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Kinderbetreuungsgeld und Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld

Leistungsgegenstand

Das Kinderbetreuungsgeld ist eine Familienleistung, die Eltern als direkte Transferzahlung zur teilweisen Abgeltung ihres Betreuungsaufwandes bzw. als Einkommensersatzleistung erhalten.

Beim Kinderbetreuungsgeld stehen für Geburten ab 1. 3.2017 zwei unterschiedliche Systeme zur Auswahl:

  • das pauschale Kinderbetreuungsgeld- Konto
  • das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld

Beim KBG- Konto kann innerhalb eines Rahmens von 365 bis 815 Tagen (für einen Elternteil) bzw. von 456 bis 1063 Tagen (für beide Elternteile) die Bezugsdauer flexibel gewählt werden. Je nach gewählter Bezugsdauer beträgt der Tagesbetrag 33,88 bis 14,53  Euro täglich, dh je kürzer die Bezugsdauer ist, desto höher ist der Tagesbetrag.

Eltern mit nur geringem Einkommen können darüber hinaus eine Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld in Höhe von 6,06 Euro pro Tag für maximal 365 Monate beantragen.

Das einkommensabhängige KBG beträgt 80 % der früheren Einkünfte, maximal 66 Euro täglich. Es kann bis zum 365. Tag ab der Geburt  (für einen Elternteil) bzw. bis zum 426. Tag ab der Geburt (für beide Elternteile) bezogen werden.

Für Geburten bis 28.2.2017 steht das Kinderbetreuungsgeld in fünf Varianten zur Verfügung. Details siehe www.bmfj.gv.at.  

Leistungsgeber

  • Sektion Familien und Jugend des zuständigen Bundesministeriums
  • KV-Träger

Zuständigkeit

Bundeskanzleramt, Sektion Familien und Jugend, Abt. V/3 - Kinderbetreuungsgeld, Familienzeitbonus, Arbeits- und Sozialrecht

Voraussetzungen

Allgemeine Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug von Kinderbetreuungsgeld sind:

  • Anspruch auf und Bezug von Familienbeihilfe für das Kind
  • Mittelpunkt der Lebensinteressen in Österreich
  • Gemeinsamer Haushalt mit dem Kind (identer Hauptwohnsitz)
  • Durchführung der vorgeschriebenen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen
  • Einhaltung der Zuverdienstgrenze

Für EWR- bzw. EU- und Schweizer-Bürger/innen kommt die EWR-Verordnung 883/2004 zur Anwendung.

Für Bezieher/innen von pauschalem Kinderbetreuungsgeld (Konto) gilt eine Zuverdienstgrenze von 60 % der früheren Einkünfte, mindestens aber 16.200 € pro Kalenderjahr.

Beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld muss neben den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen in den 182 Tagen vor der Geburt/dem Mutterschutz eine in Österreich kranken- und pensionsversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit tatsächlich ausgeübt werden.

Da das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld eine Art Einkommensersatz ist, ist ein Zuverdienst nur im Ausmaß von 6.800 € pro Kalenderjahr zulässig.

Die Wahl des Systems ist grundsätzlich bei der erstmaligen Antragstellung zu treffen und bindet auch den 2. Elternteil.

Das Kinderbetreuungsgeld gebührt jeweils für das jüngste Kind. Bei Mehrlingskindern wird für jedes weitere Mehrlingskind in der Pauschalvariante (Konto) ein Zuschlag von 50 Prozent des gewählten Tagsatzes gewährt.

In bestimmten Härtefällen kann es zu einer Verlängerung des Bezuges von pauschalem Kinderbetreuungsgeld (Konto) von max. 91 Tagen über das höchstmögliche Ausmaß, das einem Elternteil ohne Wechsel zusteht, kommen.

Die Eltern können sich - unabhängig vom gewählten System - beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes zwei Mal abwechseln, somit können sich max. drei Blöcke ergeben, wobei ein Block mind. 61 Tage dauern muss. Ein gleichzeitiger Bezug von Kinderbetreuungsgeld für bis zu 31 Tage durch beide Elternteile ist  anlässlich des ersten Wechsels möglich.

Das Kinderbetreuungsgeld ruht während des Wochengeldbezugs (in der Höhe des Wochengeldes) und beginnt erst nach Ende der Schutzfrist.

Beziehen die Eltern annähernd gleich lange (50:50 bis 60:40) und jeder Elternteil mindestens 124 Tage Kinderbetreuungsgeld, so gebührt für Geburten ab 1. März 2017 auf Antrag ein Partnerschaftsbonus in Höhe von je 500 Euro

Anspruch auf die Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld haben:

  • Alleinerziehende, die Anspruch auf pauschales Kinderbetreuungsgeld haben - und nicht mehr als 6.800 € im Kalenderjahr verdienen
  • Elternteile, die in Ehe bzw. Lebensgemeinschaft leben und Anspruch auf pauschales Kinderbetreuungsgeld haben, wobei der beziehende Elternteil nicht mehr als 6.800 € sowie der zweite Elternteil bzw. Partner nicht mehr als 16.200 € im Kalenderjahr verdienen darf.

Die Beihilfe gebührt höchstens für die Dauer von 365 Tagen ab Antragstellung, unabhängig von der gewählten Pauschalvariante.

Mehr Details unter folgendem Link. (Beachten Sie die abweichenden Regelungen Geburten bis 28.2.2017!)

Zu beachten
  • Das Kinderbetreuungsgeld sowie die Beihilfe zum KBG sind bei der zuständigen Krankenkasse zu beantragen. Adressen finden sich auf den Fachseiten der Homepage des Bundeskanzleramtes (Sektion Familien und Jugend).
  • Bei konkreten Fragen zu Ihrem Einzelfall wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Krankenkasse. 

Benötigte Unterlagen

Informationen finden sich auf dem Antragsformular, welches auf der Homepage des Bundeskanzleramtes (Sektion Familien und Jugend) beim Fachbereich Kinderbetreuungsgeld downloadbar ist. (siehe Link unten)

Formulare

Siehe Link

Online Antrag

Hinweis
Dieser Antrag steht nur Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Termine und Fristen

KBG sowie die Beihilfe zum KBG können maximal sechs Monate rückwirkend geltend gemacht werden.

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

https://www.frauen-familien-jugend.bka.gv.at/familie/finanzielle-unterstuetzungen/kinderbetreuungsgeld-ab-1.3.2017.html

Rechtsgrundlage
Kinderbetreuungsgeldgesetz, BGBL. I Nr. 103/2001 idgF
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen

Bei der Beantragung entstehen keine Kosten.

Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1000496

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