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Kurzzeitbetreuung für Menschen mit Behinderung

Leistungsgegenstand

Personen, die einen nahen Angehörigen mit Assistenzbedarf betreuen, soll durch die Inanspruchnahme der Förderung eines Aufenthaltes im Rahmen einer Kurzzeitbetreuung die Möglichkeit geboten werden, dass diese eine Entlastung von der schwierigen Aufgabe im Rahmen der familiären Betreuung erfahren.

Die qualitativ hochwertige Betreuung und Pflege erfolgt dabei in Behinderteneinrichtungen innerhalb eines Bettenpools. Die Behinderteneinrichtungen unterliegen gemäß Kärntner Heimgesetz als solche der fachlichen Qualitätskontrolle durch die Kärntner Landesregierung.

Die Kurzzeitbetreuung ist für die Dauer von max. 28 Tagen im Zeitraum eines Jahres ab der 1. Antragsstellung für Menschen mit Behinderung/Assistenzbedarf nach Verfügbarkeit der Plätze, möglich. Diese werden sodann in Einrichtungen der Behindertenhilfe, mit denen ein aufrechter Vertrag mit dem Land Kärnten besteht, betreut. Diese Einrichtungen sind auf der Homepage des Landes Kärnten abrufbar. Die Abrechnung erfolgt zwischen Land und Einrichtung.

Leistungsgeber

  • Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 4 - Soziale Sicherheit
  • Gemeinden

Zuständigkeit

Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 4 - Soziale Sicherheit, Ansprechpartner: Mag. Sigrid Samm, Telefon: 050 536 14528

Voraussetzungen

  • Antragstellung durch die entsprechende Einrichtung an das Amt der Kärntner Landesregierung unter Nachweis der geforderten Voraussetzungen.
  • Einhaltung und Nachweis der in § 1 Grundsätze der geförderten Kurzzeitbetreuung und § 2 Voraussetzungen der Richtlinien für die Abwicklung der Kurzzeitbetreuung für Menschen mit Assistenzbedarf angeführten Grundsätze und Voraussetzungen (siehe Richtlinie unter folgendem Link)
  • Die Einrichtung muss nach dem K-Heimgesetz bewilligt sein und über einen aufrechten Leistungsvertrag mit dem Land Kärnten verfügen.

Die wesentlichen Voraussetzungen gem. § 2 der Richtlinie sind:

  • Der Antragsteller hat den Nachweis zu erbringen, dass dieser den nahen Angehörigen mit Assistenzbedarf vor Antragstellung seit mindestens einem halben Jahr betreut hat und
  • der Antragsteller mindestens die Hälfte des notwendigen Betreuungsaufwandes erbringt.
  • Sämtliche geforderten Nachweise und Bestätigungen müssen beigebracht werden und somit eine positive Zusage vorliegt.
Zu beachten

Es besteht auf die Leistung kein Rechtsanspruch.

Benötigte Unterlagen

Im Standardfall sind folgende Unterlagen vor Inanspruchnahme beim Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 4 - Kompetenzzentrum Soziales einzureichen:

  • ausgefüllter Antrag auf Förderung der Kurzzeitbetreuung
  • Bestätigung der Einrichtung/en in welcher das Erstgespräch stattgefunden hat und Bekanntgabe des Datums der ersten geplanten Inanspruchnahme der Kurzzeitbetreuung in dieser/diesen Einrichtung(en).
  • Fachärztliches Gutachten oder Arztbrief mit Diagnose oder Pflegegeldbescheid (darf nicht älter als 2 Jahre sein),
  • Meldezettel des Antragstellers und des Angehörigen mit Assistenzbedarf (nicht älter als 3 Monate ab Antragsstellung) oder gemeindeamtliche Bestätigung
  • Bei besachwalterten Angehörigen mit Assistenzbedarf der Sachwalterbestellungsbeschluss 
Formulare

Richtlinien zur Abwicklung der Kurzzeitbetreuung und auszuwählende Einrichtungen sind auf der Homepage der Kärntner Landesregierung

  • unter folgendem Link oder
  • unter:Themen/Soziales/Menschen mit Behinderung/Kurzzeitbetreuung:

Termine und Fristen

Antragstellung vor Inanspruchnahme der Leistung. 28 Tage innerhalb eines Jahres ab erster Inanspruchnahme.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

https://www.ktn.gv.at/Service/Formulare-und-Leistungen/GS-L70

Rechtsgrundlage
§ 1 Abs. 2 Kärntner Chancengleichheitsgesetz - K-ChG, LGBl. 8/2010, zuletzt in der Fassung LBGl. 56/2013 bzw. idgF. ivm § 15 lit d K-MSG, LGBl. 15/2007, zuletzt in der Fassung LGBl. 56/2013 bzw. idgF sowie Richtlinie für die Abwicklung der Kurzzeitbetreung von Menschen mit Assistenzbedarf
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Anteiliges Pflegegeld wird vom Land in Rechnung gestellt.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Hinweis
Leistung richtet sich an Organisationen, kann jedoch auch für Privatpersonen oder Unternehmen wichtige Informationen enthalten.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1020965

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