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Förderung von Familienberatung

Leistungsgegenstand

Personalkostenzuschüsse für sonstige Rechtsträger des öffentlichen Rechtes und gemeinnützige private Rechtsträger, die kostenlos, nach sachlichen Gesichtspunkten, unter Wahrung der Anonymität der Ratsuchenden und der Verpflichtung zur Gewährleistung der Verschwiegenheit Familienberatung durch qualifiziertes Personal anbieten.

Leistungsgeber

  • Sektion Familien und Jugend des zuständigen Bundesministeriums

Zuständigkeit

Bundeskanzleramt, Sektion Familien und Jugend, Abt. V/4 - Familienhilfe (Information, Beratung, Förderung, Härteausgleich)

Voraussetzungen

  • Mindestvoraussetzung für die Förderung einer Familienberatungsstelle ist das Angebot von Beratung in Angelegenheiten der Familienplanung sowie in wirtschaftlichen und sozialen Belangen werdender Mütter. Zu diesem Zweck muss in jeder Beratungsstelle zumindest ein/e Sozialarbeiter/in bzw. Ehe‑ und Familienberater/in tätig sein.
  • Sofern eine medizinische Beratung in Angelegenheiten der Familienplanung beabsichtigt ist, ist dazu ein/e zur selbstständigen Berufsausübung berechtigte/r Arzt/Ärztin heranzuziehen, die/der in der Lage ist, über Angelegenheiten der Familienplanung zu informieren, sowie befugt ist, Empfängnisverhütungsmittel zu verschreiben.
  • Darüber hinaus können auch Beratungen zu anderen familienrelevanten Themen angeboten und dafür weitere Personen, die eine der in § 2 Abs. 1 Zif. 3 und 4 des Familienberatungsförderungsgesetzes (FBFG) genannten sonstigen Befähigungen nachweisen, zur Beratung herangezogen werden.
  • In den Statuten/Satzungen von Rechtsträgern des privaten Rechts muss als einer der statutarischen Zwecke “Beratung nach dem FBFG” vorkommen.
    Die Beratung muss an mindestens zwei Tagen innerhalb eines Monats stattfinden, wobei auf die Bedürfnisse von berufstätigen Ratsuchenden besonders Rücksicht zu nehmen ist. Das Beratungsausmaß muss mindestens acht Stunden im Monat betragen. Die Öffnungszeiten müssen durch Anschlag an der Beratungsstelle öffentlich ersichtlich sein.
  • Die Beratung muss kostenlos und anonym angeboten werden. Freiwillige Kostenbeiträge können entgegengenommen werden.
  • Voraussetzung für eine Förderung aus Bundesmitteln ist weiters, dass das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz, BGBl. I Nr. 82/2005, sowie das Diskriminierungsverbot gemäß § 7b des Behinderteneinstellungsgesetzes (BEinstG), BGBl. Nr. 22/1970, berücksichtigt werden.
  • Die Entscheidung über eine allfällige Förderung einer Familienberatungsstelle kann erst nach deren Eröffnung, nach Festsetzung eines Prüfzeitraumes (Dauer durchschnittlich ein halbes Jahr) und nach Auswertung der Berichte über die Beratungstätigkeit in diesem Zeitraum samt Vorortüberprüfung (Besichtigung) erfolgen. In diesem Zeitraum muss vom Förderungswerber der regionale bzw. lokale Bedarf nach einer neuen Beratungsstelle glaubhaft gemacht werden (§ 4 Abs. 1 FBFG).
  • Bei der Förderung von neuen Stellen wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend eine flächendeckende, möglichst gleichmäßige Versorgung mit Beratungsstellen im gesamten Bundesgebiet angestrebt. 
Zu beachten
  • Es wird darauf hingewiesen, dass Psychotherapie nach dem FBFG nicht gefördert werden kann.
  • Weiters wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass gemäß § 7 FBFG ein Rechtsanspruch auf eine Förderung nicht besteht und daher selbst bei Erfüllung aller Fördervoraussetzungen z.B. aus budgetären Gründen oder aus Gründen der regionalen Versorgungslage eine Förderung nicht gewährt werden kann.

Benötigte Unterlagen

  • Antragsformular samt Finanzierungsplänen
  • Vereinsstatuten/Gesellschaftsvertrag
  • Befähigungsnachweise der in der Beratungsstelle tätigen Berater/innen gemäß § 2 Abs 1 Zif 3 und 4 FBFG
  • Expertise über die Barrierefreiheit der Webseite und der Beratungsstelle

Termine und Fristen

Einleitung des Prüfverfahrens ab Beginn der Beratungstätigkeit jederzeit möglich 

Zusätzliche Informationen

Externe Informationsseiten

http://www.familienberatung.gv.at/

Rechtsgrundlage
FBFG - Familienberatungsförderungsgesetz, Allgemeine Rahmenrichtlinien für die Gewährung von Förderungen aus Bundesmitteln (ARR 2004)
Weiterführende Informationen zu den Rechtsgrundlagen:
Kosten und Zahlungen
  • Keine Bearbeitungsgebühr
  • Auszahlung der Förderungsmittel quartalsweise im März, April, Juli und Dezember
Leistungskontrolle
  • Für die Abrechnung und Dokumentation der Beratungstätigkeit ist ein vom Ressort zur Verfügung gestelltes Zeiterfassungs- und Beratungsdokumentationsprogramm zu verwenden.
  • Die Beratungsdaten sind halbjährlich dem Ressort elektronisch und einmal jährlich auch in Papierform zur Verfügung zu stellen.
  • Vor-Ort-Kontrolle, Stichprobenkontrolle der Originalauszahlungsbelege, Rückforderungsgründe und Datenschutzbestimmungen nach ARR und FBFG.
Leistungsart
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis
unbegrenzt

Auszahlungssummen

Hinweis
Die angezeigten Auszahlungssummen sind jene Beträge, welche die jeweiligen Abwicklungsstellen in Summe pro Förderung an Förderungsempfänger ausbezahlen und an die Transparenzdatenbank übermitteln.
Zu beachten:
  • Die Summen können sich nachträglich noch ändern, wenn es beispielsweise zu Rückforderungen kommt oder wenn gewisse Auszahlungen erst nach Endabrechnung an die Transparenzdatenbank mitgeteilt werden.
  • Aus diesem Grund werden die Summen regelmäßig aktualisiert, wobei die Auszahlungen verzögert um ein Quartal dargestellt werden.
  • Bei Covid-19 Gelddarlehen (Kredite und Darlehen) werden die ausbezahlten Summen mit den von den Kreditnehmern rückgezahlten Summen in einer Gesamtsumme dargestellt.

Bei Rückfragen zu diesem Leistungsangebot kann folgende Referenznummer relevant sein: 1000306

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