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NÖ Wohnbauförderung Eigenheimsanierung

Leistungsgegenstand

Die Eigenheimsanierung kann beantragt werden für Gebäude in NÖ mit bis zu 500 m² bestehender oder zu sanierender Nutzfläche, die im Eigentum natürlicher Personen stehen, für:

  • die SANIERUNG solcher Gebäude und/oder
  •  die SCHAFFUNG von neuen oder zusätzlichen Wohnungen durch Zu-, Um-, Auf- oder Einbauten in diese Gebäude.

Förderbar sind maximal zwei der neuen Wohnungen. Die Förderung basiert auf einem nicht rückzahlbaren ZUSCHUSS ZU EINEM DARLEHEN (Ausleihung). Anhand eines Punktesystems wird der förderbare Sanierungsbetrag ermittelt. Die aufgrund der Endabrechnung anerkannten Sanierungskosten müssen als Darlehen (Ausleihung) mit mindestens zehn Jahren Laufzeit bei einem finanzierenden Institut aufgenommen werden. Die Förderung besteht aus einem jährlichen Zuschuss von 3 % des förderbaren Sanierungsbetrages über die Dauer von zehn Jahren (nicht rückzahlbar). Förderbare Sanierungsmaßnahmen sind:

  • Dachsanierung (Dachdecker, Zimmerer, Spengler)
  • Wärmeschutz oberste Geschoßdecke
  • Wärmeschutz Fußböden bei nicht unterkellerten erdberührten Böden
  • Wärmeschutz Kellerdecke
  • Wärmeschutz Dachschräge bei bestehenden Dachgeschoßausbauten
  • Vollwärmeschutzfassade inklusive Gebäudesockeldämmung
  • Fassadensanierung bei denkmalgeschützten und historischen Gebäuden
  • Tausch der Fenster und Hauseingangstüren
  • Fenstersanierung
  • Trockenlegung (mechanische, chemische Systeme)
  • Barrierefreiheit (Paket von MUSS-Kriterien siehe Informationsbroschüre Seite 19)
  • Behindertengerechte Maßnahmen für besondere Wohnbedürfnisse
  • Heizung auf Basis fester biogener Brennstoffe nach Möglichkeit mit einer thermischen Solaranlage oder Photovoltaikanlage
  • Anschluss an biogene Fernwärme oder an Fernwärme aus Kraftwärmekoppelung bzw. Nutzung von sonstiger Abwärme
  • Wärmepumpe zur Heizung mit einer thermischen Solar- oder Photovoltaikanlage
  • Pufferspeicher zu einer bestehenden Zentralheizungsanlage
  • Zentrale Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Dezentrale Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (nur im Sanierungsfall förderbar)
  • Thermische Solaranlagen zur Warmwasseraufbereitung/Zusatzheizung
  • Lüftungskompaktgeräte zur Warmwasseraufbereitung
  • Wärmepumpenanlage zur Warmwasseraufbereitung mit einer Photovoltaikanlage
  • Photovoltaikanlage (netzgekoppelte Anlage, Inselbetrieb)
  • Instandsetzungsarbeiten nach Hochwässern
  • Präventivmaßnahmen für den Hochwasserschutz
  • Sicherheitseinrichtungen (umfassender mechanischer Schutz; Sicherheitsfenster und -türen mit einer Widerstandsklasse von mindestens 3 oder elektronischer Schutz; Alarmanlage)
  • Schaffung von bis zu zwei neuen Wohneinheiten in bestehenden Gebäuden durch Auf-, Zu-, Um- und Einbauten inklusive Sanitär-, Elektroinstallationen und innovativer klimarelevanter Heizung

Leistungsgeber

  • Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Finanzen, F1

Zuständigkeit

Das Antragsformular kann bei folgenden Stellen eingereicht werden: 

  • Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
    Abteilung Wohnungsförderung
    Landhausplatz 1/Haus 7A
    3109 St. Pölten
  • sowie bei den Außenstellen der Abteilung Wohnungsförderung

          BH Amstetten
          BH Bruck an der Leitha
          BH Gänserndorf
          BH Gmünd
          BH Horn
          BH Korneuburg
          BH Mistelbach
          BH Mödling
          BH Wr. Neustadt
          BH Zwettl

  • und den Bürgerbüros in den Bezirkshauptmannschaften.

Telefonnummer: 02742/22133
E-Mailadresse: post.f2auskunft@noel.gv.at

Voraussetzungen

Einen Antrag können ausschließlich natürliche Personen einbringen.

Für die Zuerkennung einer Förderung ist die Berechnung eines Energieausweises erforderlich. Zur Förderungsermittlung ist das Gebäudedatenblatt (Beilage C), welches die wichtigsten Ergebnisse aus dem Energieausweis beinhaltet, vorzulegen.

Das Gebäudedatenblatt erhalten Sie vom Energieausweisersteller.

Die geförderte Wohnung muss vom Nutzer (Eigentümer, Mieter, ...) als Hauptwohnsitz genutzt werden.

Für die Zuerkennung einer ANKAUFSFÖRDERUNG muss eine „thermische Gesamtsanierung“ vorliegen; die Höhe dieser Ankaufsförderung ist abhängig vom Kaufpreis, vom Status „Jungfamilie“ und von der Lagequalität „Ortskern“.

Benötigte Unterlagen

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizulegen:

  • Antragsformular Eigenheimsanierung
  • gegebenenfalls Mietvertrag oder Pachtvertrag (in Kopie) 
  • Gemeindebestätigung (Beilage A)    
  • Gebäudedatenblatt vom Energieausweisersteller
    (Beilage C)
  • rechtskräftige Baubewilligung, Niederschrift, Baubeschreibung
    (in Kopie, wenn lt. Gemeindebestätigung - Beilage A - erforderlich)
  • behördlich genehmigter Einreichplan (Original)

Im zutreffenden Fall sind zusätzlich anzuschließen:

  • Nachweis über Art und Ausmaß der Behinderung und ärztliche Bestätigung über die Notwendigkeit der behindertengerechten Maßnahmen
  • Bestätigung für präventive Hochwasserschutzmaßnahmen bzw. Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten nach Hochwässer (Beilage B)
  • Beratungsprotokoll des Gebietsbauamtes betreffend präventive Hochwasserschutzmaßnahmen
Formulare

Formulare sind unter folgendem Link abzurufen.

Termine und Fristen

Mit den Sanierungsmaßnahmen darf erst nach Einreichung des Antrages begonnen werden. Bei baubewilligungspflichtigen Sanierungsmaßnahmen muss die Baubewilligung samt Niederschrift und Ausführungsplänen vorgelegt werden.

Bei Präventivmaßnahmen für den Hochwasserschutz und Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen infolge von Hochwasserschäden an Wohngebäuden (einschließlich des Kellers) darf mit den Sanierungsmaßnahmen ein Jahr vor Einlangen des Antrages begonnen werden.

Nach Abschluss der Arbeiten ist die Endabrechnung unter Anschluss sämtlicher bezahlter Rechnungen sowie der Nachweis über den Hauptwohnsitz der BewohnerInnen vorzulegen. Bei Ehepaaren bzw. Lebensgemeinschaften ist die Hauptwohnsitzbestätigung von beiden Personen erforderlich.

Grundsätzlich ist die Förderung von Sanierungsmaßnahmen nur bei Gebäuden möglich, deren Baubewilligung mindestens 20 Jahre zurückliegt.

Bei folgenden Sanierungsmaßnahmen kann die Baubewilligung zu einem späteren Zeitpunkt erteilt worden sein:

  • Heizungsanlagen mit und ohne Warmwasseraufbereitung mit erneuerbarer bzw. biogener Energie
  • Wärmedämmmaßnahmen
  • Maßnahmen für die Verminderung des Energieverbrauchs
  • Maßnahmen für die thermische Verbesserung des gesamten Objektes
  • präventive Hochwasserschutzmaßnahmen sowie Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten nach Hochwässern
  • Sicherheitsmaßnahmen
  • sowie bei behindertengerechten Maßnahmen
  • Schaffung von zusätzlichen Wohnungseinheiten

In diesen Fällen muss jedoch die Benützungsbewilligung bzw. die Fertigstellungsmeldung gemäß § 30 NÖ Bauordnung bereits vorliegen.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

http://www.noe.gv.at/Bauen-Wohnen/Sanieren-Renovieren/Wohnbaufoerderung-Eigenheimsanierung/Wohnbaufoerderung_Eigenheimsanierung.html

Rechtsgrundlage
NÖ Wohnungsförderungsgesetz 2005, in der jeweils geltenden Fassung NÖ Wohnungsförderungsrichtlinien 2011, in der jeweils geltenden Fassung
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Das Verfahren zur Gewährung von Wohnbauförderung ist von landesrechtlichen Gebühren und Verwaltungsabgaben befreit.

Es können u.a. Rechtsgeschäftsgebühren, Gerichtskosten oder Kosten für den Energieausweis entstehen.

Leistungskontrolle

Eine örtliche Bauberatung erfolgt stichprobenweise.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1014679

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