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Naturaktives Oberösterreich

Leistungsgegenstand

Ziel dieser Förderaktion ist es, neue Lebensräume für bedrohte Pflanzen- und Tierarten zu schaffen. Die Aktion „Naturaktives Oberösterreich“ soll einen Anreiz bieten, die Vielfalt unserer Landschaft wieder zu erhöhen.

Gefördert wird die Anlage von Feuchtbiotopen und Teichen, Hecken, Feld- und Ufergehölzen, Alleen und Baumreihen, Obstbaumreihen, Streuobstwiesen, Trocken- und Lesesteinmauern sowie die Revitalisierung bestehender Teiche und sonstige Projekte, die geeignet sind, Lebensräume zu verbessern oder zu schaffen (z.B. Renaturierung von Mooren, Wiedervernässung von Feuchtwiesen).

Förderungswerber können sein: Natürliche und juristische Personen wie Gemeinden, Vereine, etc.

Leistungsgeber

  • Amt der Oö. Landesregierung - Direktion LWLD - Abteilung Naturschutz

Zuständigkeit

Amt der Oö. Landesregierung, Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung, Abteilung Naturschutz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel: (+43 732) 77 20-11871, Fax: (+43 732) 77 20-211899, E-Mail: n.post@ooe.gv.at

Voraussetzungen

Im Rahmen dieser Leistung können Kosten für folgende Maßnahmen gefördert werden:

Hecken und Feldgehölzpflanzungen dürfen nur unter Verwendung einheimischer, standortgerechter Gehölzpflanzen aus der Liste "Standortgerechte Gehölzpflanzen Oberösterreichs" durchgeführt werden.
Ein Verbissschutz durch Wildschutzzäunung ist vorzusehen. Obstbaumpflanzungen werden nur bei Verwendung regionaltypischer, standortgerechter Sorten aus der Liste "Empfehlenswerte Obstsorten Oberösterreichs" auf Halb- oder Hochstamm gefördert. Ein Verbissschutz durch Wildschutzzäunung ist vorzusehen. Auf den Rechnungen sind die Obstsorten ausdrücklich anzuführen. Landschaftsbild prägende Alleen, Einzelbäume und Einzelbaumreihen dürfen nur unter Verwendung einheimischer, standortgerechter Baumarten (zugelassenes Material nach dem forstlichen Vermehrungsgesetz mit Stammzertifikat, das in dem empfohlenen Herkunftsgebiet eingesetzt wird), durchgeführt werden. Feuchtbiotope und Teiche werden nur gefördert, wenn eine entsprechende ökologische Vernetzung mit dem Umland gesichert ist (keine umgebenden geschlossenen Mauern, unüberwindliche Steilufer oder Ähnliches). Die Förderung von Folienteichen ist nur in fachlich begründeten Fällen möglich (z.B. natürliche Dichtmaterialien stehen regional nicht zur Verfügung oder würden ökologischen Zielsetzungen widersprechen). Die Nutzung eines geförderten Teiches insbesondere als Schwimm- oder Fischteich ist nicht gestattet. Die Pflanzung von Wasserpflanzen wird nur bei Verwendung einheimischer, standortgerechter Pflanzenarten, die aus heimischem Saatgut gezogen wurden, gefördert. Gefördert wird ausschließlich eine Initialpflanzung mit maximal drei Pflanzen einer Art aus der Liste "Standortgerechte Gewässerpflanzen Oberösterreichs". Die Neuanlage oder Sanierung von Trocken- oder Lesesteinmauern sowie deren Bepflanzung mit einheimischen, standortgerechten Pflanzenarten kann unterstützt werden. Nicht förderbar sind Blocksteinschlichtungen mit Einzelsteinen über 500 kg. Für sonstige Projekte, die geeignet sind, ökologisch bedeutsame Lebensräume zu schaffen, werden die Ausführungskosten im Ausmaß von bis zu maximal 70 Prozent der gesamten anrechenbaren Nettokosten gefördert. Diese beinhalten die Aufwendungen für Material, Arbeit und Maschinen. Bei Schulbiotopen ist aus pädagogischen Gründen eine Förderung bis zu 100 Prozent der anrechenbaren Nettokosten möglich. Projekte werden ab einer Mindestfördersumme in Höhe von 200 Euro gefördert.

Allenfalls notwendige behördliche Bewilligungen (zum Beispiel naturschutzrechtliche oder wasserrechtliche Bewilligung) sind mit der Antragstellung vorzulegen. Bescheidmäßig oder anderweitig vorgeschriebene Maßnahmen können nicht gefördert werden.
Alle Maßnahmen, mit Ausnahme von Schulprojekten, dürfen nur auf Grundstücken mit Grünlandwidmung durchgeführt werden. Durch die Anlage eines Sekundärbiotops dürfen Primärbiotope nicht zerstört werden (zum Beispiel Zerstörung einer Trockenböschung durch Heckenpflanzung). Darüber hinaus sind Belastungen, die das Biotop beeinträchtigen, aktiv zu unterbinden und erforderliche Pflegemaßnahmen zu setzen. Alle Anlagen sind ab Erhalt der Förderung für die Dauer von mindestens zehn Jahren dem geltend gemachten Zweck zu widmen. Auch danach unterliegen die Anlagen weiterhin den jeweiligen gesetzlichen Regelungen. Die Bestimmungen der Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich in der jeweils geltenden Fassung sind von den FörderwerberInnen vollinhaltlich anzuerkennen und einzuhalten.

Benötigte Unterlagen

Antragsformular "Naturaktives Oberösterreich" (LWLD-N/E-6)

Lageplan mit Gestaltungs- und Bepflanzungsplan bzw. Pflanzenliste

Nachweis behördlicher Bewilligungen, falls erforderlich

Zur Abrechnung: Originalrechnung und Zahlungsnachweis

Formulare

Antrag, siehe Link.

Termine und Fristen

Eigenleistungen werden ausschließlich bei Antragstellung vor Durchführung aller Maßnahmen
gefördert.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/SID-3DCFCFC3-D7DCB7A7/ooe/hs.xsl/35965_DEU_HTML.htm

Rechtsgrundlage
Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetz 2001 idgF, § 1 Abs. 7; Allgemeine Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich idgF
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Hecken und Feldgehölzpflanzungen: bis zu 1,50 Euro pro Strauch oder Baum. Für Pflanzmaterial mit regionaler Herkunftszertifizierung kann die Förderung um bis zu 50 Prozent erhöht werden.

Obstbaumpflanzungen: bis zu 20 Euro pro Obstbaum. In Schutzgebieten ist eine Förderung bis zur Höhe der Nettokosten möglich.

Landschaftsbild prägende Alleen, Einzelbäume und Einzelbaumreihen: bis zu 50 Euro pro Baum, jedoch maximal 1/3 der Nettokosten

Wildschutzzaun bzw. Einzelstammschutz: bis zu 1,50 Euro je Baum bzw. pro Laufmeter Zaun bei Hecken

Feuchtbiotope und Teiche: Teichfläche bis 50 m² bis zu 300 Euro
Teichfläche bis 200 m² bis zu 5 Euro pro m²
Teichfläche bis 400 m² bis zu 3,60 Euro pro m²
Teichfläche ab 400 m² bis zu 2,20 Euro pro m² 

Die Pflanzung von Wasserpflanzen: bis zu 2 Euro pro Pflanze

Die Neuanlage oder Sanierung von Trocken- oder Lesesteinmauern: bis zu 100 Euro je Laufmeter Steinmauer und 1,50 Euro je Pflanze 

Für sonstige Projekte, die geeignet sind, ökologisch bedeutsame Lebensräume zu schaffen, werden die Ausführungskosten im Ausmaß von bis zu maximal 70 Prozent der gesamten anrechenbaren Nettokosten gefördert. Diese beinhalten die Aufwendungen für Material, Arbeit und Maschinen.

Bei Schulbiotopen ist aus pädagogischen Gründen eine Förderung bis zu 100 Prozent der anrechenbaren Nettokosten möglich.

Leistungskontrolle

Stichprobenkontrolle

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1018266

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