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Beihilfengewährung für Schäden nach Naturkatastrophen

Leistungsgegenstand

Hilfsmaßnahmen des Kärntner Nothilfswerkes zur Behebung von Schäden infolge von Naturkatastrophen. Beihilfengewährung an physische Personen, Interessentengemeinschaften und juristische Personen. Die Förderung wird nicht an Gebietskörperschaften gewährt.

Leistungsgeber

  • Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 3 - Gemeinden, Raumordnung und Katastrophenschutz
  • Bundesministerium für Finanzen

Zuständigkeit

Einbringung der Anträge bei der Gemeinde in der sich der Katastrophenschaden ereignet hat.

Für allgemeine Auskünfte zuständig:

Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 3 – Gemeinden, Raumordnung und Katastrophenschutz; Rosenegger Straße 20, 9024 Klagenfurt am Wörthersee; Telefon: 050 536 13072

Voraussetzungen

  1. Die Antragstellung durch den Katastrophengeschädigten erfolgt in der Gemeinde, in welcher sich der Katastrophenschaden ereignet hat.
  2. Als Katastrophenschäden im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen gelten Schäden nach:
    • Hochwasser
    • Vermurung
    • Lawinen
    • Schneedruck
    • Erdrutsch
    • Bergsturz
    • Orkan
    • Erdbeben
    • Hagel
  3. Beihilfenzusage, wobei die Auszahlung der Beihilfe erst nach dem Nachweis der Wiederherstellung des Katastrophenschadens erfolgt.

Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen finden Sie in der aktuellen Richtline für die Durchführung von Hilfsmaßnahmen des Kärntner Nothilfswerkes (gültig ab 1.1.2015) auf der Homepage des Landes Kärnten unter folgendem Link.

Zu beachten

Nicht zu berücksichtigende Schäden sind:

  • Dürre-, Frost- und Hagelschäden an landwirtschaftlichen Kulturen (soweit sie    versicherungsfähig gewesen sind);
  • versicherungsfähige  Schäden nach Feuer;
  • durch  Baumängel bzw. Baualter bedingte Gebäudeeinstürze und Schäden an baulichen Einrichtungen;
  • Katastrophenschäden im Gemeindevermögen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen (insbesondere  an Gemeindestraßen und –wegen, Gemeindeämtern, Schulen, Kindergärten,  Feuerwehrgebäuden, bei Wasser- und Abwasserverbänden, etc.);
  • Schäden an Neben-, Zweitwohnsitzen und Wochenendhäusern (bei denen kein Wohnsitz  besteht) sowie Sachwerten des gehobenen Standards (wie z.B. Luxus- und   Hobbygegenstände, Pools/Schwimmbäder, Schmuck, aufwändige   Gartengestaltungen, Wohnmobile….);
  • Schäden  durch Erhöhung des Grundwasserspiegels infolge von u.a. Dauerregen und  Schneeschmelze;
  • Fischschäden in fließenden Gewässern;
  • Fischschäden und Schäden an Teichanlagen (Ausnahme: Wenn die Fischzucht im Rahmen einer  Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.).

Bagatellgrenze:

  • Ziffernmäßig geringfügige Schäden - das sind solche im Ausmaß von nicht mehr als Euro 440,-- - sind mangels Vorliegen einer schwerwiegenden Einwirkung im Lebensbereich des Geschädigten nicht beihilfefähig (Bagatellfälle). 
  • Bei Waldschäden beträgt die Schadensuntergrenze mindestens 0,3 ha reduzierter Fläche (Einzelflächen können nicht zusammen gerechnet werden) und 100 Fm Schadholz.
  • Bei Interessentengemeinschaften wird diese Geringfügigkeitsgrenze durch Vervielfachung des Betrages von Euro 440,-- mit der Anzahl der an der Schadensbehebung beteiligten Mitglieder bestimmt.

Benötigte Unterlagen

Einkommensnachweise sämtlicher im gemeinsamen Haushalt lebender Personen, Kostenvoranschläge der Wiederherstellungsmaßnahmen, Interessentenlisten bei Interessentengemeinschaften

Termine und Fristen

Einreichfrist innerhalb von 6 Monaten nach Eintritt des Katastrophenereignisses.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

www.sicherheit.ktn.gv.at

Rechtsgrundlage
Katastrophenfondsgesetz 1996 - KatFG 1996, BGBl. 201/1996 idgF; Richtlinien für die Durchführung von Hilfsmaßnahmen des Kärntner Nothilfswerkes; Allgemeine Richtlinien für Förderungen aus Landesmitteln
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Die Förderung wird nicht an Gebietskörperschaften gewährt.

Leistungskontrolle

Die Wiederherstellung des vorhergehenden Zustandes wird durch Vorlage von Nachweisen (Rechnungen samt Einzahlungsbestätigungen, Eigenleistungsbestätigungen in Form von Stundenlisten, Neuerliche Begutachtung und Aufarbeitungsbestätigungen bei Forstschäden durch Amtssachverständigen) überprüft.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1021021

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