Inhalt

Frühförderung

Leistungsgegenstand

Die Frühförderung versteht sich als frühestmögliche, ganzheitliche Förderung für in ihrer Entwicklung auffällige Kinder, Kinder mit einer Beeinträchtigung und Kinder, bei denen die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden kann.

Frühförderung ist zu leisten, um Beeinträchtigungen frühestmöglich zu vermeiden oder zu verringern, Behinderungen zu beseitigen und das Kind und dessen familiäres und soziales Umfeld zum Umgang mit der Beeinträchtigung zu befähigen.

Wesentliche Zielsetzung der Frühförderung, neben der Entwicklungsförderung und der Familienberatung und -begleitung, ist die frühzeitige Förderung, welche wesent­lichen Einfluss auf die Entwicklungspotentiale der Kinder hat.

Es gibt:

  • Allgemeine Frühförderung
  • Familienbegleitung
  • Frühe Kommunikationsförderung
  • Sehfrühförderung

Nähere Informationen zu Zweck und Zielsetzung der Allgemeinen Frühförderung, der Familienbegleitung, der Frühen Kommunikationsförderung und der Sehfrühförderung, den Zielgruppen und den direkten und indirekten Leistungen entnehmen Sie bitte den weiterführenden Informationen zu den Voraussetzungen.

Leistungsgeber

  • Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Soziales

Zuständigkeit

Für die Geldleistung an die Träger (=Erbringer der Sachleistung) ist das Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Soziales zuständig.

Für die Sachleistungsbezieher sind die örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaften und Magistrate zuständig.

Der Antrag für Maßnahmen der Frühförderung kann bei der Oö. Landesregierung, der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat), der Gemeinde, der Sozialberatungsstelle, in deren Bereich sich die antragstellende Person aufhält, oder bei der Einrichtung, in der oder durch die die anspruchsberechtigte Person Leistungen nach diesem Landesgesetz in Anspruch nimmt oder nehmen will, eingebracht werden. (§ 21 Oö. ChG 2008 idgF)

Voraussetzungen

Voraussetzungen für Trägerorganisationen:

Die Leistungsempfänger (Träger=Erbringer der Sachleistung) müssen mit Bescheid gemäß § 27 Oö Chancengleichheitsgesetz idgF anerkannt werden bzw. sind anzeigepflichtige Sachverhalte gemäß § 28 Oö Chancengleichheitsgesetz idgF mit Bescheid zu untersagen.
Gemäß § 30 Oö Chancengleichheitsgesetz idgF ist ein Leistungsvertrag zu errichten. Inhalt dieses Vertrages sind auch die geltenden Rahmenrichtlinien.

Voraussetzungen für die Empfänger der Sachleistung:

a) Antragstellung bei zuständiger Bezirksverwaltungsbehörde

b) Es muss sich um Menschen mit Beeinträchtigungen gemäß § 2 des Oberösterreichischen Chancengleichheitsgesetztes handeln

c) Leistungen nach diesem Landesgesetz können nur an Menschen mit Beeinträchtigungen erbracht werden,

(1) a) die UnionsbürgerInnen sind sowie deren Familienangehörige, oder

(1) b) die Staatsangehörige eines Staates sind, dessen Angehörigen Österreich dieselben Rechte zu gewähren hat wie Staatsangehörigen Österreichs, oder

(1) c) die über einen Daueraufenthaltstitel verfügen,

(2) die ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich haben oder sich dauernd in Oberösterreich aufhalten und

(3) die nicht auf Grund anderer Rechtsvorschriften - ausgenommen nach dem Oö. Sozialhilfegesetz 1998 und dem Oö Mindestsicherungsgesetz - Leistungen erhalten oder einen Anspruch auf Leistungen geltend machen können, die mit den im § 3 Abs. 1 Oö Chancengleichheitsgesetz genannten Leistungen vergleichbar sind.

Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen:

Benötigte Unterlagen

Folgende Unterlagen sind für Antragsteller (=Empfänger der Sachleistung) in Kopie anzuschließen:

1. Nachweis über rechtmäßigen Daueraufenthalt

2. Nachweis der Beeinträchtigung (ärztliches Attest)

3. Einkommensnachweise (z.B. Lohnbestätigung der letzten drei Monate, AMS-Bestätigung, Einkommenssteuerbescheid, Pensionsmitteilung, Rentennachweis, Unfallrente, Nachweis über Unterhaltsanspruch, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Krankengeld, Abfertigung, Mieteinnahmen, Pflegegeldbezüge, Wohnbeihilfe [Bezug oder Antragstellung])

4. Vermögensnachweise (Kontoauszüge der letzten 6 Monate, Sparbücher, Bausparvertrag, Lebensversicherung, Wertpapierdepot usw. .....)

Im Rahmen der Mitwirkungspflicht sind diese Unterlagen vorzulegen.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/ooe/hs.xsl/18369_DEU_HTML.htm

Rechtsgrundlage
§ 10 Oö. Chancengleichheitsgesetz 2008 idgF §§ 1-3 Oö. ChG-Hauptleistungsverordnung §§ 27,28 und 30 Oö. Chancengleichheitsgesetz 2008 idgF
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Die Sachleistungsempfänger und sonstige beitrags- und kostenersatzpflichtige Personen haben gem. § 20 Oö.ChG 2008 idgF in Verbindung mit der Oö. ChG Beitrags- und Richtsatzverordnung Beiträge sowie gemäß §§ 39 bis 45 Oö. ChG 2008 idgF Kostenersatz zu den Sachleistungen zu zahlen.

Leistungskontrolle

Kontrolle und Qualitätssicherung gem. § 29 Oö Chancengleichheitsgesetz idgF in wirtschaftlicher und fachlicher Hinsicht.
Die Kontrolle der Landesregierung ist unter Einbindung der Interessenvertretung dahingehend auszuüben, dass
1. die Einrichtungen nach ihrer Führung und Ausstattung den Erfordernissen einer fachgerechten Leistungserbringung entsprechen
2. die Entgelte sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig verwendet werden.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Hinweis
Leistung richtet sich an Organisationen, kann jedoch auch für Privatpersonen oder Unternehmen wichtige Informationen enthalten.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1022813

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