453_DEU_HTML.htm

Rechtsgrundlage
Allgemeine Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich idgF; Förderung einzelbetrieblicher Hackgutfeuerungs-, Pellets- und Scheitholzanlagen für natürliche und juristische Personen und landwirtschaftliche Betriebe (Richtlinie) idgF
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Landwirtschaftliche Hackgutheizung:

  • Förderung Neuanlage (Eine Neuanlage ist nur dann gegeben, wenn bisher noch keine Biomasseheizanlage bestanden hat): 2.700,00 Euro
  • Förderung Umstellung einer fossilen Altanlage (Öl, Gas, Kohle, Allesbrenner) auf eine landwirtschaftliche Hackgutheizung: 3.200,00 Euro
  • Förderung Erneuerung einer alten Biomasseheizanlage (zumindest 15 Jahre) auf eine landwirtschaftliche Hackgutheizung: 500,00 Euro
  • Förderung für solare Hackguttrocknungsanlagen und Kleinpelletieranlagen (mit überbetrieblicher Nutzung): 20 Prozent, max. 2.700,00 Euro

Landwirtschaftliche Scheitholzheizung:

  • Förderung Neuanlage: 1.000,00 Euro
  • Förderung Umstellung einer fossilen Altanlage (Öl, Gas, Kohle, Allesbrenner) auf eine Scheitholzheizung: 1.500,00 Euro
  • Förderung Erneuerung einer alten Biomasseheizung (zumindest 15 Jahre) auf eine Scheitholzheizung: 500,00 Euro
Leistungskontrolle

Im Zuge der Antragsbearbeitung erfolgt eine richtlinienmäßige Überprüfung der Antragsunterlagen, einschließlich der vorgelegten Originalrechnungen und Originalzahlungsbelege.

Darüber hinaus werden stichprobenartige Vor-Ort-Kontrollen durchgeführt.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1023225

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