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Zuschuss zur stationären Kurzeitpflege für pflegebedürftige Personen

Leistungsgegenstand

Diese Förderung hat den Zweck, einen Beitrag zur Entlastung von pflegenden Angehörigen pflegebedürftiger Personen dadurch zu leisten, dass in akuten Notsituationen nach einem unerwarteten Krankenhausaufenthalt aufgrund einer akuten Erkrankung (wie beispielsweise einem Schlaganfall, Oberschenkelhalsbruch o.ä.) unmittelbar oder zeitnah nach der Entlassung aus einer Krankenanstalt eine finanzielle Hilfestellung für eine professionelle Pflege in einem Wohn- oder Pflegeheim gewährt wird. Gefördert werden nur Ersatzpflegemaßnahmen im Ausmaß von zumindest durchgehend vier Tagen, höchstens aber 28 Tage pro Jahr. Für die Bemessung der Zuschussleistung gelten die bei einer Unterbringung in einem Wohn- oder Pflegeheim für die jeweilige Pflegestufe vom Land Tirol festgelegten Tagsätze zuzüglich einer zehnprozentigen Aufwandspauschale. Die Zuschussleistung wird grundsätzlich als einmalige Geldleistung gewährt und im Nachhinein gegen Vorlage einer Originalrechnung ausbezahlt.

Leistungsgeber

  • Land Tirol

Zuständigkeit

Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Soziales, Eduard-Wallnöfer-Platz 3, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/2592, E-Mail: soziales@tirol.gv.at

Voraussetzungen

  • Hauptwohnsitz in Tirol
  • Kurzzeitpflegemaßnahme in einem Tiroler Wohn- und Pflegeheim mit einem Rahmenvertrag mit dem Land Tirol
  • Zuschussleistungen zur Kurzzeitpflege für pflegebedürftige Personen können nach Maßgabe der für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Mittel an pflegebedürftige Personen gewährt werden,

- die kein Pflegegeld nach dem Bundespflegegeldgesetz beziehen oder

- die ein Pflegegeld nach dem Bundespflegegeldgesetz der Stufen 1 oder 2 beziehen

und

- die unmittelbar oder zeitnah nach einem unerwarteten Krankenhausaufenthalt aufgrund einer akuten Erkrankung (wie beispielsweise einem Schlaganfall, Oberschenkelhalsbruch o.ä.) sich in einer Notsituation befinden und daher zumindest einer kurzzeitigen Pflege in einem Wohn- oder Pflegeheim bedürfen.

Zu beachten

Das Bundesozialamt gewährt ebenfalls Leistungen zur Unterstützung pflegender Angehöriger.

Benötigte Unterlagen

  • Der letzte rechtskräftige Bescheid/das letzte rechtskräftige Urteil über die Zuerkennung eines Pflegegeldes;
  • Ein Nachweis über die angefallenen Kosten im Wohn- oder Pflegeheim; diese dürfen nicht höher sein als die für die jeweilige Pflegestufe vom Land Tirol für das betreffende Heim festgelegten Tagsätze zuzüglich einer zehnprozentigen Aufwandspauschale;
  • Ein Nachweis (ärztliche Bestätigung) über die akute Notsituation und den Krankenhausaufenthalt sowie für die Notwendigkeit einer Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung;
  • Allenfalls eine ärztliche gutachterliche Stellungnahme des behandelnden Arztes im Krankenhaus über eine konkrete höhere Pflegegeldstufe;
  • Einkommensnachweise der pflegebedürftigen Person
Formulare

Siehe Link.

Termine und Fristen

Ansuchen um die Gewährung eines Zuschusses sind spätestens sechs Monate nach Beginn der Kurzzeitpflege beim Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Soziales, einzubringen.

Zusätzliche Informationen

Rechtsgrundlage
§§ 2 Abs. 18, 13 lit. c und 44 TMSG iVm der Richtlinie des Landes Tirol zur Förderung der Kurzzeitpflege für pflegebedürftige Personen
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Es besteht Gebühren- und Abgabenfreiheit gemäß § 48 Tiroler Mindestsicherungsgesetz.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1015874

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