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Erhöhte Familienbeihilfe

Leistungsgegenstand

Die Familienbeihilfe ist eine direkte Transferleistung an die Anspruchsberechtigten, durch welche die Kosten, die Eltern auf Grund ihrer Unterhaltspflicht gegenüber den Kindern entstehen, ausgeglichen werden.

Leistungsgeber

  • Sektion Familien und Jugend des zuständigen Bundesministeriums

Zuständigkeit

Bundeskanzleramt, Sektion Familien und Jugend, Abt. V/1 - Ausgleichfonds für Familienbeihilfen, Familienbeihilfe- Mehrkindzuschlag

Voraussetzungen

Grundsätzlich haben Eltern unabhängig von der Höhe ihres Einkommens Anspruch auf Familienbeihilfe, wenn sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen in Österreich befindet (ständiger Aufenthalt) und das Kind mit ihnen im gemeinsamen Haushalt lebt, also sich ebenfalls ständig in Österreich aufhält. Weitere Ansprüche können sich für den EU/EWR-Raum bzw. die Schweiz auf Grund der europarechtlichen Koordinierungs­regelungen ergeben. Näheres siehe Link EU/EWR-Bürger.

Auf Grund ausdrücklicher gesetzlicher Anordnung ist die Mutter vorrangig anspruchsberechtigt.

Nur dann, wenn ein Kind zu keinem Elternteil haushaltszugehörig ist, besteht die Möglichkeit, einen Anspruch auf Familienbeihilfe wegen überwiegender Tragung der Unterhaltskosten für das Kind, geltend zu machen.

Ein eigener Anspruch des Kindes auf Familienbeihilfe für sich selbst ist nur in Ausnahmefällen möglich, nämlich dann, wenn Eltern ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen.

Für minderjährige Kinder besteht ohne die Erfüllung weiterer zusätzlicher Erfordernisse Anspruch auf Familienbeihilfe bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Ist ein Kind erheblich behindert, wird ein Erhöhungszuschlag zur allgemeinen Familienbeihilfe gewährt.

Nach Erreichen der Volljährigkeit kann für Kinder, die für einen Beruf ausgebildet werden, bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres, d.h. bis zum 24. Geburtstag des Kindes, Familienbeihilfe bezogen werden. Ab Juni 2012 besteht auch für Kinder, die einen Freiwilligendienst leisten, ein Anspruch; ist dies nicht der Fall, kann ein abgeleisteter Freiwilligendienst die Anspruchsdauer bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres des Kindes verlängern.

Weiters kann kann sich die Anspruchsdauer bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres verlängern, wenn die Kinder den Präsenz-, Zivil- oder Ausbildungsdienst geleistet oder ein Kind geboren haben. Dies gilt auch, wenn sie an dem Tag, an dem sie das 24. Lebensjahr vollenden, schwanger sind oder der Bezug der erhöhten Familienbeihilfe wegen erheblicher Behinderung vorliegt. Außerdem kann sich die Anspruchsdauer bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres verlängern, wenn ein Kind ein Studium von mindestens 10 Semestern Dauer betreibt.

Für dauernd erwerbsunfähige Kinder gilt keine Altershöchstgrenze, wenn die voraussichtlich dauernde Erwerbsunfähigkeit vor Vollendung des 21. Lebensjahres, oder während einer Berufsausbildung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.

Anspruch auf Familienbeihilfe besteht für volljährige Kinder, die das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, für die Zeit zwischen dem Abschluss der Schulausbildung und dem frühestmöglichen Beginn einer weiteren Berufsausbildung.

Volljährige Kinder dürfen ein eigenes, zu versteuerndes Einkommen von max.  10.000,- €  pro Kalenderjahr erzielen, um den Anspruch auf Familienbeihilfe nicht zu verlieren.

Für Zeiten der Absolvierung des Präsenz-, Zivil- oder Ausbildungsdienstes sowie für Kinder, denen vom (früheren) Ehepartner Unterhalt zu leisten ist, besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe.

 

Zu beachten

Über Anträge auf Gewährung der Familienbeihilfe entscheidet das nach dem Wohnsitz oder dem gewöhnlichen Aufenthalt der Antrag stellenden Person zuständige Finanzamt. 

Benötigte Unterlagen

Was im speziellen Einzelfall nachzuweisen ist, kann am Finanzamt erfragt werden.

Formulare

Der Familienbeihilfenantrag kann dem Finanzamt von zu Hause per Mausklick auf elektronischem Wege über FinanzOnline übermittelt werden. Näheres ist dem unten stehenden Link zu entnehmen. 

Online Antrag

Hinweis
Dieser Antrag steht nur Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Termine und Fristen

Die Familienbeihilfe und die erhöhte Familienbeihilfe für ein erheblich behindertes Kind werden höchstens für fünf Jahre rückwirkend vom Beginn des Monats der Antragstellung gewährt.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

https://finanzonline.bmf.gv.at

http://www.bmfj.gv.at/familie/finanzielle-unterstuetzungen/familienbeihilfe0.html

Rechtsgrundlage
Familienlastenausgleichsgesetz 1967
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Die Beantragung der Familienbeihilfe ist gebührenfrei.

Zur Höhe der Familienbeihilfe siehe Link "... Familienbeihilfenbeträge mit Berechnungstabelle".

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1000884

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