Um Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt zu erreichen, bedarf es nach wie vor gezielter Maßnahmen und Angebote. Gerade im Schul- und Jugendalter werden die Weichen für die weitere berufliche Karriere und Lebensplanung gestellt.
Deshalb muss Berufsorientierung als Prozess gesehen werden, der schon sehr früh beginnt und sich über die schulische Laufbahn von Kindern und Jugendlichen erstreckt.
Geschlechterreflektierende Berufsorientierung bildet die Basis zur Eröffnung von neuen sowie vielfältigeren Möglichkeiten und bietet Jugendlichen die Gelegenheit, sich mit gesellschaftlichen Rollenbildern und Erwartungen in Zusammenhang mit ihrem Geschlecht, insbesondere in Bezug auf die eigenen beruflichen Möglichkeiten, auseinanderzusetzen.
Um das zu erreichen, ist es wichtig, eine Vielfalt an Angeboten zu setzen, die unterschiedliche Möglichkeiten zum Kennenlernen und praktischen Erproben von vielfältigen Berufsfeldern eröffnen.
Der „Future Day ist ein Baustein in diesem Prozess und das Land Kärnten leistet damit einen Beitrag dazu, die Berufswahl von jungen Erwachsenen an ihren persönlichen Stärken und Fähigkeiten festzumachen und nicht anhand stereotyper Vorstellungen von Geschlecht.
Hauptziel ist es, Impulse für eine frühzeitige Berufsorientierung abseits stereotyper Geschlechterrollen zu setzen und zum einen Mädchen die Möglichkeit zu bieten, sich in technisch-handwerklichen und naturwissenschaftlichen Bereichen zu erproben und zum anderen Burschen in den sozialen Bereich hineinschnuppern zu lassen.
Darüber hinaus sollen die Abteilungen bzw. deren Mitarbeitende durch die Auseinandersetzung im Projekt sensibilisiert werden, Wissen und Bewusstsein zu geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen und Entscheidungsprozessen generieren und in der Folge die Erkenntnisse in der Projektumsetzung und bestenfalls auch im Arbeitsumfeld gleichstellungsorientiert einsetzen. Gleichzeitig lernen die teilnehmenden Jugendlichen das Land Kärnten als möglichen zukünftigen Arbeitgeber kennen.
Übergeordnete Ziele des Future Day sind:
bei Jugendlichen Interesse für die im Land Kärnten befindlichen Berufsfelder – im Besonderen jene, die nach wie vor sehr geschlechtsspezifisch gewählt werden – zu wecken Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Vorbilder in geschlechtsuntypischen Berufen kennenzulernen Erfahrungs- und Erprobungsräume zu eröffnen, um das Ausprobieren in den Vordergrund zu stellen
Die Öffentlichkeit und die Mitarbeitenden in den Abteilungen als Multiplikator:innen dafür zu sensibilisieren, dass Berufswahl fernab von Geschlechterrollenklischees passieren sollte und ein Zugang für Jugendliche zum gesamten Berufswahlspektrum gefördert wird