Detail zu Leistung/Förderung

Arbeit und fähigkeitsorientierte Aktivität - "Fähigkeitsorientierte Aktivität" (1022789)

Leistungsgegenstand

Die Förderung „Fähigkeitsorientierte Aktivität“ soll Menschen mit körperlichen, geistigen, psychischen und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen die Teilnahme und Mitwirkung an einem Arbeitsprozess sowie am Leben in der Gemeinschaft erleichtern bzw. ermöglichen. Die geförderten Maßnahmen schaffen eine organisierte Tagesstruktur mit vielfältigen, fähigkeitsorientierten und sinnvollen Tätigkeitsfeldern.
Förderempfänger sind die Trägerorganisationen, die Sachleistungen im Bereich der fähigkeitsorientierten Aktivität für beeinträchtigte Personen erbringen.


Zu den erbrachten und geförderten Leistungen zählen:
Direkte Leistungen (jene Leistungen, welche in direkter Interaktion mit den Menschen mit Beeinträchtigungen erbracht werden):
a. Betreuung und Begleitung im Arbeits- und Beschäftigungsprozess
b. Unterstützung bei der Erhaltung und Entwicklung von Kompetenzen
c. Persönlichkeitsentwicklung und Entwicklung lebenspraktischer Fertigkeiten
d. Individuelle Basisversorgung
e. Kommunikation
f. Freizeitaktivitäten, Kultur und Bildung im Rahmen der Beschäftigung
g. Leistungen im medizinisch-therapeutischen Bereich
h. Leistungen im psychischen Bereich

Indirekte Leistungen (alle jene Leistungen, welche die Schaffung geeigneter organisatorischer Rahmenbedingungen, die Sicherung der Qualität der inhaltlichen Arbeit durch eine bewusste Planung der Abläufe und Reflexion, die Sicherstellung des Informationsflusses, eine geplante Weiterentwicklung des eigenen Aufgabenbereiches und eine Auseinandersetzung mit inhaltlich-methodischen Aspekten der pädagogischen Tätigkeit zum Inhalt haben):

  1. Indirekte kunden-/kundinnenbezogene Tätigkeiten
  2. Pädagogisch-planerische Leistungen
  3. Organisatorische Leistungen
  4. Konzeptionelle Leistungen

Leistungsuntergliederung
„Fähigkeitsorientierte Aktivität“ wird angeboten als

  1. Fähigkeitsorientierte Aktivität für Menschen mit körperlichen, geistigen und mehrfachen Beeinträchtigungen
  2. Fähigkeitsorientierte Aktivität für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
  3. Integrative Beschäftigung für Menschen mit körperlichen, geistigen, psychischen und mehrfachen Beeinträchtigungen

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den weiterführenden Informationen zu den Voraussetzungen

Voraussetzungen für die Leistungszuerkennung

Voraussetzungen für Trägerorganisationen:
Die Leistungsempfänger (Träger=Erbringer der Sachleistung) müssen mit Bescheid gemäß § 27 Oö. ChG idgF anerkannt werden bzw sind anzeigepflichtige Sachverhalte gemäß § 28 Oö. ChG idgF mit Bescheid zu untersagen.
Gemäß § 30 Oö. ChG idgF ist ein Leistungsvertrag zu errichten. Inhalt dieses Vertrages sind auch die geltenden Rahmenrichtlinien.

Voraussetzungen für die Empfänger der Sachleistung: 
1. Antragstellung bei zuständiger Bezirksverwaltungsbehörde

2. Es muss sich um Menschen mit Beeinträchtigungen gemäß § 2 des Oberösterreichischen Chancengleichheitsgesetztes handeln

3. Leistungen nach diesem Landesgesetz können nur an Menschen mit Beeinträchtigungen erbracht werden, die

3.1. ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich haben oder sich dauernd in Oberösterreich aufhalten und

3.2. nicht auf Grund anderer Rechtsvorschriften - ausgenommen nach dem Oö. Sozialhilfegesetz 1998 und dem Oö. Mindestsicherungsgesetz - Leistungen erhalten oder einen Anspruch auf Leistungen geltend machen können, die mit den im § 3 Abs. 1 Oö. Chancengleichheitsgesetz genannten Leistungen vergleichbar sind.

3.3.1. UnionsbürgerInnen sind sowie deren Familienangehörige, oder

3.3.2.  Staatsangehörige eines Staates sind, dessen Angehörigen Österreich dieselben Rechte zu gewähren hat wie Staatsangehörigen Österreichs, oder

3.3.3. über einen Daueraufenthaltstitel verfügen.

Verantwortliche Stelle(n) / Leistungsgeber

Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Soziales

Details zum Leistungsangebot

Leistungsart:
Förderungen/Transferzahlungen
Angebot ist abrufbar bis:
unbegrenzt

Rechtsgrundlage

§§ 11, 27, 28 und 30 Oö. Chancengleichheitsgesetz 2008 idgF

Informationen über Zuständigkeiten

Für die Geldleistung an die Träger (=Erbringer der Sachleistung) ist das Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Soziales zuständig.

Für die Sachleistungsbezieher sind die örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaften und Magistrate zuständig.

Der Antrag der Sachleistungsbezieher für Maßnahmen der fähigkeitsorientieren Aktivität kann bei der Oö. Landesregierung, der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft bzw Magistrat), der Gemeinde, der Sozialberatungsstelle, in deren Bereich sich die antragstellende Person aufhält, oder bei der Einrichtung, in der oder durch die die anspruchsberechtigte Person Leistungen nach diesem Landesgesetz in Anspruch nimmt oder nehmen will, eingebracht werden. (§ 21 Oö. ChG 2008 idgF)

Informationen zu (online) Formularen

Antragsformular für Menschen mit Beeinträchtigungen siehe Link

Informationen über benötigte Unterlagen

Folgende Unterlagen sind für Antragsteller (=Empfänger der Sachleistung) in Kopie anzuschließen:
1. Nachweis über rechtmäßigen Daueraufenthalt
2. Nachweis der Beeinträchtigung (ärztliches Attest)
3. Einkommensnachweise (z.B. Lohnbestätigung der letzten drei Monate, AMS-Bestätigung, Einkommenssteuerbescheid, Pensionsmitteilung, Rentennachweis, Unfallrente, Nachweis über Unterhaltsanspruch, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Krankengeld, Abfertigung, Mieteinnahmen, Pflegegeldbezüge, Wohnbeihilfe [Bezug oder Antragstellung])
4. Vermögensnachweise (Kontoauszüge der letzten 6 Monate, Sparbücher, Bausparvertrag, Lebensversicherung, Wertpapierdepot usw. .....)
Im Rahmen der Mitwirkungspflicht sind diese Unterlagen vorzulegen.

Informationen über Kosten und Zahlungen

Die Sachleistungsempfänger und sonstige beitrags- und kostenersatzpflichtige Personen haben gem. § 20 Oö.ChG 2008 idgF in Verbindung mit der Oö. ChG Beitrags- und Richtsatzverordnung Beiträge sowie gemäß §§ 39 bis 45 Oö. ChG 2008 idgF Kostenersatz zu den Sachleistung zu zahlen.

Informationen wie die Leistungskontrolle durchgeführt wird

Kontrolle und Qualitätssicherung gemäß § 29 Oö. ChG idgF in wirtschaftlicher und fachlicher Hinsicht.
Die Kontrolle der Landesregierung ist unter Einbindung der Interessenvertretung dahingehend auszuüben, dass
1. die Einrichtungen nach ihrer Führung und Ausstattung den Erfordernissen einer fachgerechten Leistungserbringung entsprechen
2. die Entgelte sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig verwendet werden.

Link zu externen Informationsseiten

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/ooe/hs.xsl/18373_DEU_HTML.htm